Was ist Pagespeed und warum ist die Ladezeitenoptimierung so wichtig für deine Website?

Wenn du mit deinem Online-Auftritt oder deinem Onlineshop erfolgreich sein willst, solltest du die Ladegeschwindigkeit der Webseiten testen. Denn: Nutzer sind ungeduldig! Wenn die Ladezeit zu lang ist, springen sie direkt zurück zu den Suchergebnissen oder starten eine neue Suche. Der sogenannte Pagespeed ist damit ein wichtiger Rankingfaktor für eine gute Performance deines Webshops oder deiner Website. Was Pagespeed ist und wie du diesen misst bzw. verbesserst, erklären wir dir in unserem Artikel.

Zuletzt aktualisiert am 10.02.2026
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Definition

Was ist Pagespeed?

Pagespeed oder auch Google Sitespeed ist der englische Begriff für die Ladegeschwindigkeit einer Website. Er beschreibt den Zeitraum zwischen dem Absenden der Anfrage, also dem Eingeben der Domain-Adresse oder dem Klicken auf ein Suchergebnis in den SERPs (Suchergebnisseiten bei Google), bis zur vollständigen Anzeige aller Inhalte – sprich die Ladezeit.

Wichtig: Je schneller alle Inhalte zu sehen sind, desto schneller lädt eine Seite. Zur Ladezeit zählen folgende Schritte:

  • Antwortzeit des Servers (Time To First BYTE oder TTIFB)
  • Download der HTML-Seite (Transfer Time)
  • Rendering der Seite im Browser

Im Umkehrschluss heißt das: Je länger die Ladezeiten deiner Seite sind, desto schneller brechen Nutzer ab und wenden sich einem anderen Online-Anbieter zu. Dauert der Seitenaufbau beispielsweise länger als 10 Sekunden, dann bricht bereits einer von vier potenziellen Website-Besuchern den Seitenaufbau ab. Das wirkt sich negativ auf deine Conversion-Rate aus, einer Kennzahl im E-Commerce, die durch Pagespeed zu beeinflussen ist. Besonders hoch sind die Absprungraten im Bereich des Mobile-Shoppings. Hier brechen 40 % der Käufer den Ladevorgang ab, wenn die Webseite nicht innerhalb von drei Sekunden antwortet.

Weshalb ist Pagespeed ist ein wichtiges SEO-Kriterium?

Da Suchmaschinen wie Google möchten, dass die Nutzer mit einem Suchergebnis zufrieden sind, achten die diese inzwischen ganz genau auf den Faktor Seitenladezeit. Ist der Pagespeed unterdurchschnittlich, ranken die betroffenen Webseiten schlechter. Wenn du also ein gutes Ranking, sprich eine Top-10-Platzierung bei Google, erreichen möchtest, ist die Page-Speed-Optimierung für dich ebenso essentiell wie nutzerorientiertes Content-Marketing.

Pagespeed Test: Ladegeschwindigkeit messen bzw. analysieren

Der Pagespeed deiner Webseite lässt sich mit verschiedenen kostenlosen und kostenpflichtigen Tools testen. Hier einige Beispiele mit denen du die Geschwindigkeit testen kannst:

  • Analyzer im Google PageSpeed Insights: Untersucht  den Aufbau von HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien, die Caching-Vorgaben des Webservers und die Integration von Bildern.
  • Lighthouse, Open Source-Tool von Google
  • Google Analytic

Die Tools zeigen dir anhand einer Punktezahl bzw. eines Scores von maximal 100 an, wie es um den Webpage Speed deiner gemessenen Seite steht.

Was ein guter Pagespeed ist, zeigen dir folgende Werte: Dabei liegt der maximale Leistungswert bei 100 und entspricht einer sehr guten Ladegeschwindigkeit.

  • 90 – 100 = gut
  • 50 – 89 = Durchschnitt
  • 0 – 49 = schlecht

Tipp

Der Google Pagespeed Analyzer

Online-Tools wie der Google Pagespeed Analyzer ist nicht nur kostenlos, sondern liefert dir auch noch konkrete Vorschläge für Optimierungsmaßnahmen des Pagespeeds. So kannst du dich nach der Überprüfung gleich ans Werk machen und die Performance deiner Webseite optimieren. Achtung: Als Laie kann es für dich schwer sein einzuschätzen, wo und wie du Faktoren beeinflusst und ändern kannst. Zieh daher am besten einen Webentwickler zu Rate – auf seine Definition eines optimalen Pagespeeds kannst du dich verlassen!

Weitere Tools für Google & Mobile Pagespeed Tests im Überblick:

  • Pingdom
  • Website Speed Ranker
  • Je nach Shopsystem gibt es auch Plugins, die du dafür installieren kannst, wie z. B. bei Wordpress

Gründe für schlechten Pagespeed im Browser

Es gibt verschiedene Gründe, warum eine Webseite eine lange Ladezeit hat. Daher kann man keine generellen Aussagen treffen, sondern muss immer eine individuelle Analyse der Ladezeit anstreben.

Hier einige mögliche Gründe für schlechten Pagespeed:

  • zu viele bzw. zu große Bilder und Videos
  • zu viele Widgets oder Plugins
  • langsame Datenbanken, die Produktanzeigen und -bilder lange laden müssen
  • Server, die nur langsam verarbeiten
  • zu viele bzw. nicht zusammengefasste CSS-Dateien
  • überflüssige Elemente im Quellcode
  • kein asynchrones JavaScript
  • Werbung von Drittanbietern
  • Browser Caching Nutzung

Achtung

Banner können den Pagespeed verschlechtern

Wenn du Banner über Google Adsense* einbindest, kann das ebenfalls den Pagespeed verschlechtern. Obwohl es sich um ein eigenes Produkt von Google handelt, wird deine Seite trotzdem bestraft. Wenn du mehr Informationen zu den Produkten von Google wünschst, findest du diese im Google Developers Bereich.

* Google AdSense ist neben Google Ads ein weiterer Online-Dienst von Google. Er stellt Werbung auf Websites außerhalb von Google Ads dar. Über einen Algorithmus berücksichtigt Google AdSense die Inhalte der Zielwebseite, wenn dort Anzeigen ausgespielt werden.

Warum ist ein guter Pagespeed wichtig?

Es gibt primär zwei Gründe, warum ein guter Pagespeed wichtig ist: Zum einen wenn du eine Website erstellst und zum anderen wenn du als Händler einen Onlineshop erstellst:

 

1. User Experience

Eine gute Geschwindigkeit während des Ladevorgangs deines Online-Shops sorgt für eine bessere User Experience, und zahlt auf eine höhere Kundenzufriedenheit ein. Denn wenn die Ladezeit deiner Seite zu lang ist, springen die Nutzer schnell zurück zum Suchergebnis, vor allem wenn sie ein mobiles Endgerät wie ein Smartphone oder Tablet nutzen. Diese Absprünge nennt man auch Bounce Rate. Eine hohe Bounce Rate ist nicht nur schlecht, weil das bedeutet, dass Besucher deine Seite schnell wieder verlassen und höchstwahrscheinlich auch nicht wiederkommen. Sie ist zudem ein Rankingkriterium von Google. Eine hohe Bounce Rate verschlechtert daher dein Google Ranking. In diesem Kontext ist ein guter Pagespeed von hoher Relevanz für die Nutzerfreundlichkeit deiner Website.

2. Ranking in Google-Ergebnissen

Der Google Bot crawlt langsame Seite seltener als solche, die einen schnellen Pagespeed haben. „Crawling“ bedeutet, dass der Suchmaschinen-Bot sich eine Seite „anschaut“ und sie bewertet in Bezug auf ihre Relevanz für verschiedenste Suchanfragen der Nutzer. Wenn der Google Bot seltener bei dir „vorbeischaut“, hat das direkten Einfluss auf dein Ranking in der Suchmaschine. Deine Ranking-Position ist davon abhängig, wie relevant Google deine Website bzw. deinen Onlineshop zu einem bestimmten Thema oder Suchanfrage einstuft. Selten gecrawlte Seiten sind zeitgleich weniger relevant. Dadurch verlierst du die Chance ganz oben on den Suchergebnissen mitzuspielen.

Tipp

Achte auf Änderungen durch Google Updates!

Core Web Vitals sind sogenannte „Felddaten“, die Google als wichtige Kennzahlen (KPI) fürdie Performance jeder Website ermittelt. Anhand dieser Daten lässt sich die PageExperience einer Webseite bestimmen. Der Effekt der Nutzerfreundlichkeit ist mit den Core Web Vitals seit 2021 ein offizieller Rankingfaktor für Google.

Die Google Ranking-Kriterien können sich aber jährlich ändern – Grund dafür sind unter anderem die Google Updates und Anpassungen am Algorithmus. Manchmal sogar häufiger. Achte deshalb bei deinen Optimierungen immer auf Aktualität und beauftrage bei Fragen eine seriöse SEO Agentur, die dir beratend zur Seite steht.

Empfehlungen für die Optimierung der Seitenladegeschwindigkeit deiner Website

Achtung: Im Folgenden werden wir dir einige Beispiele nennen, wie du deine Website mit Blick auf Pagespeed und ein besseres Ranking auf Vordermann bringst. Die meisten Dinge sind jedoch eher für SEO-Profis geeignet und können von Laien nur schwer umgesetzt werden.

Damit deine Webseite gut rankt, also in Google gut sichtbar ist, und die Nutzer auf deiner Seite gut navigieren können, ist es wichtig diese zu optimieren.

Um den Pagespeed deiner Webseite zu optimieren, kannst du folgende Bereiche angehen:

  • Achte auf Bild-Größen bzw. verwende nur skalierte Bild- und Videodateien. Zu große Dateien wirken sich negativ auf die Geschwindigkeit deiner Website aus. 
  • Überprüfe die Performance deines Servers bzw. Webhosters.
  • Verringere die http-Requests, indem du z. B. JavaScript- oder CSS-Dateien zusammenführst, um die Geschwindigkeit deiner Website zu fördern.
  • Meide Weiterleitungen, also 301-Seiten und repariere 404-Seiten bzw. kaputte Links.

Tipp

Optimierungen nur mit Profis umsetzen

Lege regelmäßige Termine für einen Pagespeed-Check deiner Website fest – sowohl für Desktops als auch für mobile Endgeräte!

 

Die meisten SEO -Optimierungsmaßnahmen erfordern IT- oder sogar Programmierkenntnisse. Auch hier gilt wieder: Hol dir bei der Bewertung des Pagespeed Unterstützung bei einem Experten, z. B. einem Programmierer oder einer Agentur. So erhältst du schnell eine Antwort auf die Frage „Was ist Pagespeed“ und wie profitierst du von diesem Rankingfaktor.