Was sind Keywords und weshalb wie setze ich sie optimal für meine Website und meinen Online-Shop ein?

Wenn niemand dich und dein Unternehmen bei durch Suchmaschinen wie Google finden kann, dann existierst du quasi nicht. Schaffst du es aber dank Suchmaschinenmarketing mit deiner Firmenwebsite auf die ersteSeite der Ergebnisse, erreichst du viel Aufmerksamkeit und potentielle Kunden. Damit das gelingt, hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du investierst in bezahlte Werbung wie Google Ads (SEA) oder du optimierst deine Inhalte langfristig mit aussagekräftigen Keywords für Überschriften, Text und Meta-Daten (SEO). Erfahre hier alles über die Bedeutung von Keywords und wie sie dir helfen, bei Suchmaschinen wie Google besser gefunden zu werden.

Zuletzt aktualisiert am 11.02.2026
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Definition

Was sind Keywords? Definition im Online-Marketing

Der Begriff „Keywords“ kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Schlüsselwörter“. Gemeint sind damit die Suchbegriffe, die Internetbesucher in die Suchmaske einer Suchmaschine wie Google eingeben, um Informationen und Angebote über bestimmte Produkte sowie Anbieter zu generieren. Daher spielen Keywörter im Online-Marketing eine zentrale Rolle. Denn sie sind die Voraussetzung, dass deine Zielgruppe dich als Firma mit deinem Produktportfolio oder deinen Dienstleistungen mithilfe von Suchmaschinen schnell findet.

Wie stellen Suchmaschinen die Suchergebnisse zusammen?

Um Keywords optimal einsetzen zu können, muss man zunächst verstehen, wie Suchmaschinen grundlegend funktionieren.

Egal, welches Keyword User im Suchfeld von Google, Amazon oder YouTube eingeben: Die verwendete Suchmaschine nutzt dieses immer als Basis, um für den Nutzer relevante Inhalte zu finden und sie in einer bestimmten Reihenfolge auszuliefern. So und anhand weiterer Faktoren (wie Verweildauer, Ladegeschwindigkeit etc.) entstehen z. B. die begehrten Top-10-Platzierungen auf Seite 1 bei Google.

Daher ist es für das Ranking bei einer Suchanfrage – gemeint ist hier die Platzierung in den Suchergebnissen – immens wichtig, dass jede wichtige Seite deines Internetauftritts bezüglich der Suchintention des Besuchers wesentliche Keywords enthält. Denn wenn deine Schlüsselbegriffe schlecht gewählt sind, stufen Google und Co. deine Webseiten als kaum oder gar nicht relevant ein und du verpasst die besten Platzierungen auf den Suchergebnisseiten (SERPs).

Hat deine Firma beispielsweise bei Google ein schlechtes Keyword-Ranking können du Suchmaschinenwerbung mit Google Ads-Anzeigen für bestimmte Keywords schalten. Mittel- und langfristig gesehen solltest du dich jedoch um eine gezielte Suchmaschinenoptimierung (SEO) durch Experten kümmern, die bestimmte Webseiten mit Blick auf deren Keywords verbessern.

Häufig lohnt es sich, sowohl auf SEO als auch auf SEA zu setzen. Für beide Möglichkeiten solltest du deshalb Budget einplanen.

Zum Bereich SEO zählen auch noch weitere technische Maßnahmen, wie z.B. Verbesserungen der Ladegeschwindigkeit oder der Darstellung der Website.

Tipp

Lege von Anfang an relevante Keywords fest!

Besser ist es, du gehst bei der Texterstellung von Anfang an strategisch vor und legst im Idealfall für jede Seite ein bestimmtes Fokus- bzw. Hauptkeyword (HK) fest. Der Algorithmus einer Suchmaschine kann dann leichter erkennen, für welche Suchanfrage diese Seiten wichtig sind.

Biete Mehrwert & setze den Nutzen für User in den Fokus

Indem du den Nutzer in den Mittelpunkt stellst und ihm Mehrwert auf seine Suchanfrage lieferst, steigerst du seine Zufriedenheit.
Diese werden dann auch die entsprechenden Suchmaschinen anhand unterschiedlicher Parameter bemerken und dich mit einem besseren Ranking belohnen. Google achtet z.B. auf die Verweildauer, ob der User nach Aufruf deiner Website noch weitere Seiten zum gleichen Begriff besucht oder wie hoch die Click-Through-Rate (CTR) ist.

Vor allem seit dem neuen Helpful Content Update von Google ist hilfreicher Inhaltnoch wichtiger, um das Google Ranking zu verbessern.

Und wenn du hochwertige Inhalte zur Verfügung stellst, dann neigen auch andere Websitebetreiber dazu, deine Seite zu verlinken. Diese Links von externen Seiten auf deine heißen Backlinksund stellen ebenfalls ein Rankingfaktor dar.

Was ist ein relevantes Keyword? Suchintention von Nutzern beachten

Wenn deine Webseitenbesucher eine Suchmaschine wie Google nutzen, dann verfolgen sie unterschiedliche Ziele. Meistens geht es um:

  1. Einkaufen
  2. Wissen erwerben
  3. Auffinden von bekannten URLs

Für dich als Unternehmer bedeutet das, die Suchintention deiner Zielgruppe in Bezug auf dein Angebot zu verstehen und mit den richtigen Keywords darauf zu reagieren. Denn, wenn du deinen potenziellen Kunden nicht bietest, was sie benötigen, wirst du diese an die Mitbewerber verlieren. Suchmaschinen möchten Besuchern das Leben einfach machen und deren Suchanfragen optimal beantworten. Deshalb gilt: Wenn du deine Webseiten nicht auf geeignete Keywords mit dem passenden Inhalt optimiert hast, wirst du von potenziellen Kunden nicht gefunden.

Beispiele für unterschiedliche Suchintentionen

Wenn User einen Wunsch, eine Frage oder ein Problem im Sinn haben, geben sie einzelne Keywords oder Suchphrasen mit mehreren Wörtern ins Suchfeld ihrer favorisierten Suchmaschine ein. Dabei wird zwischen transaktionalen, informationalen und navigationalen Keywords unterschieden. Um die Bedeutung der drei Begriffe zu verdeutlichen, hier einige Beispiele:

  • Transaktionale Keywords: Wer für den eigenen Balkon ein neues Geländer kaufen möchte, wird bei der Suche im Internet z. B. die Suchanfrage „Balkongeländer kaufen“ verwenden und sich die Suchergebnisse anzeigen lassen. In diesem Fall sind Kunden auf der Suche nach Online-Shops.
  • Informationale Suchanfrage: Personen, die wissen möchten, welche Fliesenarten es für Badezimmer gibt, werden vermutlich die Keyphrase „Fliesen Arten Badezimmer“ in die Suchmaske eingeben. Auf diese Weise suchen sie nach Ratgeberwissen, das ihnen den Kauf von Fliesen erleichtern soll.
  • Navigationale Suchanfragen: Nutzer möchten die Website eines bestimmten Baumarktes im Netz finden und verwenden dazu z. B. das Keyword „Hornbach“.

Was sind Shorttail- bzw. Longtail-Keywords?

Wenn es um das Festlegen von Keywords für die eigenen Webseiten geht, musst du die Bedürfnisse deiner Zielgruppe in den Fokus stellen. Je nach Suchintention können deren eingegebene Keywords kürzer (Shorttail) oder länger (Longtail) ausfallen. Eine Kombination der beiden Keyword-Optionen im eigenen Content zu berücksichtigen, ist daher sinnvoll. Folgendes solltest du wissen:

  • Shorttail-Keywords: Produktbezogene Shorttail-Keywords bestehen aus ein oder zwei Wörtern. Sie sind bei Unternehmen wegen ihres hohen Suchvolumens beliebt. Da deshalb hier die Konkurrenz sehr groß ist, ist es auch schwieriger, mit ihnen einen der Top-10-Plätze bei Google und Co. zu erobern.
    Keyword-Beispiel: „Küchenstuhl“. Hierzu wirft eine Suchmaschine unzählige Marken, Online-Shops und Hersteller aus. User erhalten damit eine erste Orientierung.
  • Longtail-Keywords: setzen sich aus drei oder mehreren Wörtern zusammen. Bei dieser Art von Keywords fällt die Konkurrenzsituation aufgrund ihres niedrigeren Suchvolumens weniger ins Gewicht. Nutzer, die Longtail-Keywords in die Suchmaschine eingeben, haben oft eine genauere Vorstellung, wonach sie suchen. Keyword-Beispiel: „Küchenstuhl Holz mit Armlehnen“. Wenn es dir als Hersteller gelingt, nicht nur für Überbegriffe bei Produktkategorien, sondern auch für mehrteilige Longtail-Keywords erfolgreich zu ranken, ist die Wahrscheinlichkeit groß, potenzielle Kunden mit konkreter Kaufabsicht zu gewinnen.

Was sind Fokuskeyword, Hauptkeyword, Nebenkeyword und WDF*IDF-Nebenkeyword?

Fokuskeyword und Hauptkeyword sind Synonyme. Bei jeder relevanten Seite solltest du ein Fokuskeyword festlegen, für das diese Seite primär gefunden werden und nach dem der Inhalt (Content) ausgelegt sein soll. Dies kann entweder ein Shorttail- oder ein Longtail-Keyword sein. Beachte beim Festlegen dieses Keywords auch, ob überhaupt ein gewisses Suchvolumen vorliegt oder ob Menschen eher nach etwas anderem suchen.

Die Nebenkeywords decken ähnliche Begriffe für das Fokuskeyword ab, wie Synonyme oder Schlüsselwörter, nach denen Nutzer auch suchen, um die gleichen Informationen zu erhalten oder zum entsprechenden Produkt zu gelangen.
So ist z.B. „Edelstahlgeländer kaufen“ ein Nebenkeyword für das Hauptkeyword „Balkongeländer kaufen“.
Wenn du einige relevante Nebenkeywörter einfügst, so erhöhst du die Chance, dass deine Seite ebenfalls für diese gefunden wird.

Relevanzsteigernde WDF*IDF-Keywords helfen dir zudem, das Themengebiet des Hauptkeywords abzubilden. Hierbei handelt sich um Wörter, die sich auch in den Inhalten von anderen, gut rankenden Internetseiten zum entsprechenden Fokuskeyword und Thema befinden.
Beim Hauptkeyword„Balkongeländer kaufen“ sind beispielsweise „Sicherheit“, „langlebig“und „Design“ WDF*IDF-Keywords.

Tipp

Lege von Anfang an relevante Keywords fest!

Besser ist es, du gehst bei der Texterstellung von Anfang an strategisch vor und legst im Idealfall für jede Seite ein bestimmtes Fokus- bzw. Hauptkeyword (HK) fest. Der Algorithmus einer Suchmaschine kann dann leichter erkennen, für welche Suchanfragen diese Seiten wichtig sind.

Ohne Keywords geht es nirgendwo

Egal, wo du als Fachbetrieb digitalen Kundenkontakt suchst: Du musst vorab geeignete Keywords identifizieren und anwenden. Außer Google gibt es noch weitere Suchmaschinen, die User benutzen, um nach Produkten und Dienstleistungen zu suchen. Keywords spielen dabei überall eine Rolle. Du benötigst Keywords beispielsweise ebenso für Werbeanzeigen via Google Ads, bei YouTube für die Veröffentlichung von Imagefilmen, aber auch für Amazon als Verkaufskanal.

Tipp

Nutze verschiedene Kanäle für die Produktvermarktung!

Strategisch betrachtet ist es klug, wenn du als Unternehmer deinen Aktionsradius ausweitest und deine Produktwelten zusätzlich zu deinem eigenen Onlineshop auf allen relevanten Marktplätzen und Plattformen im Internet anbietest – doch vergiss dabei deine Keywords nicht!

Keyword-Monitoring für den Erhalt der Sichtbarkeit

Wissen ist Macht. Deshalb ist es für dich als Unternehmer wichtig, ein regelmäßiges Keyword Monitoring durchzuführen. Dabei überprüfst du oder ein von dir beauftragter SEO-Experte in regelmäßigen Zeitabständen die Keywords deiner Webseiten – auch mit Blick auf deren Positionierung auf der Suchergebnisseite. Monitoring heißt übersetzt „Überwachung“, darunter fällt auch die Wettbewerbsanalyse. Folgende Schritte gehören dazu, damit du den Status Quo deines Internetauftritts bewerten und gegebenenfalls optimieren kannst:

  • Regelmäßiger SEO-Check deiner Website
  • Schnelle Keyword-Bewertung mithilfe bestimmter Tools
  • Aktualisieren/Optimieren des Contents
  • Verlinkung von Seiten mit anderen Unterseiten des eigenen Webauftritts
  • Kontinuierliches Überwachen der Rankingpositionen

Tipp

Gib das Monitoring an einen SEO-Experten

Das Keyword Monitoring nimmt viel Zeit in Anspruch, die du dann nicht in dein Kerngeschäft stecken kannst. Daher lohnt es sich häufig, diese Aufgabe an einen Experten zu geben.

Noch mehr Antworten auf Fragen zum Bereich Keywords findest du in den folgenden FAQ.

Weitere FAQ rund um das Thema Keywords

Welche Tools gibt es für die Keyword-Recherche?

 

Um für deine Website und deine Marketing-Kampagnen die richtigen Keywords zu finden oder Ideen für passende Schlüsselwörter für die Keyword-Optimierung zu sammeln, kannst du bestimmte Tools verwenden. Hier eine Auswahl, die bei der Recherche der Keywords behilflich sind:

  • Google Trends
  • Google Keyword Planner
  • AnswerThePublic
  • Keywords Everywhere
  • Rank Tracker

Hier findest du zudem eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine Keyword-Recherche.

Wie viele Keywords sind optimal?

 

Begriffe und Abkürzungen wie „Keyworddichte“ (engl. Keyword-Density) bzw. „WDF“ (engl. Within Document Frequency) geben an, wie häufig sich ein bestimmtes Keyword in einem Textbeitrag befindet. Experten vertreten mittlerweile unterschiedliche Meinungen darüber, wie wichtig die Keyworddichte für die Optimierung von Content ist. Weil Suchmaschinen wie Google die Bedeutung von Textinhalten immer besser analysieren, wird Webseitenbetreibern heute eher geraten, vor allem auf eine Keywordliste zu bauen, inklusive Synonymen und semantisch zusammenhängenden Begriffen.

Wie verwende ich Keywords für erfolgreiches SEO?

 

SEO-Experten raten, Keywords ganz natürlich im Sinne einer guten Lesbarkeit im Text zu verteilen. Eine wichtige Regel ist hierbei, das Fokus-Keyword immer in der Hauptüberschrift (h1) des Artikels einzubauen. Prinzipiell geht es bei gutem Content stets darum, einzigartige Texte zu verfassen, die deine Firma bzw. Produkte und Dienstleistungen holistisch – das heißt ganzheitlich – beschreiben. So kann deine Zielgruppe verstehen, welchen Nutzen sie davon hat, wenn sie bei dir kauft oder bucht.

Was gehört neben den Keywords aus SEO-Sicht zur Textoptimierung?

 

SEO-optimierter Content zeichnet sich durch gute Lesbarkeit und seriöse Inhalte aus. Wer seine Zielgruppe nicht kennt, schreibt an deinen Wünschen, Fragen und Problemen vorbei. Deshalb solltest du für eine Textoptimierung folgende Tipps beachten:

  • Bestimme deine Zielgruppe
  • Verfasse gut lesbare, einzigartige Texte
  • Baue relevante Keywords ein
  • Texte suchmaschinenoptimierte Überschriften
  • Verfasse ansprechende Meta-Tags (Title und Description) für die Suchergebnisseiten
  • Nutze interne Verlinkungen (interne Links nutzt du, um innerhalb deiner eigenen Website Unterseiten zu verknüpfen, z. B. Kategorieseiten in einem Onlineshop).

Wer hilft mir bei der Umsetzung einer Keyword-Strategie?

 

Wenn du dich im Internet positionierst und deine Zielgruppe ansprechen möchtest, dann erreichst du das mithilfe einer individuellen Keyword-Strategie. Für deren Umsetzung wirst du entweder selbst aktiv oder setzt dafür einen Mitarbeiter ein. Falls dir Zeit und Expertise fehlen und dein Personalbudget keinen SEO-Experten vorsieht, kannst du diese Herausforderung auch in die Hände einer erfahrenen Online-Marketing-Agentur legen.

Was sind Meta-Keywords?

 

Als Meta-Keywords werden diejenigen Schlüsselbegriffe genannt, die bei Websites in den Meta-Informationen hinterlegt werden. Diese können dann nicht bei der normalen Seitenansicht vom Nutzer gesehen werden, sondern sind nur rein für die Suchmaschine im Code.

Früher waren Meta-Keywords viel relevanter als heute, da Suchmaschinen die meisten Seiten noch nicht Themen und Bereichen zuordnen konnten. Seitdem die Suchmaschinen dazugelernt und viel mehr Informationen haben, spielen Meta-Keywords bei Google gar keine Rolle mehr fürs Ranking. Bing oder Yahoo beziehen sie derzeit noch etwas mit ein.