Onlineshop erstellen: Anleitung für Unternehmen

Da heutzutage viel mehr Kunden im Internet nach Artikeln und Dienstleistungen suchen, wird es für Unternehmen immer wichtiger, dort auch auf dem Online-Markt mit Angeboten präsent zu sein. Ganz gleich, mit welchen Produkten Sie handeln – Sie sollten deshalb als Händler, am besten schon beim Gründen, einen eigenen Onlineshop erstellen und im Online-Handel (E-Commerce) aktiv werden. Während einige Unternehmen dafür Agenturen oder Freelancer beauftragen, entscheiden sich andere dazu, dieses Projekt selbstständig aufgrund des geringen Budgets umzusetzen. In diesem Beitrag geben wir Ihnen hilfreiche Tipps, was Sie bei der Erstellung eines Onlineshops beachten müssen und welche Möglichkeiten Sie dabei haben vor allem dann, wenn Sie als Gründer einen eigenen Onlineshop erstellen möchten.

Zuletzt aktualisiert am 13.05.2026

Was ist ein Onlineshop?

Bei einem Onlineshop oder Webshop handelt es sich um eine Website, auf der Unternehmen Produkte verkaufen. In der Regel sind solche Onlineshops mit einem digitalen Warenwirtschaftssystem verbunden. Dieses erlaubt es den Händlern, den Lagerbestand im Überblick zu behalten und Bestellungen aufzunehmen.

Neben physischen Produkten wie Kleidung, Elektronikartikel oder Büchern ist auch der Verkauf von digitalen Produkten wie Musik, Filmen oder Software auf einer Online-Plattform möglich. Zudem kannst du Dienstleistungen anbieten, während Kauf und Bezahlung online abgewickelt werden.

Bevor du mit der technischen Umsetzung startest, benötigst du einige grundlegende Voraussetzungen. Dazu zählen eine eigene Domain, ein passendes Hosting-Paket sowie ein klar definierter Zeitpunkt für den Anfang deines Projekts. Viele Anbieter ermöglichen es, einen Onlineshop mit wenig Aufwand vollständig einzurichten und anschließend direkt live zuschalten. So können Unternehmen ihren Shop schnell und rechtssicher vorbereiten, wenn sie einen Onlineshop erstellen.

Tipp

Spare viel Zeit durch die Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem

Dank einer Schnittstelle kannst du deinen Onlineshop direkt mit unserem Warenwirtschaftssystem verknüpfen. Einmal eingegeben, sind alle Daten in beiden Systemen verfügbar. Die Warenwirtschaft unterstützt auch das neue One-Stop-Shop Verfahren der EU, das für dich relevant ist, wenn du ins EU-Ausland verkaufst.

Welche Vorteile bietet ein Onlineshop?

Hier findest du eine Auswahl an Vorteilen, die die Erstellung eines Webshops bei der richtigen Umsetzung für dich als Unternehmer mitbringt:

  • Größere Reichweite als offline
  • Umfangreiche und schnelle Informationsbereitstellung
  • Geringere Fixkosten als im stationären Handel
  • Mehr Flexibilität ohne bindende Öffnungszeiten
  • Besseres Kundenverständnis dank Analysetools
  • Größere Abdeckung des Markts

Onlineshop erstellen mit Strategie: Definiere deine Anforderungen

Wenn du einen eigenen Onlineshop erstellen und betreiben möchtest, solltest du als ersten Schritt die Anforderungen definieren. Um eine geeignete Online-Verkaufsstrategie zu entwickeln, klärst du zunächst wichtige Fragen. Aus den Antworten leiten sich bereits verschiedene Anforderungen an eine Lösung für deinen Onlineshop ab:

  • Welche deiner Produkte oder Dienstleistungen kannst du online verkaufen?
  • Wo hält sich deine Zielgruppe im Internet bereits auf, und wie kannst du diese von dort abholen (Suchmaschinen-Werbung, Social Media-Marketing etc.)?
  • Sind deine bestehenden IT-Systeme für den Internethandel geeignet?
  • Brauchst du für den technischen Betrieb des Onlineshops einen Dienstleister?
  • Soll der Shop nur Kunden in Deutschland bedienen oder die Waren auch im Ausland anbieten?
  • Wie viele Produkte sollen online verkauft werden? (Die Produktzahl ist bei manchen vorgefertigten Shop-Lösungen begrenzt. Bedenke daher auch den möglichen Ausbau)
  • Über welche Ressourcen verfügst du bereits, und welche benötigst du zusätzlich? (z. B. Kundenservice, Retouren, Produktpflege, Marketing, Systemverwaltung, Zahlungsabwicklung etc.)
  • Wie möchtest du Logistik und Lagerwirtschaft organisieren?
  • Welche rechtlichen Vorgaben sind zu beachten und wer kann bei der Umsetzung helfen?
  • Welchen Funktionsumfang soll dein künftiger Shop abdecken?

Onlineshop erstellen mit Anleitung: Inhalte und Funktionen

Im zweiten Schritt definierst du verschiedene Aspekte deines Webshops:

  1. Business-Entwurf
  2. Komponenten und
  3. Funktionen

Anhand dieser Bestandteile kannst du dich besser orientieren. So ermittelst du, ob du für dein Vorhaben einen Onlineshop benötigst, der eher einfach oder komplex und umfangreich gestaltet sein muss. Gerade wenn du einen eigenen Onlineshop erstellst, hilft dir diese Einordnung bei der Auswahl.

Vor dem Onlineshop erstellen: Erarbeite einen Business-Entwurf

Die Art und Weise, wie dein Geschäftsmodell funktioniert, ist von zwei Faktoren abhängig: von deinem Produkt und der Zielgruppe. Folgende Aspekte solltest du berücksichtigen:

  • Was vermarktest du? Dienstleistung vs. Produkt?
  • Umfang: Kernprodukt vs. Produktauswahl?
  • Präsentationsart: Wie führst du Produktart & Produktmenge am besten vor?
  • Struktur: Wie arrangiert man Fachbereiche deiner Dienstleistung?

Definiere genau, wer deine Produkte oder deine Dienstleistungen kauft:

  • Eine bestimmte Altersgruppe?
  • Geschlecht: Damen oder/und Herren?
  • Eine definierte Berufsgruppe?‍
  • B2B oder B2C?

Sprichst du mit deinem Webshop andere Unternehmen an oder primär Verbraucher?

Diese Komponenten solltest du aufnehmen

Damit sich deine Kunden zurechtfinden und verstehen, was du vermarkten möchtest, musst du hochwertigen Content für deinen Onlineshop erstellen. Diese inhaltlichen Komponenten solltest du in deinen Onlineshop integrieren:

Beschreibe deine Waren

 

Deine Kunden und Kundinnen wollen genau wissen, was sie kaufen. Um sie von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung zu überzeugen, sind gute Produktbilder sowie Beschreibungen hilfreich. Mit Größen-, Gewicht- und/oder Mengenangaben kannst du schnell die wichtigsten Infos vermitteln.

Definiere deine Kategorien

 

Unterteile deinen Webshop in verschiedene Kategorieseiten, wenn du viele Produkte verkaufst oder gleich mehrere Dienstleistungen anbietest.

Präsentiere dein Team bzw. deine Firma

 

Stell dich den Onlineshop-Besucherinnen und -Besuchern vor, damit diese wissen, wo sie bestellen bzw. wer sie beliefert. Mit einer „Über Uns“-Seite zeigst du dich als Anbieter. Das verleiht deinem Onlinehandel Transparenz und weckt Vertrauen.

Vergiss nicht das Impressum

 

Da du mit deinem Onlineshop ein Gewerbe betreibst, musst du neben den persönlichen bzw. fachlichen Informationen im Impressum auch die juristischen Informationen wie Handelsregisternummer usw. angeben.

Richte eine FAQ-Funktion ein

 

Obwohl du deine Produkte oder Dienstleistungen beschreibst, haben Kunden häufig Fragen zu Bestellungen oder anderen Vorgängen. In einem FAQ-Bereich kannst du solche beantworten.

Integriere einen Verbraucher-Service

 

Richte eine Support-Funktion ein, damit du Interessenten bei weiteren Fragen jederzeit erreichst. Durch die Erreichbarkeit erzielst du eine stärkere Kundenbindung.

Entwickle einen Ratgeberbereich

 

Durch ein Magazin oder einen Blog lieferst du Kunden weitere interessante Fakten über Themen, die deine Produkte, Firma oder Branche betreffen.

Lass deinen Shop mit Auszeichnungen zertifizieren

 

Um die Qualität und Transparenz deines Onlineshops zu steigern, kannst du ihn von unabhängigen Einrichtungen prüfen lassen. Dies weckt Vertrauen.

Welches Shopsystem passt zu deinem Vorhaben?

Im dritten Schritt geht es darum, ein geeignetes Shopsystem für dein Vorhaben auszuwählen. Hierbei maßgeblich sind vor allem deine Anforderungen. Grundsätzlich stehen dir drei Wege offen, einen Onlineshop zu erstellen.

  1. Baukasten-System (Einsteiger)
  2. Content-Management-System (Fortgeschrittene)
  3. Professionelle Shopsoftware (Nutzer mit fundierten Programmierkenntnissen)

1. Onlineshop erstellen mit Baukasten-System

Der einfachste Weg, einen Webshop zu erstellen, ist ein Baukasten-System. Denn hierfür benötigst du keinerlei Programmierkenntnisse und kannst aus bereits existierenden Bausteinen deinen Shop selbst aufbauen. Mit wenigen Klicks kannst du Design, Zahlungsmittel und Versandarten einstellen, legst Übersichts- sowie Produktdetailseiten an, lädst beschreibende Texte in entsprechende Textboxen hoch und kannst ebenso Produktbilder hinzufügen. Auch die Verwaltung typischer Zahlungen lässt sich in vielen Systemen einfach abbilden.

Bekannte Anbieter für Shop-Baukasten-Systeme sind beispielsweise:

  • Shopify
  • Jimdo
  • 1&1
  • Strato

Meistens musst du für die Nutzung eine monatliche Gebühr zahlen. Viele Baukasten-Systeme erheben neben der monatlichen Gebühr eine Transaktionsgebühr von bis zu zwei Prozent, wenn du externe Zahlungsanbieter nutzt. Nutzt du den eigenen Zahlungsdienst des Anbieters – etwa Shopify Payments – entfällt diese Gebühr häufig. Die monatlichen Kosten variieren je nach Anbieter und können von ca. 9 bis 39 Euro bei Jimdo bis hin zu etwa 29 bis 299 US-Dollar bei Shopify (Basic bis Advanced), zuzüglich Wechselkurs reichen. Bei der Wahl des Systems kann also der Preis ein Auswahlkriterium sein. Viele dieser Systeme enthalten bereits im Grundpaket ein integriertes Marketing-Tool, das dir hilft, deinen Shop von Monat zu Monat weiter auszubauen. Die Rechnung kann sich also durchaus lohnen.

Die meisten Anbieter stellen Demo-Versionen oder Test-Abos zur Verfügung, sodass du probeweise einen Onlineshop kostenlos erstellen kannst. Manchmal erhältst du dort auch direkt eine Domain im Rahmen eines Pakets.

Info

Vor- und Nachteile eines Baukasten-Systems

Zu den Vorteilen gehört, dass du deinen ersten eigenen Onlineshop mit einem Baukasten ziemlich günstig und auch ohne Programmierkenntnisse ohne fremde Hilfe erstellen kannst. Vor allem den Einstieg ins E-Commerce mit einem kleinen Produktsortiment vereinfachen Shop-Baukästen enorm.

Allerdings haben Baukästen für das Erstellen eines Webshops auch einige Nachteile:
Mit diesen Systemen stehen dir nur recht limitierte Funktionen zur Verfügung. So bist du zum Beispiel stark in der Gestaltung und Produktdarstellung eingeschränkt. Wenn dein Kundenstamm und dein Shopangebot größer werden, bekommst du wahrscheinlich schon bald Probleme mit der Funktionalität und bleibst hinter deinen Möglichkeiten zurück. Der mögliche Funktionsumfang ist hier also oft begrenzt.

2. Das Content-Management-System (CMS)

Ein CMS dient dazu, große Mengen an Inhalten zu verwalten – besonders populär sind Content-Management-Systeme beispielsweise bei Blogs. Grundsätzlich kannst du diese auch dazu nutzen, deinen eigenen Onlineshop zu erstellen.

Beim CMS WordPress ist es z. B. mit der Schnittstelle zum Plug-in WooCommerce möglich, eine eigene Website mit Shop zu erstellen. Weltweit wird diese Kombination bei rund 39 Prozent aller E-Commerce-Systeme genutzt.

Dadurch vereint WordPress alle Vorzüge eines modernen Webshops, da viele Anpassungen möglich sind:

  • Erstellung eines individuellen Designs
  • Angebot zahlreicher Zahlungsmittel
  • Aufsetzen eines durchdachten Shopsystems.

Zwar benötigst du für die Individualisierung mehr Zeit als bei Baukasten-Systemen, jedoch liefert dir ein CMS auch mehr Lösungen. Die Nutzung von WordPress ebenso wie von WooCommerce ist kostenfrei. Es können aber weitere Kosten für Programmerweiterungen (Plug-ins) hinzukommen.

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Vor- und Nachteile eines CMS-Systems, wenn du eine Website mit Shop erstellst

Die Vorteile eines CMS wie WordPress sind, dass du dieses relativ einfach und vor allem intuitiv bedienen kannst. Daher eignet es sich für alle Händler, die mehr Individualität und Funktionalität benötigen, als die gängigen Baukasten-Systeme bieten.

Da du zumindest über grundlegendes technisches Verständnis verfügen solltest, eignet sich die Nutzung nur bedingt für Einsteiger. Für diese existiert jedoch eine Reihe an Schulungen oder sie können sich Unterstützung von einem Entwickler holen.

Die größten Nachteile eines auf WordPress basierenden Onlineshops bestehen darin, dass nicht alle Layouts einfach anpassbar sind, fast täglich neue Updates installiert werden müssen und dass sich manche Plug-ins gegenseitig bei ihrer Arbeit behindern.
Auch bei sehr vielen und komplexeren Produkten stößt ein CMS schnell an seine Grenzen.

Grundsätzlich gibt es aber zahlreiche Erweiterungen. Über zusätzliche Plug-ins lassen sich nahezu unbegrenzt neue Funktionen als Tool ergänzen, etwa für Marketing, Lagerverwaltung oder Kundenservice. Auch die Integration von KI-gestützten Anwendungen, zum Beispiel für Produktempfehlungen oder automatisierte Texte, ist bei vielen Systemen problemlos möglich. Wer einen eigenen Onlineshop erstellen will, bekommt hier also deutlich mehr Spielraum.

3. Die professionelle Shopsoftware

Die bekanntesten Shopsysteme sind Magento oder Shopware. Sie bieten dir moderne Plattformen mit individuellen Funktionen.

Diese Software-Lösungen sind für größere Onlineshops gedacht und erfordern sehr gute Programmierkenntnisse. Falls diese in deinem Unternehmen nicht vorhanden sind und du hierfür niemanden einstellen möchtest, sollte unbedingt eine professionelle Agentur deinen Onlineshop mit einer solchen Software programmieren.

Für welches System du dich entscheidest, hängt von deinem Budget und deinen individuellen Wünschen ab. Sich einen Onlineshop erstellen zu lassen, ist mit Kosten zwischen 4.000 und 30.000 Euro verbunden – aber auch diese Preise können je nach Agentur und Shop-Umfang stark variieren.

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Vor- und Nachteile eines professionellen Shopsystems

Der größte Vorteil eines professionellen Shopsystems ist die Individualisierbarkeit: Ob Design, Kompatibilität, Analyse- oder Zusatztools – dies alles kann ein Programmierer in den Onlineshop problemlos integrieren. Ebenso ist der Artikelanzahl quasi keine Grenze gesetzt und auch kannst du unkompliziert deine Produkte und Dienstleistungen im Ausland anbieten.

Nun zu den Nachteilen: Einsteiger oder Fortgeschrittene im E-Commerce mit wenig Programmierkenntnissen benötigen bei der Erstellung und der Anpassung ihres Onlineshops Hilfe. Außerdem können Einrichtungspreis und monatliche Gebühren relativ hoch ausfallen. 

Warum ist ein Online-Shopsystem wichtig?

Warum solltest du überhaupt auf ein Shopsystem setzen und eine eigene Website mit Shop erstellen? Du könntest ja auch einfach über einschlägige Verkaufsplattformen einsteigen. Der grundsätzliche Unterschied zwischen einem Shopsystem zu Verkaufsplattformen ist der, dass du bei einem eigenen Onlineshop auf deiner Webseite keine direkte Konkurrenz hast. Dazu kommen: 

  • Keine Werbebanner und andere Ablenkungen für Kunden
  • Flexibilität: Du kannst frei über deinen Shop entscheiden und musst dich nicht mit den Bedingungen von Dritten auseinandersetzen
  • Unabhängigkeit: Mit einem Shopsystem behältst du die volle Übersicht über deine Produkte und die Performance, kannst regelmäßig optimieren
  • Kostensenkung: Langfristig musst du weniger Geld investieren, um online präsent zu sein, statt über Verkaufsprovisionen Geld zu verlieren
  • Kundenbindung: Ein eigener Webshop bindet Kunden langfristig, auf Online-Marktplätzen bist du nur einer unter vielen. 

Ein eigenes Online-Shopsystem bietet dir mehr Möglichkeiten auf dem Weg zu langfristigem Erfolg im Bereich E-Commerce. Du kannst deine Produkte deinen Wünschen gemäß präsentieren und hast dabei die volle Kostenkontrolle. Außerdem hilft dir der eigene Shop dabei, deine Marke aufzubauen. Das passende Shopsystem unterstützt dich also ganz gezielt im Arbeitsalltag. Ein eigenes Shopsystem erlaubt es dir zudem, individuelle Versandoptionen anzubieten und gezielt jeden Kanal deines Onlinevertriebs selbst zu steuern. Wenn Sie einen Onlineshop erstellen, stärken Sie damit zugleich Ihre Unabhängigkeit von jeder externen Plattform.

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Onlineshop bekannt machen – diese Wege bringen Reichweite

Ein Onlineshop wird nicht automatisch gefunden. Damit Kunden deinen Shop wahrnehmen, solltest du aktiv an der Sichtbarkeit arbeiten. Diese Maßnahmen haben sich besonders bewährt:

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Optimiere deinen Shop gezielt für Google, damit deine Produkte in den Suchergebnissen erscheinen.
  • Bezahlte Werbung: Über Google Ads oder Social Ads kannst du deinen Shop kurzfristig bewerben.
  • Social Media als zusätzlicher Kanal: Plattformen wie Instagram, Facebook oder TikTok eignen sich, um Produkte sichtbar zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen.
  • Marktplätze als Reichweiten-Booster: Amazon, eBay & Co. sorgen schnell für zusätzliche Besucher.
  • E-Mail-Marketing: Mit Newslettern informierst du Bestandskunden über neue Produkte, Aktionen oder Rabatte.

Je besser du diese Kanäle aufeinander abstimmst und regelmäßig optimierst, desto nachhaltiger steigt die Bekanntheit deines Onlineshops.

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Social Commerce: Verkaufen direkt in sozialen Netzwerken

Neben dem eigenen Shop gewinnt der Direktverkauf über soziale Netzwerke rasant an Bedeutung. Instagram Shopping, TikTok Shop und Pinterest Shopping erlauben es, Produkte direkt in Posts und Reels zu verlinken und zu kaufen, ohne die Plattform zu verlassen. Für Produkte mit starker Bildsprache – Mode, Accessoires, Wohnaccessoires, handgemachte Waren – kann Social Commerce sogar mehr Umsatz bringen als der eigene Shop. Der Nachteil: du bist von der Plattform abhängig. Empfehlung: Nutze Social Commerce als zusätzlichen Kanal, nicht als Ersatz für den eigenen Shop

Eigenen Shop erstellen oder von einer Agentur aufbauen lassen?

Die Antwort auf diese Frage hängt zunächst von zwei Faktoren ab:

  1. Wie sieht es mit den Programmierkenntnissen in deinem Unternehmen aus?
  2. Wie komplex ist das Shopsystem, für das du dich entscheidest?

Darüber hinaus solltest du weitere Faktoren in Betracht ziehen. Als kleine Entscheidungshilfe haben wir hier die beiden Möglichkeiten gegenübergestellt:

<b>Onlineshop selbst erstellen</b>
Onlineshop selbst erstellenOnlineshop erstellen lassen
Geringere Kosten für die Erstellung Professionelle Umsetzung deiner Wünsche und Ziele für den Shop
Aufbau von Programmier-Know-how im Unternehmen Nutzen von Expertenwissen und Erfahrung einer professionellen Agentur
Volle Kontrolle über alle Prozesse und Entscheidungen Fokus auf dein Kerngeschäft und deine Kernkompetenz
Bei der Nutzung eines Baukasten-Systems problemlos möglich Agenturen können selbst komplexe Systeme bedienen

Selbst erstellen ist oft günstiger zu Beginn – aber teurer in der Zeit. Ohne technisches Know-how investierst du viele Stunden in Dinge, die eine Agentur in Minuten erledigt. Vor allem wenn du wenig Fachwissen mitbringst, wirst du bei vielen Produkten und bei einem CMS oder einer Shopsoftware viel Zeit investieren müssen. Abgesehen davon, dass eine professionelle Agentur über viel Erfahrung und Expertise verfügt, kann diese dich in folgenden Bereichen zielgerichtet unterstützen:

  • bei der Definition deiner Ziele und Wünsche
  • bei der Umsetzung
  • bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) deines Onlineshops

Wäge daher Kosten und Nutzen am besten immer gegeneinander ab, wenn du einen eigenen Shop erstellen möchtest! Vor allem Gründer profitieren oft von einer klaren Priorisierung zwischen Budget, Zeit und Know-how.

Tipp

Ist der Verkauf bei Amazon, eBay und Co. sinnvoll?

Zahlreiche Händler bieten ihre Produkte nicht nur in ihrem Onlineshop an, sondern auch auf bekannten Marktplätzen und Plattformen, um beispielsweise auch bei eBay oder bei Amazon zu verkaufen. Das steigert die Reichweite und das Gewinnpotenzial und ist ein gängiger Multi-Channel-Ansatz.

Du solltest allerdings beachten, dass du einen gewissen Prozentsatz deiner Verkäufe an Amazon oder eBay und sonstige Plattformen abtreten musst und diese Marktplätze strikte Regeln haben. Amazon ist beispielsweise sehr streng, wenn es um die Markenpositionierung geht. Das bedeutet, dass du nicht proaktiv für dein Unternehmen werben oder auf deinen Onlineshop verweisen darfst – Deine Markenbekanntheit wirst du hier nicht steigern können.

Wenn es dir um die höhere Bekanntheit deines Geschäfts im Netz und auf dem Markt geht, solltest du dir stattdessen Gedanken über Social-Media-Marketing machen und die Inhalte auf deiner Seite SEO-optimieren. Durch gezielte Suchmaschinenoptimierung kannst du die Sichtbarkeit deines Onlineshops bei Google deutlich steigern und deinen Shop langfristig weiter optimieren.

E-Commerce Shop aufbauen: Kriterien beim Vergleich von Shopsystemen

Die Auswahl an Shopsystemen ist riesig, wenn du einen Internet-Shop erstellen möchtest. Daher solltest du vor der Entscheidung für eine Variante folgende Fragen beantworten

  • Wie viele Produkte umfasst dein Sortiment? Wird das Sortiment in den nächsten Jahren stark wachsen?
  • Welches Budget möchtest du ausgeben/steht dir zur Verfügung?
  • Wie viel kannst du selbst erledigen? Wobei benötigst du Hilfe, z. B. von einem Programmierer/Texter/einer Agentur?
  • Wie viel Gestaltungsspielraum benötigst du?
  • Welche Schnittstellen sind für dich unverzichtbar?
  • Welche DSGVO-Richtlinien gelten für dich?
  • Welche Länder möchtest du abdecken: Verkaufst du nur in Deutschland oder soll dein Business über die Grenzen der Bundesrepublik hinauswachsen? 

Wenn du die Antworten auf diese Fragen zurechtgelegt hast, dann kannst du tiefer in die Materie einsteigen und aktiv in den Vergleich von für dich relevanten Shopsystemen gehen. Nimm dir für deine Entscheidung viel Zeit, um eine Lösung zu finden, die ideal passt, um deinen Onlineshop einzurichten.

Tipp

Demoversion nutzen

Einige Anbieter von Shopsoftware und -systemen bieten eine kostenlose Demo- oder Testversion an. Damit erhältst du direkt einen Einblick in das Interface, die Bedienbarkeit und vieles weitere. Das erleichtert dir möglicherweise die Wahl des Anbieters.

Entscheidende Faktoren für dich als Händler, wenn du einen Webshop erstellst

Diese Faktoren sollten für dich bei der Onlineshop-Erstellung beim Vergleich und der Wahl verschiedener Shopsysteme mit im Vordergrund stehen: 

  • Schnittstellen zu deinem Warenwirtschaftssystem: Damit sparst du dir viel Zeit, um deinen Warenbestand im Blick zu behalten.
  • Multichannel-Funktionen: Praktisch, wenn du zum Beispiel noch ein Ladengeschäft betreibst. Kunden können dann online zur Abholung bestellen. Abholung oder Reservierung sind dann als Plug-in verfügbar.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Achte im Vergleich der Online-Shopsysteme auch darauf, welche gesetzlichen Vorgaben du einhalten musst und wie diese jeweils umgesetzt werden können.
  • Kosten für Betrieb: Neben den ersten Installationskosten ist es dann noch interessant vorab zu wissen, welcher Preis dich für den laufenden Betrieb erwartet.
  • Ein rechtssicherer Aufbau deines Shops von Anfang an.

Für deine Kunden wichtige Faktoren

Natürlich gibt es auf der anderen Seite auch entscheidende Faktoren, die deinen Kunden wichtig sind und auf die du achten musst, wenn du eine Website mit Onlineshop erstellst: 

  • Usability: Deine Kunden sollten sich in deinem Shop schnell und einfach zurechtfinden können. Eine klare Struktur und Filtersysteme können dabei helfen.
  • Mobile first: Immer mehr Kunden surfen und shoppen mit dem Smartphone. Dein Shop sollte also auch daran angepasst sein.
  • Schnittstellen zu Bezahlsystemen: Kunden erwarten mindestens: PayPal, Kreditkarte (Visa/Mastercard), Klarna (Kauf auf Rechnung, besonders beliebt in Deutschland), SEPA-Lastschrift und zunehmend auch Apple Pay und Google Pay. Kauf auf Rechnung ist die meistgenutzte Zahlungsart in deutschen Onlineshops. Fehlt sie, verlierst du nachweislich Kunden. Klarna oder PayPal Later können diese Funktion übernehmen. Wenn du einen Onlineshop erstellst, solltest du deshalb die passenden Zahlungen von Anfang an mitdenken.

Info

Bedürfnisse der Kunden berücksichtigen

Beim Vergleich von Shopsystemen solltest du dir vor allem im Klaren sein, welchen Typ Kunden du ansprichst: Bist du im B2B- oder im B2C-Bereich tätig? Hier können die Bedürfnisse weit auseinanderdriften. Und das hat Auswirkungen auf deine Onlineshop-Erstellung. Auch im Shopsysteme Vergleich sollte dieser Punkt früh berücksichtigt werden.

Wichtige Tipps für den erfolgreichen Start deines Webshops

Du hast dich für ein Shopsystem entschieden und weißt auch, ob du den Onlineshop selbst oder von einer Agentur erstellen lässt? Dann solltest du noch einige bürokratische und organisatorische Dinge erledigen, bevor du den Onlineshop eröffnest, um rechtliche Probleme zu vermeiden:

Informationspflicht

 

Du willst einen Internet-Shop erstellen? Dann muss dieser gewisse Inhalte wie das Impressum, die AGB, Datenschutzerklärung und das Widerrufsrecht beinhalten. Zu den verpflichtenden Informationen gehören außerdem Angaben zu den Lieferzeiten, Preisen, Mindestlaufzeit von Verträgen, Versand- und Rückgabekosten oder Zusatzkosten sowie zu den Zahlungsmitteln. Zudem muss der Bestellbutton eindeutig darauf hinweisen, dass ein Klick bedeutet, dass der Kunde zahlungspflichtig bestellt.

Es gilt die EU-weite Pflicht zur Barrierefreiheit für Onlineshops, die seit dem 28. Juni 2025 auch für private Anbieter greift. Dein Shop muss für Menschen mit Behinderung nutzbar sein. Zudem ist seit 2022 der neue Gerechtigkeitsakt (Digital Services Act) zu beachten: Händler müssen gefälschte Bewertungen aktiv bekämpfen und transparent machen, nach welchen Kriterien Suchergebnisse im Shop sortiert werden. Hinzu kommt: Seit 2022 gibt es neue Regeln zum Widerrufsrecht und zur Garantiepflicht für digitale Produkte, die auch für Downloads und Software-Lizenzen gelten. Wer einen eigenen Onlineshop erstellen will, sollte diese Anforderungen unbedingt rechtssicher umsetzen.

Fachgerechte Buchhaltung

 

Eröffnest du einen Onlineshop, darfst du die korrekte Buchhaltung nicht außer Acht lassen. Wichtige Fragen, die du vorab klären musst, sind unter anderem, ob du die Mehrwertsteuer ausweist, in welchen Intervallen du eine Umsatzvorsteueranmeldung beim Finanzamt machst und ob du Gewerbesteuer zahlen musst. Mit einer professionellen Buchhaltungssoftware gelingt dir das reibungslos. Auch das Ausstellen einer korrekten Rechnung ist wichtig, da du diese für deine Kunden, für das Finanzamt und für deine eigene Buchhaltung brauchst. Ein gutes Rechnungsprogramm für Onlineshop-Prozesse spart Zeit bei Rechnungserstellung und Buchhaltung.

Qualitative Produktfotos

 

Hochwertige Produktfotos regen die Besucher deines Webshops eher dazu an, bei dir zu kaufen. Rechtlich gesehen bist du darüber hinaus verpflichtet, lediglich solche Bilder zu verwenden, die dem Produkt auch in Wirklichkeit entsprechen. Beachte zudem die Urheberrechte, wenn du eine Website mit Onlineshop erstellst. Verwende nur Bilder und Videos, für die du auch die Rechte besitzt, sonst kann es sehr teuer werden.

Responsivität

 

Achte auf die Responsivität. Das bedeutet, dass dein Shop sich automatisch an das jeweilige Endgerät, z. B. an ein Tablet oder ein Smartphone anpasst und die Inhalte nutzerfreundlich darstellt. In der heutigen Zeit ist das ein absolutes Kernthema, wenn du einen Shop online eröffnest.

Schnelle Ladezeiten

 

Ein ansprechendes Design beeinflusst den ersten Eindruck eines Webseitenbesuchers maßgeblich. Mindestens genauso wichtig ist aber die Ladezeit, auch als Pagespeed bekannt: Nutzer möchten nicht lange darauf warten, dass eine Webseite lädt. Ist das bei dir der Fall, ist die Gefahr sehr hoch, dass die Besucher deinen Shop direkt wieder verlassen und sich ein anderes Angebot suchen. Einen Shop online einrichten heißt auch, auf solche technischen Aspekte zu achten.

Retourenmanagement: Unterschätzter Kostenfaktor

 

Bevor du deinen Shop startest, solltest du klären: Wer trägt die Rücksendekosten? Wie bearbeitest du Retouren schnell und kosteneffizient? Wie verhinderst du unnötige Retouren durch bessere Produktbeschreibungen und Größentabellen? Ein unklarer Rückgabeprozess führt zu schlechten Bewertungen. Kommuniziere deshalb von Anfang an transparent: wie lange das Rückgaberecht gilt, wie Kunden eine Retoure einleiten und wann sie ihr Geld zurückbekommen. Auch ein Rechnungsprogramm für Onlineshop-Strukturen kann Rückerstattungen und Gutschriften sauber abbilden.

Tipp

Setze deine Angebote in Szene!

Wenn du einen Onlineshop erstellst, spielt die optische Gestaltung eine Rolle. Besonders wichtig ist die Transparenz deiner Angebote. Dies gilt sowohl für die Lieferbedingungen, den Bestellprozess als auch für die Preisgestaltung. Eine klare Navigation durch die Seiten, verständliche Sprache und ansprechende Bilder sind unerlässlich.

Kurze Videos eignen sich sehr gut, um die Handhabung der angebotenen Waren zu beschreiben und sie zu präsentieren. Biete auch unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten für deine Interessenten an. In Zeiten des Web 2.0 wird der zwanglose Dialog mit den Kunden immer wichtiger. Darüber hinaus empfiehlt es sich, bereits auf der Startseite beim Besucher für Vertrauen zu sorgen. Gütesiegel und Kundenbewertungen solltest du deshalb hier prominent platzieren.

Fazit: Onlineshop erstellen

Du siehst: Wenn du einen Shop online erstellen möchtest, solltest du vorab einige wichtige Entscheidungen treffen. Mach dich also erst an die Details, wenn die Rahmenbedingungen bereits stehen. Ein durchdachter Shopsysteme-Vergleich und die passende technische Einrichtung helfen dir dabei, deinen Shop erfolgreich zu starten.

Wir wünschen dir viel Erfolg im E-Commerce.