Was sind Impressions? – Bedeutung im Online Marketing für Unternehmen

Wenn du eine Website oder einen Onlineshop betreibst, ist es für dich wichtig, dass du in den Suchmaschinen auffindbar bist. Deine Auffindbarkeit kannst du anhand verschiedener Kennzahlen beurteilen. Die sogenannten (Page) Impressions sind eine davon. Erfahre in diesem Artikel, was hinter diesem Begriff steckt und welche Bedeutung die Kennzahl für deine Online Marketing-Aktivitäten hat.

Zuletzt aktualisiert am 11.02.2026
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Definition: Was sind Impressionen?

Passende Entsprechungen des englischen Wortes „Impressions“ sind auf Deutsch: „Wahrnehmung“ bzw. „Eindrücke“. Im Online Marketing bezeichnet man mit diesem Begriff den Moment, in dem Nutzern auf ihrem Bildschirm ein bestimmtes Element angezeigt wird. Bei diesen Elementen kann es sich sowohl um eine Werbeanzeige, wie eine Google Ad oder eine Anzeige in den Sozialen Medien, als auch um die Vorschau und Verlinkung auf deine Webseite handeln.

Kurz: Eine „Impression“ entsteht also immer dann, wenn deine Webseite oder deine Werbeanzeige im Suchergebnis von Google bzw. im Feed der Sozialen Netzwerke auftaucht (angezeigt wird) und ein Nutzer sie so sehen kann.

Wofür sind Impressions wichtig?

Da du Impressions in verschiedenen Kanälen erzielen kannst, ist deren Bedeutung für jeden Kanal individuell zu beurteilen:

  • Social Media: Social Media Impressions verdeutlichen, ob deine Werbeanzeige auf Meta, LinkedIn, TikTok oder Instagram die definierte Zielgruppe in ausreichender Menge erreicht.
  • Onlineshops: Bei den Onlineshop Impressionen handelt es sich um einen wichtigen Indikator, ob die Nutzer deinen Shop für relevante Suchanfragen (Keywords) bei Google finden.
  • Google Ads: Bei Anzeigen im Google Netzwerk (z.B in den SERPs) drücken die Impressions aus, ob deine Werbung tatsächlich die gewünschte Zielgruppe erreicht und wie oft die Inhalte in den Suchergebnissen angezeigt wurde.

Sind Impressions ein Gradmesser für den Online Werbe-Erfolg?

Diese Frage lässt sich direkt mit „ja“ beantworten, wenn du Werbeanzeigen bei Google, LinkedIn oder Facebook schaltest. Denn die Impressions zeigen dir, wie breit die Streuung einer Werbeanzeige bzw. einer Werbeeinblendung ausgefallen ist. Es handelt sich also um einen wichtigen Wert innerhalb deiner Erfolgsanalyse, wenn du online Anzeigen schaltest.

Mit Impressions allein kannst du die Werbewirksamkeit  bewerten. Du solltest sie immer im Kontext mit anderen Metriken wie den Klicks bzw. der CTR (Click-Through-Rate), Conversions oder View-Through-Rates betrachten. Denn nur so kannst du ermitteln, ob der Preis für eine Anzeige gerechtfertigt ist oder ob du zu viel bezahlst und deine Werbeaktivitäten optimieren solltest. Denn in der Regel hast du bei Online-Werbung unterschiedliche Abrechnungsmodelle zur Auswahl.

<b>CPI = Cost per Impressions</b>
CPI = Cost per ImpressionsCPC = Cost per ClickCPM = Cost per Mile
Deine Werbekosten werden nach Ad Impressions abgerechnet. Das heißt: Jedes Mal, wenn deine Anzeige erscheint und die Nutzer die Möglichkeit haben, sie wahrzunehmen, wird ein Betrag zur Zahlung fällig. Du zahlst für eine Werbeanzeige nur dann, wenn diese auch angeklickt wurde und der Nutzer damit auf deiner Webseite gelandet ist. Auch Thousand Ad Impression, TAI genannt. CPM heißt auf Deutsch Tausender-Kontakt-Preis (TPK). Du erhältst erst dann eine Rechnung, wenn 1.000 Ad Impressions erreicht sind. Also: deine Anzeige 1.000-mal angezeigt wurde.

So ist es beispielsweise ja nur ein Teilerfolg, wenn deine Anzeige oder dein Werbebanner in den Google Suchergebnissen erscheint und wahrgenommen wird. Für den Gesamterfolg ist es jedoch wichtig, dass die Nutzer auch auf die Ad klicken und damit deine Webseite besuchen. Du musst bei der Berechnung deines Erfolgs daher immer zwischen Klicks und Impressionen unterscheiden.

Die Klicks auf eine Anzeige oder ein Suchergebnis nennt man auch CTR (Click-Through-Rate). Diese kannst du zu den Impressions ins Verhältnis setzen und siehst dann, wie oft die angezeigte Anzeige geklickt wurde. Wurde sie oft angezeigt, aber nur selten geklickt, solltest du deine Anzeige anpassen.

Info

Was ist der Unterschied zwischen Reichweite, Frequenz und Impressionen?

Begriffe wie Impressionen, Klicks und Reichweite werden oftmals in einen Topf geworfen. Impressions geben an, wie oft ein Werbemittel ausgeliefert wurde, unabhängig davon, ob es vom Nutzer gesehen wurde. Die Reichweite (Reach) dagegen misst, die Anzahl der eindeutigen Personen, die einen Inhalt gesehen haben. Das heißt: eine Person kann mehrere Impressions erzeugen, zählt in der Reichweite aber nur einmal. 

Beispiel: Wenn zwei Personen eine Anzeige acht Mal sehen, dann entspricht das einer Reichweite von zwei Personen und einer Anzahl von acht Impressions, unabhängig davon, ob die acht Impressions bei einer Person waren, bei zwei oder mehr.

Die Frequenz (Frequency) gibt die durchschnittliche Anzahle der Impressionen pro Nutzer an. 

Wie kannst du Impressionen in der Suchmaschinenoptimierung nutzen?

Wenn du deine Website oder deinen Online-Shop regelmäßig optimierst, um gute Platzierungen in den Suchmaschinen zu erzielen, dann sind die Impressionen für dich eine wichtige Kennzahl. Denn damit kannst du beurteilen, ob deine Suchmaschinenoptimierung (SEO) funktioniert.

Die sogenannten SEO Impressions beziehungsweise SERP Impressions oder auch Page Impressions drücken aus, wie oft deine Webseite oder dein Online-Shop für einen bestimmten Suchbegriff in den Suchergebnissen bei Google angezeigt wird. Damit sind sie ebenfalls ein Gradmesser für den Erfolg deiner SEO und du kannst die Impressions als KPI (Key Performance Indicator) für deine Online Marketing Aktivtäten definieren.

Tipp

Rufe deine Zahlen in der Google Search Console ab!

In der Google Search Console (Analyse-Tool, das Google jedem Website-Betreiber kostenlos zur Verfügung stellt) kannst du die Impressionen für jedes Keyword nachsehen. Je größer die Anzahl der Impressionen ist, desto häufiger erscheint eine URL in den Suchergebnissen für ein Keyword. Du kannst dir die Impressionen in der Google Search Console für verschiedene Zeiträume anzeigen lassen.

Beispiel: Wenn die Impressionen einer deiner URLs im Monat Dezember bei 1.000 lagen, dann ist diese 1.000-mal in der Suche erschienen.

Viele Impressions, aber keine Klicks: Woran liegt's?

Deine Google Ad oder deine Webseite bekommen zwar viele Impressions, werden also oft in Suchergebnissen ausgespielt, die Klicks bleiben aber aus? Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben:

  • Bei Ads kann es sein, dass deine Anzeige die Nutzer nicht anspricht. Dann solltest du diese verändern.
  • Wenn bei Webseiten die Impressionen steigen, könnte es sein, dass deine Webseite in den Suchergebnissen von der zweiten Ergebnisseite auf den unteren Bereich der ersten vorgerückt ist, sich also dein Google Ranking verbessert hat. Sie ist dann zwar häufiger zu sehen (Impressionen), im unteren Bereich der Top-10 (erste Ergebnisseite) sind die Klicks aber erheblich geringer als im oberen Bereich. Denn die meisten Nutzer schauen sich maximal die ersten 3 Suchergebnisse an. Das heißt: Ziel sollte es sein, dass du mit deiner Webseite dort platziert bist. Wie dir das gelingt, liest du in unserem Beitrag zum Thema SEO.