Definition: Was ist CTR?
CTR ist die Abkürzung für Click-Through-Rate. Sie gibt die Anzahl an Klicks auf ein Werbemittel oder auf ein Suchergebnis in der Google-Suche im Verhältnis zu der Anzahl der Einblendungen dieser Anzeige oder dieses Suchergebnisses (die sogenannten Impressions oder Impressionen) an.
Einfach erklärt: Je öfter eine Anzeige oder ein Suchergebnis geklickt wird, desto höher bzw. besser ist die CTR.
Wenn du beispielsweise als Handwerker oder Restaurantbesitzer deine Leistungen auf einer Webseite präsentierst oder gar durch Google Ads bewirbst, möchtest du sicher wissen, wie der Erfolg deiner Online Marketing-Maßnahmen aussieht. Eine KPI, um dies zu erkennen, ist die CTR. Die Click-Through-Rate ist aber nicht nur für Google bzw. die Suchmaschinen im Allgemeinen relevant, sondern dient für verschiedene Kanäle als Kennzahl, um den Marketing-Erfolg zu messen:
- CTR Google Ads: Gibt an, wie oft eine bezahlte Anzeige bei Google geklickt wurde.
- CTR SEO (Suchmaschinenoptimierung): Gibt an, wie oft eine Webseite, wenn sie in den organischen SERPs (den unbezahlten Suchergebnissen) erscheint, geklickt wurde.
- CTR Facebook: Zeigt an, wie häufig ein Beitrag oder eine Anzeige bei Facebook geklickt wurde.
- CTR Amazon: Macht deutlich, wie oft ein Werbemittel auf Amazon angeklickt wurde.
- CTR Newsletter: Beschreibt den Anteil der Empfänger, die nach dem Öffnen der E-Mail auf ein Angebot geklickt haben, das in der Mail verlinkt ist.
Du siehst also: Die CTR dient dir in verschiedenen Bereichen deiner Online-Marketing-Aktivitäten als wichtige Erfolgs-Kennzahl.
Was sagt die Click-Through-Rate aus?
Im Grunde sagt die CTR lediglich aus, wie viele Nutzer einen Link, der ihnen egal wo (in Google, Facebook, Amazon etc.) angezeigt wurde, tatsächlich geklickt haben. Je höher die CTR, desto stärker scheint das Ergebnis (Anzeigen/Titel/Listing) die Nutzer zu interessieren.
In Bezug auf deine Online Marketing-Aktivitäten, die du für dein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) tätigst, spielt die CTR vor allem bei der Bewertung der Conversion Rate und des CPCs (Cost-per-click) eine entscheidende Rolle:
- Mit dem CPC werden Werbeanzeigen, z. B. Google Ads, abgerechnet. Du zahlst dann nicht dafür, dass die Suchmaschine deine Anzeige im Suchergebnis anzeigt, sondern nur dann, wenn diese auch Klicks bekommt.
- Bekommen deine Ads Klicks, führen aber zu keiner Conversion, also bspw. zu keiner Reservierungsanfrage oder zu keiner Anfrage deiner Handwerkerleistungen, dann verpufft dein eingesetztes Werbebudget erfolglos.
Tipp
Interpretiere die Kennzahlen und reagiere bei Bedarf!
Wenn du also sehr viel Werbebudget für Kampagnen bezahlst, aber keine Conversions bekommst, kannst du anhand der Click-Through-Rate nachvollziehen, wie viele Nutzer geklickt haben. Wenn dies sehr viele waren, aber nur wenige dir eine Anfrage geschickt haben, dann kann es sein, dass du an deiner Landingpage oder deinem Angebot feilen musst. Oft sind der Content oder die Nutzerfreundlichkeit einer Webseite auch Hürden für Conversions. Wenn du bei der Optimierung Hilfe benötigst, empfiehlt es sich, einen SEO- oder SEA-Experten zu Rate zu ziehen.
CTR berechnen: Wie kann ich die CTR messen?
Grundsätzlich kannst du bereits in vielen Tools, wie der kostenlosen Google Search Console, die CTR automatisch ermitteln. Du kannst aber natürlich ebenso mit der CTR-Formel die Klickrate selbst berechnen:
CTR in Prozent = (Anzahl der Klicks / Anzahl der Impressionen) x 100
Beispiel: Wird eine deiner Google Ads zum Beispiel 1.000 mal angezeigt und 30 mal geklickt, beträgt die CTR 3 Prozent.
Info
Eine gute CTR: Warum ist sie so wichtig für deine Online Werbung?
CTR hat in der Online-Werbung eine wichtige Bedeutung. Denn der Wert gibt an, wie gut deine Werbung auf die Besucher deiner Webseite abgestimmt ist. Dazu ist es erforderlich, die richtigen Keywords auszuwählen, sie in deinen Anzeigen zu nutzen und (bei Google-Ads-Kampagnen) passende Gebote darauf abzugeben.
Wie hoch sollte die Klickrate auf deiner Website sein?
Viele Werbetreibende in kleinen und mittelständischen Unternehmen stellen sich die Frage, was eine gute CTR ist. Es lässt sich hier jedoch keine absolute Zahl nennen. Denn ein guter CTR-Wert ist auch abhängig von der Branche, in der du tätig bist, und dem Wettbewerb, dem du online entgegentrittst.
Wichtig ist vielmehr, die Click-Through-Rate als KPI (Kennzahl) genau zu beobachten und zu analysieren:
- wie sich die eigene CTR im Zeitverlauf entwickelt
- wie sie im Vergleich zu anderen Werbetreibenden liegt, die die gleichen Keywords verwenden.
Hat die durchschnittliche CTR einen Einfluss auf Google?
Eine hohe Anzeigenqualität kann in der Google-Ads-Auktion zu besseren Positionen und potenziell niedrigeren Klickpreisen beitragen. Du solltest daher bei deiner Online-Werbung stets darauf achten, dass deine Werbung für deine Zielgruppe relevant ist. Sie muss folglich zu dem passen, was du bewerben möchtest (deine Dienstleistungen, Produkten oder Möglichkeit zur Kontakt- bzw. Reservierungsanfrage).
Info
Wo kann ich die CTR / Klickrate nachsehen?
Wenn es um die eigene Webseite geht, ist die Click-Through-Rate in der Google Search Console ersichtlich. Wenn du Google Ads schaltest, siehst du die CTR direkt im Google-Ads-Konto. Google Analytics (nach Verknüpfung mit Ads) zeigt ergänzende Verhaltens- und Engagement-Daten. Beide Tools stellt Google als Suchmaschine für Webseitenbetreiber kostenfrei zur Verfügung, sodass du deine Klickraten analysieren kannst.
Geht es um die CTR im E-Commerce, so ist der Wert beispielsweise im Falle von Amazon in der Amazon Seller Central ersichtlich. Je nach Shop-System, das du verwendest, gibt es zudem weitere Reporting-Tools.
Wie kann ich die CTR bei SEO und SEA optimieren?
Um die CTR für SEA (Suchmaschinenwerbung) und für SEO (Suchmaschinenoptimierung) zu optimieren, ist es wichtig zu wissen, welche Faktoren die CTR beeinflussen. An diesen kannst du dann gezielt arbeiten.
Dazu zählen vor allem:
- Meta-Title (klickbarer Teil des Suchergebnisses): Die Kunst ist es, mit wenigen Zeichen die Aufmerksamkeit der Nutzer zu erwecken. Ein guter Klick-Booster ist beispielsweise eine Jahreszahl am Ende des Titels. Ebenso empfiehlt es sich, sogenannte Power-Wörter wie beispielsweise „versandkostenfrei“ oder „neu“ einzubauen, wenn es thematisch passt.
- Meta-Description (längerer Beschreibungstext unter dem Meta-Title im Suchergebnis): Hier geht es darum, in etwa 155 Zeichen die Vorteile deines Angebots, deiner Produkte oder deines Shops gut darzustellen und den User zum Klick zu animieren. Dies funktioniert meist gut mit einem sogenannten Call to Action, einer Handlungsaufforderung wie „Jetzt unverbindliches Angebot anfragen“ oder „Jetzt mehr über unsere Produkte erfahren“. Damit solltest du deine Description abschließen.
- Rich Snippets: Dadurch kannst du die Suchergebnisse mit Zusatzinformationen anreichern, um sie größer zu machen, und dadurch mehr Aufmerksamkeit in den Suchergebnissen zu bekommen. Beispielsweise durch Bilder bei Rezepten, Bewertungssternen oder Preisen. Das erhöht die Aufmerksamkeit der Nutzer erheblich.
- Markenbekanntheit: Bekannte Marken werden öfter geklickt.
- Keywords (Suchbegriffe): Da hinter jedem Keyword eine Suchintention steckt, beeinflussen sie maßgeblich die CTR. Mit unterschiedlichen Tools wie beispielsweise Ahrefs lässt sich analysieren, ob ein Keyword Klicks bringt. Wenn du beispielsweise nach „Buchhaltungssoftware“ suchst, sollte als erstes Suchergebnis oder als Google Ad im Idealfall Lexware buchhaltung angezeigt werden.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Faktoren wie die Relevanz einer Ad oder eines Suchergebnisses, das Wording einer Anzeige oder auch die vermittelten Informationen bzw. der Inhalt. Wenn du dich hier schwer tust, hilft es oft, einen Experten bzw. eine spezialisierte Agentur hinzuzuziehen.
Wie finde ich Seiten mit niedriger CTR?
Es gibt Keywords, die eine niedrige Click-Through-Rate aufweisen. Das heißt: Für diese Keywords bekommen deine Suchergebnisse oder deine Anzeigen wenig Klicks. Um im Rahmen einer CTR-Interpretation herauszufinden, welche Keywords das sind, helfen unter anderem kostenpflichtige Tools wie beispielsweise MonsterInsights.
Tipp
Kostenlose Analyse der Klicks mit der Google Search Console
Mit der Google Search Console ist die Analyse mit ein wenig mehr Aufwand jedoch auch kostenlos möglich. Um den entsprechenden Report anzuzeigen, klicke nach Öffnen des Tools in der Übersicht auf „Search Console Insights“ und anschließend auf „Reports“. Hier lässt du dir den Punkt „Search Console“ aus dem Menü anzeigen.
Im Bericht werden die Top-Suchbegriffe von Google inklusive CTR gelistet. Nun kannst du die Keywords finden, die an den vordersten Plätzen bei Google ranken, jedoch nur eine niedrige Click-Through-Rate aufweisen. Genau diese gilt es, in eine gute Klick-Through-Rate zu verwandeln.