BWA: Alles Wichtige zur betriebswirtschaftlichen Auswertung

Im Gegensatz zur Bilanz wird die BWA (betriebswirtschaftliche Auswertung) nicht nur einmal im Jahr erstellt, sondern monatlich. Dadurch erhalten Sie als Unternehmer ein festes Monatsergebnis, mit welchem Sie arbeiten können. Eine BWA ist deshalb von großer Bedeutung, denn sie enthält damit deutlich aktuellere Zahlen aus der Buchhaltung als die E-Bilanz und hilft Ihnen dabei, Entwicklungen im Unternehmen frühzeitig zu erkennen. Dank der jeweiligen Kosten- und Erlössituation können Sie bei Bedarf direkt entsprechende Maßnahmen einleiten. Informieren Sie sich in folgendem Beitrag, wie eine BWA hilft, die Ertragslage abzubilden und welche Arten für Sie infrage kommen.

Zuletzt aktualisiert am 04.04.2025
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Definition

Was ist eine BWA?

Die betriebswirtschaftliche Auswertung (Abkürzung: BWA) lehnt sich definitionsgemäß an die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) an und enthält wichtige Informationen über die Leistungsfähigkeit und die wirtschaftliche Ertragslage Ihres Betriebs. Die Basis hierfür bilden Daten aus der Finanzbuchhaltung zu Erträgen, Aufwendungen und Umsatzerlösen. Somit handelt es sich bei einer BWA um eine Übersicht zu allen relevanten Zahlen in Ihrem Unternehmen. Verantwortlich dafür sind entweder der Steuerberater, der Buchhalter oder Sie selbst. Die betriebswirtschaftliche Auswertung hilft als Controlling-Tool, ein vorläufiges Betriebsergebnis zu ermitteln. So haben Sie jederzeit den aktuellen Stand Ihres Unternehmens parat

Wie sieht eine BWA aus?

Je nachdem welche Art von BWA erstellt wird, sehen betriebswirtschaftliche Auswertungen unterschiedlich aus. Gewisse Bestandteile finden sich aber in jeder BWA. Im Folgenden erhalten sie hierzu eine Übersicht:

Verschiedene Arten der BWA für Ihr Gewerbe

Es gibt weder eine Pflicht zur Erstellung einer BWA noch gesetzliche Vorgaben dazu, wie diese auszusehen hat. Dementsprechend gibt es viele Varianten. Welche für Ihr Unternehmen am hilfreichsten ist, hängt von Ihrer Branche ab und davon, welche Kennzahlen Sie analysieren bzw. wofür Sie die BWA nutzen möchten.

Die wichtigsten und in der Praxis am häufigsten verwendeten BWA-Arten sind:

  • die kurzfristige Erfolgsrechnung
  • die Bewegungsbilanz
  • die statische Liquidität

Wenn Sie Ihre Zahlen miteinander vergleichen möchten, empfehlen sich folgende BWA-Varianten:

  • Vorjahresvergleich
  • Soll-Ist-Vergleich
  • Branchenvergleich
  • Jahresübersicht

Kurzfristige Erfolgsrechnung

Die kurzfristige Erfolgsrechnung oder auch „Standard-BWA“ ist die wichtigste und am häufigsten in der Praxis eingesetzte BWA-Variante. Mit ihr wird der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens analysiert. Im Fokus dieser Erfolgsrechnung steht der Ertrag der jeweiligen Zeitperiode. Dabei werden Kosten und Erlöse aufgelistet und diese ins Verhältnis zu den Gesamtkosten bzw. den Gesamtumsätzen gesetzt.

Unter anderem stellt die BWA-Art „kurzfristige Erfolgsrechnung“ folgende Kennzahlen zur Auswertung zur Verfügung:

  • Gesamtleistung (z. B. Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen)
  • Rohertrag (Gesamtleistung / Materialeinkauf und Fremdleistungen)
  • Sonstige betriebliche Erlöse (z. B. privater Nutzungsanteil von Firmenwagen und Diensthandy)
  • Betrieblicher Rohertrag (Rohertrag + sonstige betriebliche Erlöse)
  • Kostenarten (z. B. Personalkosten, Raumkosten, Abschreibungen, Werbe- und Reisekosten)
  • Betriebsergebnis (vor Zinsen und Steuern)
  • Neutraler Aufwand (z. B. Zinsen und Steuervorauszahlungen)
  • Neutraler Ertrag (z. B. Steuererstattungen oder Mieterträge)
  • Ergebnis vor Steuern (Betriebsergebnis / neutr. Aufwendungen + neutr. Erträge)
  • Vorläufiges Ergebnis (Ergebnis vor Steuern / Steuern)

Die beiden wichtigsten Kennzahlen in der Finanzbuchhaltung sind hierbei das Betriebsergebnis und das vorläufige Ergebnis. Während das Betriebsergebnis den Erfolg der eigentlichen Geschäftstätigkeit darstellt, spiegelt das vorläufige Ergebnis den Verdienst des Betriebs wider.

Bewegungsbilanz

Auch wenn die Standard-BWA einen Überschuss ausweist, kann es vorkommen, dass trotzdem kein Geld in der Kasse ist. Dann stellt sich die Frage, wo das Geld hingewandert ist. Einen Aufschluss hierüber kann die sogenannte Bewegungsbilanz geben. Sie weist aus, wo die finanziellen Mittel herkamen und wofür sie verwendet wurden.

Zentrale Daten der Bewegungsbilanz sind:

Statische Liquidität

Spricht man von einer statischen Liquidität bedeutet dies, dass die Liquidität zu einem bestimmten Abrechnungszeitpunkt betrachtet wird. Hierfür werden Zahlungsmittel und Forderungen den Verbindlichkeiten zeitpunktbezogen gegenübergestellt. Damit bietet diese BWA-Variante einen Überblick über die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens und eine gute Grundlage für die betriebswirtschaftliche Liquiditätsplanung.

In der BWA der statischen Liquidität werden u. a. die Barliquidität und die Liquidität 2. Grades ausgewiesen. Während anhand der Barliquidität ersichtlich wird, ob Kontokorrentkredite durch andere finanzielle Mittel gedeckt sind, umfasst die Liquidität 2. Grades außerdem Forderungen und Verbindlichkeiten, die demnächst auf das Unternehmen zukommen. Grundsätzlich sollten Ihre flüssigen Mittel immer so hoch sein, dass Sie Rechnungen von Lieferanten und andere Verpflichtungen vollständig bezahlen können.

Wichtige Daten der statischen Liquidität sind:

  • Bank
  • Kasse
  • Kurzfristige Forderungen
  • Kurzfristige Verbindlichkeiten
  • Weiteres Umlaufvermögen (Warenbestand oder Aufträge, die gerade in Arbeit sind)

Vorjahresvergleich

Die größte Aussagekraft bekommen Daten immer dann, wenn sie in einen zeitlichen Vergleich miteinander gesetzt werden. Erst dann wird nämlich klar, ob die Zahlen steigen oder sinken, so dass Sie entsprechende Schlüsse mit Blick auf die Gesamtleistung ziehen können. Sinken beispielsweise die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr, kann dies darauf schließen lassen, dass die Kaufbereitschaft der Kunden zurückgegangen ist oder dass Sie Kunden verloren haben.

Welche Daten bei dieser Art der BWA miteinander verglichen werden, kann jedes Unternehmen selbst entscheiden. Auch welche Zeiträume miteinander verglichen werden, bleibt Ihnen überlassen. Neben dem Gesamtjahr kann es sich ebenfalls lohnen, Monats- oder Quartalszahlen miteinander zu vergleichen. Sehen Sie hier, dass bestimmte Monate umsatzstärker sind als andere, können Sie beispielsweise in diesen Monaten übergangsweise mehr Aushilfen einstellen.

Soll-Ist-Vergleich

Ziele sind für jedes Unternehmen von zentraler Bedeutung. Nur wenn Sie wissen, was Sie erreichen möchten, können Sie sich schließlich das „Wie“ überlegen. Eine BWA kann hier helfen. So sollten Sie in einem ersten Schritt definieren, auf welche Kennzahlen Sie den Fokus legen und welche Ergebnisse diese Kennzahlen in einer bestimmten Zeitperiode erreichen sollen.

Anhand der BWA sehen Sie, ob sich beispielsweise die monatlichen Kennzahlen tatsächlich Ihren Planungen entsprechend entwickelt haben. Ist dies nicht der Fall, sehen Sie dies auf einen Blick und können bei Bedarf rechtzeitig entgegensteuern.

Tipp

Planung ist alles

Erstellen Sie zum Jahresabschluss Ihre monatliche Planung für das kommende Jahr. Wenn Sie die Planung genauso aufbauen wie die Konten Ihrer BWA, geht der monatliche Soll-Ist-Vergleich ganz einfach und schnell.

BWA 01 – Der Standardbericht für Unternehmen

Die sogenannte „BWA 01“ ist die am weitesten verbreitete Form der betriebswirtschaftlichen Auswertung und wird von DATEV als Standardbericht bereitgestellt. Sie liefert eine strukturierte Zusammenfassung wichtiger Finanzkennzahlen und zeigt auf, wie es um die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens steht. Diese Auswertung eignet sich für eine Vielzahl von Betrieben und dient häufig als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen.

BWA 43 – BWA für Freiberufler und Selbstständige

Für kleinere Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler genügt oft eine einfachere BWA, die lediglich Einnahmen und Ausgaben erfasst. Die „BWA 43“ ist genau darauf ausgerichtet und bietet eine kompakte Übersicht über die finanzielle Entwicklung eines Unternehmens, ohne tiefere Detailanalysen.

BWA 20 – Speziell für Handwerksbetriebe

Handwerksbetriebe haben besondere betriebswirtschaftliche Anforderungen, weshalb für sie die „BWA 20“ entwickelt wurde. Diese Variante geht auf die speziellen Gegebenheiten in handwerklichen Berufen ein und stellt relevante Kennzahlen dar, die für diesen Bereich besonders aussagekräftig sind.

BWA 02 – Finanzanalyse für Arztpraxen

Medizinische Praxen benötigen eine eigene Form der BWA, die auf die Besonderheiten des Gesundheitssektors abgestimmt ist. Die „BWA 02“ basiert auf einem speziellen Kontenrahmen und ermöglicht eine detaillierte Analyse der wirtschaftlichen Situation einer Praxis.

Maßgeschneiderte BWA-Varianten für spezifische Bedürfnisse

Neben diesen Standardauswertungen gibt es weitere BWA-Typen, die auf bestimmte Branchen oder Berufsgruppen zugeschnitten sind, beispielsweise für Steuerberater oder Controller. Darüber hinaus kann eine BWA individuell angepasst werden, um genau die finanziellen Kennzahlen abzubilden, die für ein Unternehmen besonders wichtig sind.

Arten der BWAgeeignet für
BWA 01 Standard-BWA der DATEV
BWA 02 Ärzte
BWA 04 Controlling-Report
BWA 05 Gesamtkostenverfahren
BWA 06 Umsatzkostenverfahren
BWA 10 Steuerberater
BWA 20 Handwerker
BWA 43 Einnahmen-Ausgaben-BWA
BWA 44 Rechtsanwälte
BWA 51 Kapitalflussrechnung

Begrenzte Aussagekraft einer einfachen BWA

Ein wesentlicher Nachteil einer einfachen BWA liegt darin, dass sie nur bereits verbuchte Geschäftsvorgänge erfasst. Da bestimmte Buchungen erst am Jahresende vorgenommen werden, bleibt die unterjährige Auswertung unvollständig und kann ein verzerrtes Bild der finanziellen Lage vermitteln

Besonders betroffen sind dabei: 

  • Einmalige Sonderzahlungen und Bonuszahlungen für Mitarbeiter
  • Abschreibungen auf Anlagevermögen
  • Ertragssteuern, die erst später gebucht werden
  • Jährlich anfallende Versicherungsprämien, die eigentlich auf die Monate verteilt betrachtet werden sollten 

Wer eine ganzheitliche und aussagekräftige betriebswirtschaftliche Auswertung benötigt, sollte auf eine qualifizierte BWA zurückgreifen. Diese geht über die reine Zahlenaufstellung hinaus, indem sie zusätzlich Abgrenzungen wie Abschreibungen, Zinsgewinne oder Jahresabschlusskosten berücksichtigt. Ergänzt wird sie durch einen Erläuterungsteil, der es Banken und anderen Dritten erleichtert, die Finanzlage des Unternehmens richtig zu bewerten.

BWA-Aufbau: Diese Bestandteile sollte jede betriebswirtschaftliche Auswertung enthalten

Wie bereits beschrieben, gibt es nicht „die eine“ BWA. Welche Art Sie wählen, hängt ganz von Ihrem Unternehmen, Ihrer Branche und den Zielen ab, die Sie mit der BWA verfolgen. Basis einer jeden BWA (egal, ob für Kleinunternehmer, Freiberufler oder eine GmbH) sind aber immer die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV).

Damit Sie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens beurteilen können, sollte die Einnahmen-Ausgaben-BWA auf jeden Fall mindestens folgende Posten umfassen:

  • Umsatzerlöse
  • Rohertrag
  • Kostenarten (z.B. Personalkosten, Materialkosten etc.)
  • Zinsertrag bzw. -aufwand
  • EBIT (Ergebnis vor Steuern)
  • Steuern

Neben den Zahlen für den untersuchten Zeitraum empfiehlt es sich ebenfalls, zeitliche Vergleichswerte (z. B. Vorjahreswerte) anzugeben. Nur so lässt sich die Entwicklung der Zahlen analysieren. Die Veränderung der Werte kann in einer weiteren Spalte in Prozent angegeben werden. So erhalten Sie schnell einen Überblick über die wesentlichen Veränderungen, die Ihre Ertragslage beeinflussen.

Inhalte einer betriebswirtschaftlichen Auswertung

  • Erträge
  • Kosten
  • Kostenarten
  • Neutraler Aufwand
  • Neutraler Ertrag
  • Ergebnis vor Steuern

Damit eine betriebswirtschaftliche Auswertung ein realistisches Bild der finanziellen Situation eines Unternehmens liefert, müssen alle wesentlichen Einnahmen und Ausgaben erfasst werden. Je nach Branche sind dabei unterschiedliche Aspekte von Bedeutung. 

Beispiele: 

  • Ein produzierender Betrieb sollte den Bestand an fertigen Erzeugnissen in die Auswertung einfließen lassen.
  • Ein Handelsunternehmen muss zwingend den aktuellen Warenbestand berücksichtigen, um ein genaues Bild seiner finanziellen Lage zu erhalten. 

Zusätzlich gewinnt eine BWA an Aussagekraft, wenn Abschreibungen nicht erst zum Jahresende, sondern monatlich verbucht werden. Auch die unterjährige Erfassung von Darlehensverbindlichkeiten trägt dazu bei, ein realistischeres Bild der finanziellen Situation zu zeichnen. 

Allerdings gibt es Grenzen. Eine kurzfristige Erfolgsrechnung bildet zwar die finanzielle Lage eines Unternehmens ab, lässt jedoch häufig wichtige Faktoren wie Liquiditätsentwicklung, Prognosen oder bereichsspezifische Ergebnisse außer Acht. Dadurch fehlt in einigen Fällen eine fundierte Grundlage für weitergehende betriebswirtschaftliche Entscheidungen.

Wichtige Kennzahlen in der BWA

Neben einer allgemeinen Übersicht über die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens enthält eine betriebswirtschaftliche Auswertung oft zentrale Finanzkennzahlen, die bei der Analyse der Unternehmensperformance eine wichtige Rolle spielen: 

  • Eigenkapitalquote: Diese Kennzahl zeigt, welchen Anteil das Eigenkapital am gesamten Kapital des Unternehmens hat. Eine hohe Eigenkapitalquote deutet auf eine solide finanzielle Basis hin, während eine niedrige Quote auf eine stärkere Abhängigkeit vonFremdkapital verweist.
  • Gesamtkapitalrentabilität (ROI – Return on Investment): Hier wird der erzielte Gewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt. Diese Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie effizient das Unternehmen mit seinem Kapital wirtschaftet und ob die Investitionen einen ausreichenden Ertrag bringen.
  • Umsatzrendite (ROS – Return on Sales): Die Umsatzrendite zeigt, wie viel Gewinn ein Unternehmen aus jedem erwirtschafteten Euro Umsatz erzielt. Sie ist ein Maß für die betriebliche Effizienz und hilft dabei, die Profitabilität im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche zu bewerten.
  • Cashflowrate: Diese Kennzahl bildet die Differenz zwischen den laufenden Einnahmen und Ausgaben ab und gibt an, wie viele liquide Mittel einem Unternehmen zur Verfügung stehen. Eine stabile Rate des Cashflows ist entscheidend für die finanzielle Gesundheit eines Betriebs und seine Fähigkeit, Verbindlichkeiten zu begleichen oder Investitionen zu tätigen.

Info

Welchen Nutzen hat die BWA für Selbstständige?

Die BWA ist keine Pflicht! Allerdings zeigt sie Ihnen Ihre aktuelle Geschäftslage in Echtzeit auf.

  1. Sie können so beispielsweise Ihre Steuervorauszahlungen checken und bei Bedarf rechtzeitig einen Antrag auf Fristverlängerung beim Finanzamt stellen.
  2. Auch unerwartete Schwankungen werden mithilfe einer BWA deutlich. In solchen Fällen können Sie auf Basis der BWA-Zahlen schnelle Entscheidungen treffen und entlastende Maßnahmen umsetzen.
  3. Falls Sie einen Kredit für Selbstständige beantragen wollen, benötigen Sie meist ebenfalls eine BWA für die Bank. 

Betriebswirtschaftliche Auswertung erstellen

Mit etwas Fachwissen und einer modernen Software ist es nicht schwer, eine BWA zu erstellen. Um eine für Ihr Unternehmen anzufertigen, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder Sie lassen die betriebswirtschaftliche Auswertung von Ihrem Steuerberater für Sie erstellen oder Sie erstellen eine vorläufige (BWA) selbst.

BWA mit einer Software selbst erstellen

Die Zahlen der BWA kommen aus der Buchhaltung. Deshalb sollte eigentlich jedes gute Buchführungsprogramm über eine Funktion verfügen, mit der automatisch eine BWA-Auswertung erstellt werden kann. Was ist dabei der Vorteil gegenüber einer BWA vom Steuerberater? Diese Erstellung der BWA verursacht keine zusätzlichen Kosten.

Tipp

Moderne Buchhaltungssoftware nutzen

Wir empfehlen Lexware Office zur Erstellung Ihrer BWA. Im Buchführungsprogramm Lexware Office ist diese Funktion enthalten. Mit diesem Tool lässt sich eine BWA per Mausklick verfassen, in der sowohl die kurzfristige Erfolgsrechnung als auch die Bewegungsbilanz enthalten ist. Damit haben Sie alle Zahlen, wie zum Beispiel Umsatz oder Wareneinsatz, direkt zur Hand.

BWA-Vorlage

Eine weitere kostengünstige Möglichkeit, die BWA selbst zu formulieren, ist die Nutzung einer BWA-Form 01-Vorlage – beispielsweise in Excel. Der Nachteil gegenüber der Buchhaltungssoftware: Hier müssen Sie alle Zahlen selbst eintragen, um beispielsweise Ihren BWA-Jahresabschluss zu generieren.

Lexware stellt Ihnen eine BWA-Vorlage hier zum Download zur Verfügung. Das Muster bietet Ihnen auch eine kumulierte Jahresübersicht und interaktive Verlaufsdarstellungen, dank der Sie sofort die Tendenz der Unternehmensentwicklung erkennen.

BWA lesen und verstehen

Für Sie als Unternehmer ist es von größter Bedeutung, eine betriebswirtschaftliche Auswertung und ihren Aufbau zu verstehen. Sie ist ein unverzichtbares Instrument, um zu kontrollieren, ob Sie kostendeckend wirtschaften. Ist Ihr Betriebsergebnis negativ, wissen Sie, dass etwas falsch läuft.

Definition

Was ist eine testierte BWA?

Wenn Sie einen Steuerberater haben und dieser die BWA monatlich für Sie erstellt, spricht man von einer „testierten BWA“.

Beispiele für eine betriebswirtschaftliche Analyse

Wenn Sie in der Lage sind, die BWA richtig zu lesen und zu verstehen, erkennen Sie schon während des Jahres, ob die finanzielle Entwicklung und die Ertragskraft Ihres Betriebs positiv verlaufen oder ob es Probleme geben könnte. Die BWA-Kennzahlen verraten Ihnen unter anderem:

  • Was vom Umsatz übrig bleibt
  • Welche Kosten dafür anfallen
  • Welche Erlöse unter- oder überschritten wurden
  • Wie hoch zum Beispiel der Wareneinsatz im Vergleich zum Umsatz ist
  • Wie hoch Ihre Finanzierungskosten ausfallen
  • Wie sich die generelle Entwicklung des Geschäftsmodells darstellt
  • Wie sich die Unternehmensentwicklung in Prozent ausdrückt
  • Wie Sie im Branchenvergleich dastehen

Bei einer BWA-Analyse erkennen Sie sofort, wie gut Sie im vergangenen Monat gewirtschaftet haben. So können Sie bei ungewöhnlichen Entwicklungen kurzfristig eingreifen – zum Beispiel um einer negativen Kostenentwicklung entgegenzuwirken oder einen Gewinn noch weiter auszuschöpfen. Darüber hinaus können Sie mithilfe der BWA, Hochrechnungen bezüglich des voraussichtlichen Jahresgewinns vornehmen. 

Achtung

Achten Sie auf aktuelle und korrekte Zahlen

Grundsätzlich ist eine BWA jedoch nur immer so aussagekräftig, wie die Buchführung, die die Zahlen dafür liefert. Um finanzielle Krisen zu vermeiden, braucht es deshalb aktuelle, korrekte Zahlen. Eine gute BWA hilft Ihnen die richtigen Entscheidungen zu treffen und Krisen zu verhindern.