Definition
Steuerberater (StB)
Steuerberater arbeiten meist freiberuflich und haben ein vielfältiges Aufgabenfeld. Er ist nicht nur ein ausgewiesener Steuerprofi, sondern übernimmt auch Tätigkeiten wie die betriebswirtschaftliche und steuerliche Beratung in Finanz- und Vermögensfragen. Zudem ist ein Steuerberater Spezialist, wenn es um Aufgaben wie Unternehmensgründungen geht.
Der Weg in den Beruf des Steuerberaters ist lang und nicht gerade einfach. Um Steuerberater zu werden, ist eine erfolgreiche Ausbildung oder ein Studium erforderlich. Daraufhin folgt die Berufserfahrung und erst dann die Zulassung zur Steuerberaterprüfung, bei der komplexe Aufgaben bewältigt werden müssen.
Wie setzen sich die Kosten für den Steuerberater zusammen?
Bei allem, was ein Steuerberater macht, bestimmen zwei Faktoren die Steuerberater-Kosten:
- Erstellungskosten
- Ermittlungskosten
Unter anderem sind die Preise für die Körperschaftsteuererklärung, den Jahresabschluss, die Umsatzsteuerjahreserklärung und weiteren Aufgaben des Steuerberaters von der Höhe der zu verrichtenden Arbeit abhängig.
Aufgaben und Tätigkeitsbereich: Was genau macht ein Steuerberater?
Steuerberater helfen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen bei der Erstellung von Steuererklärungen. Zudem prüfen sie mögliche Steuervorteile und bewerten Verträge hinsichtlich ihrer steuerlichen Auswirkungen. Dazu gehört wesentlich mehr als das Lesen von Steuerbescheiden oder Aufgaben im Bereich des Rechnungswesens bzw. im Steuerrecht. Bei allem, was ein Steuerberater macht, sind gute Menschenkenntnisse gefragt. Nur so ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Mandanten möglich.
Folgende Aufgaben gehören zum Beruf des Steuerberaters:
Was macht ein Steuerberater bei der Steuerdeklaration?
Bei einer Steuerdeklaration handelt es sich um die Erstellung von Steuererklärungen inklusive der vorbereitenden Tätigkeiten wie zum Beispiel der Buchführung und Bilanzierung. Wichtig ist als Mandant, im Vorfeld festzulegen, welche Aufgaben der Steuerberater erledigen soll.
Du entscheidest, ob du die Buchführung durchführst und den Jahresabschluss erstellst, oder ob diese Aufgaben von deinem Steuerberater erledigt werden sollen. Du kannst auch nur die Buchführung übernehmen und dem Steuerberater die Abschlusserstellung sowie die elektronische Übermittlung überlassen.
Was macht ein Steuerberater bei der Steuerrechtsdurchsetzung?
Eine weitere Aufgabe eines Steuerberaters ist die Durchführung von Einspruchsverfahren beim Finanzamt, bei Finanzgerichtsprozessen, bei der Steuerfahndung etc.
Was macht ein Steuerberater bei der
Steuergestaltung?
Einer der wichtigsten Aufgaben des Steuerberaters ist die Gestaltungsberatung. Darunter versteht man die gedankliche Vorwegnahme bestimmter Konstellationen, um die größtmögliche Steuerersparnis zu erzielen.
Betriebswirtschaftliche Fragen
Hat der Steuerberater zum Beispiel den Auftrag, die Unternehmensdaten wirtschaftlich zu analysieren, bekommt der Mandant regelmäßige Auswertungen, die sogenannte betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA).
Studiere dazu die Unterlagen zur betriebswirtschaftlichen Auswertung. Packe sie auf keinen Fall einfach zur Seite und lass sie auch nicht einfach in einem Ordner verschwinden. Lies die BWA, die dein Berater entweder monatlich oder quartalsweise für dich erstellt. Scheue dich nicht, bei der Steuerberatung nachzufragen, wenn du etwas nicht verstehst. Der Aufwand lohnt sich und schließlich ist es der Job eines Steuerberaters, dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Nur so rechnen sich am Ende des Tages die Kosten für deine Steuererklärung.
Controlling und Buchhaltung vom Steuerberater
Du kannst das komplette Rechnungswesen und die Buchhaltung dem Steuerberater überlassen. Dabei verbucht der Steuerberater jede Rechnung. Er übernimmt die alleinige Verantwortung für die Buchhaltung und das Controlling. Eine Prüfung durch die Steuerberatung kann allerdings hohe Kosten verursachen. Daher ergibt es Sinn, nachzurechnen, ob sich die Einstellung einer Buchhaltungskraft, die diese Aufgaben in Zusammenarbeit mit dem Steuerberater erledigt, im Unternehmen lohnt.
Der Vorteil bei der Einstellung einer Buchhaltungskraft liegt auf der Hand: Du sparst dir den Stundensatz für den Steuerberater und bist nicht von ihm abhängig, sondern kannst jederzeit zu einem anderen Fachmann wechseln.
Was macht ein Steuerberater bei der Wirtschaftsprüfung?
Wenn dein Unternehmen sehr schnell wächst und du nicht mehr nur einen Steuerberater für Aufgaben wie die Erstellung und Testierung der Jahresabschlüsse benötigst, sondern auch einen Wirtschaftsprüfer, solltest du gleich eine Beratungskanzlei suchen, die auch Wirtschaftsprüfung anbietet.
Info
Was macht ein Steuerfachangestellter?
Neben der Frage, was ein Steuerberater macht, ist häufig nicht klar, wofür Steuerfachangestellte zuständig sind. Auch hier sind sie auf viele Bereiche verteilt. Ein Steuerfachangestellter unterstützt unter anderem den Steuerberater bei der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung von Mandanten. Außerdem erteilt er Auskünfte, kommuniziert mit dem Finanzamt oder Sozialversicherungsträgern und überwacht Termine sowie Fristen.
Brauche ich einen Steuerberater?
Eine falsche Entscheidung bei Themen wie der Umsatzsteuer oder der Kleinunternehmerregelung kann schnell teuer werden. Deshalb stellt sich die Frage „Brauche ich (als Kleinunternehmer) einen Steuerberater?“ in der Gründungsphase stellt sich die Frage eigentlich gar nicht. Denn du benötigst in jedem Fall jemanden mit Expertise: einen Steuerberater für Kleinunternehmer.
Besonders für Selbstständige und Gründer, die oft mit einem begrenzten Budget arbeiten und viele finanzielle Risiken im Blick behalten müssen, kann die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater sehr hilfreich sein. Die Selbstständigkeit verläuft in verschiedenen Etappen. Gerade in der Gründungsphase ist es sinnvoll, eine professionelle Unterstützung durch den Steuerberater an deiner Seite zu haben.
Ein erfahrener Steuerberater hilft dir bei der Wahl der richtigen Rechtsform, der Verhandlung mit Banken und der Beantragung von Fördermitteln. Außerdem hast du auf diese Weise stets alle Fristen und Abgaben im Blick, denn nicht alles lässt sich online nachschlagen.
Die passende Steuerberatung
suchen und finden
Die passende Steuerberatung suchen und finden
Du willst sichergehen, dass das, was ein Steuerberater macht, zu dir passt? Dann spielen nicht nur die Steuerberater-Kosten bei der Auswahl eines geeigneten Beratungsbüros eine Rolle. Wenn du einen Fachmann mit der Betreuung deines Unternehmens beauftragst, beobachtest du sehr genau, wie er sich verhält. Folgende Anhaltspunkte sprechen für eine gute Beratung:
- Der Steuerberater nimmt sich Zeit für seinen Mandanten. Präsentiert dir dein Berater den ermittelten Gewinn, ohne auch nur eine Frage gestellt zu haben, wurde dieser allein aus deiner Buchhaltung beziehungsweise aus den ihm vorgelegten Belegen errechnet. Deine individuellen Bedürfnisse oder Wahlrechte können hier nicht ausreichend einbezogen worden sein. Ein guter Steuerberater hakt nach und nimmt seine Aufgaben ernst.
- Der Steuerberater spricht kein Fachchinesisch. Im Idealfall versucht dein Steuerberater nicht, mit unverständlichen Fachbegriffen zu punkten. Stattdessen erhältst du eine genaue Erklärung darüber, worum es sich bei einzelnen Fragestellungen und Wahlrechten handelt.
- Der Steuerberater informiert dich, ohne Kosten dafür anzuschlagen. Wenn du gut aufgehoben bist, informiert dich der Steuerberater mindestens einmal im Monat über die aktuelle Rechtsprechung, neue Steuertrends oder Verwaltungsanweisungen. Dies macht er entweder durch das Internet-Portal oder ein Mandantenschreiben.
- Der Steuerberater kommt auf dich zu. Zu den Aufgaben eines Steuerberaters gehört es auch, aktiv mit dir zusammenzuarbeiten. Ein guter Steuerberater wartet nicht, bis du Rat suchst, sondern informiert dich, wenn sich steuerliche Änderungen oder steuerliche Möglichkeiten für dein Unternehmen ergeben.
- Nicht jede Minute wird abgerechnet. Im Leben gibt es zwar nichts geschenkt, doch ein Steuerberater, der für jedes kurze Telefonat ein Honorar abrechnet und sich ansonsten wenig engagiert, ist wohl eher an einem möglichst hohen Verdienst als an deinem steuerlichen Wohlergehen interessiert. Gerade für eine Erstberatung und ein erstes Kennenlernen sollte kein Honorar anfallen. Die Kosten für die Steuererklärung beim Steuerberater und alles, was dazu gehört, kommen erst im Nachgang zum Tragen.
- Der Steuerberater stellt keine überzogenen Rechnungen. Sollst du auf einmal einen deutlich höheren Steuerberater-Stundensatz für gleichbleibende Leistungen bezahlen oder sollte der Berater ein sehr hohes Honorar für die Umsetzung gesetzlicher Neuerungen abrechnen (zum Beispiel wegen Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die wegen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes notwendig sind), solltest du bei einer anderen Steuerberatung ein Vergleichsangebot einholen.
- Die Chemie muss stimmen. Unabhängig davon, was ein Steuerberater macht und wie gut er arbeitet: Wenn er dir unsympathisch ist, kann er dich nicht optimal beraten. In diesem Fall sind offene und konstruktive Gespräche so gut wie ausgeschlossen.
Was macht ein Steuerberater
für Unternehmen?
Trotz der hohen Kosten, kann es sinnvoll sein, einen Steuerberater für gewisse Aufgaben zu beschäftigen. Sogar dann, wenn du deinen Gewinn nach der einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ermittelst oder einen Buchhalter beschäftigst, der Buchungen und Bilanzerstellung bestens im Griff hat: Spätestens mit Blick auf das Finanzamt bringt ein Steuerberater dich weiter.
1. Angaben wirken glaubwürdiger
Wenn auf der Steuererklärung vermerkt ist, dass ein Steuerberater mitgewirkt hat, kannst du mit weniger Rückfragen vom Finanzamt rechnen. Deine Angaben wirken glaubwürdiger.
2. Automatische Fristverlängerung
Wenn ein Steuerberater seine Aufgaben erledigt und die Ermittlung deines Gewinns sowie das Ausfüllen deiner Steuererklärung übernommen hat, verlängert sich die Einreichfrist beim Finanzamt automatisch vom 31. Juli des Folgejahrs auf das übernächste Jahr (Steuererklärungen 2025: Abgabe bis 1.3.2027). Du musst dem Finanzamt allerdings die Vertretung durch den Steuerberater schriftlich mitteilen. So vermeidest du eine Mahnung und schlimmstenfalls eine Schätzung der Besteuerungsunterlagen. Durch die automatische Fristverlängerung erfolgt die Steuererklärung deutlich stressfreier.
3. Weniger Änderungen ohne Nachfragen
Häufig ändern die Sachbearbeiter der Finanzämter die Angaben in der Steuererklärung einfach ab und begründen das Lapidar im Kleingedruckten zum Steuerbescheid (zum Beispiel die Kürzung der Betriebsausgaben). Dies kommt kaum vor, wenn dich ein Steuerberater berät, der weiß, was er macht.
4. Geringere Steuernachzahlung bei Prüfungen
Die Angaben der Steuerberatung werden seltener infrage gestellt als die Angaben eines Unternehmers, der seine steuerlichen Angelegenheiten selbst regelt und ohne Steuerberater arbeitet. Daher besteht ein geringeres Steuernachzahlungsrisiko bei Betriebs-, Lohn- oder Umsatzsteuerprüfungen.
Die umfangreiche Unterstützung
Ein guter Steuerberater unterstützt dich auch bei Themen wie Altersvorsorge, Rücklagenbildung, Prüfung von Steuerbescheiden, Investitionen oder der Planung von Mitarbeitern. Kurz gesagt: Immer dann, wenn du wächst, sicher entscheidest oder Risiken vermeiden möchtest, ist eine Steuerberatung die richtige Wahl.
Die Haftung des Steuerberaters
Die Frage, wer haftet, wenn ein Steuerberater einen Fehler macht, ist durchaus relevant. Entsteht ein Fehler, haftet der Steuerberater grundsätzlich für die Schäden, die durch die falsche Beratung oder mangelnde Aktualität bei rechtlichen Änderungen entstehen. Das kann beispielsweise entgangene steuerliche Vorteile betreffen oder finanzielle Verluste, wenn er seinen Mandanten nicht ausreichend über Gesetzesänderungen informiert.
Ein Steuerberater ist verantwortlich für die korrekte Buchführung, die richtige steuerliche Gestaltung und die Einhaltung von Fristen. Er ist außerdem verpflichtet, regelmäßig über Änderungen der Rechtsprechung zu informieren. Somit hat der Steuerberater gewisse Pflichten gegenüber den Mandanten, die einzuhalten sind. Werden diese missachtet, kann er durchaus für die daraus resultierenden Schäden haftbar gemacht werden.
Auch wenn der Steuerberater die Rechtsauffassung einer neuen Regelung für falsch hält, muss er seine Mandanten entsprechend beraten. Laut dem Bundesgerichtshof sollte er stets auf mögliche Risiken hinweisen, falls er die entsprechende Rechtslage kennt oder absehen kann, dass sich Änderungen negativ auswirken. Dies gilt selbst dann, wenn diese nicht direkt mit dem Beratungsauftrag in Bezug stehen.
Es gilt: Mandanten haften für die Fehler ihres Steuerberaters, können aber Schadenersatz fordern, wenn sich nachweisen lässt, dass dieser fahrlässig oder unzureichend beraten hat. In diesem Fall kommt es zur Steuerberaterhaftung.
Beispiel für einen Haftungsfall des Steuerberaters:
Wird eine falsche Lohnabrechnung durch den Steuerberater erstellt, kann dies ernste Folgen für das Unternehmen und die betroffenen Mitarbeiter haben. Dazu zählen finanzielle Aufwände für das Unternehmen und die Mitarbeiter, sowie nachträgliche Korrekturen mit Arbeitsaufwand. Hierbei handelt es sich um einen Haftungsfall, für den der Steuerberater unter bestimmten Umständen zur Verantwortung gezogen werden kann.
Info
Was passiert, wenn ein Steuerberater einen Fehler macht?
Wenn du deine steuerlichen Aufgaben an einen Steuerberater abgibst, bedeutet es nicht, dass du von der Verantwortung befreit bist. Letztendlich hast du deine Steuererklärung unterschrieben. Wenn also Fehler wie Falschbuchungen passieren oder Unterlagen nicht vollständig beim Finanzamt eingereicht werden, haftest du als steuerpflichtiger Unternehmer.
In einigen Fällen haftet allerdings der Steuerberater:
- Verletzung der Beratungspflicht
- Unzureichende Ermittlung des Sachverhalts
- Fehlbuchungen
- Missachtung von Vorschriften
- Fristversäumnis
- Fehler bei Wiedereinsetzungsanträgen
- Unterlassene Anträge auf verbindliche Auskunft
Verzeichnis für Steuerberater
Die Bundeskammer für Steuerberater (BStBK) führt ein elektronisches Gesamtverzeichnis aller in Deutschland tätigen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Das Verzeichnis der Steuerberater ist für alle kostenlos zugänglich. Damit erleichterst du dir die Suche und findest einen Steuerberater in deiner Nähe.
Was macht eine Steuerkanzlei? Die Alternative zu hohen Steuerberater-Preisen
Alternativ zum firmeninternen Buchhalter kannst du dich für deine steuerlichen Aufgaben auch an eine Steuerberatungskanzlei oder ein Steuerbüro wenden. Diese bestehen meist aus Experten mit einer guten Ausbildung, jahrelanger Berufserfahrung und verschiedenen Spezialisierungen. Dadurch ist für jeden Bereich eine Person mit entsprechender Expertise dabei, die dir Steuertipps geben kann.
Tipp
Programm für Steuerberater und Steuerberatungskanzleien
Du bist selbst als Steuerberater tätig und nun auf der Suche nach einem passenden Programm, um sowohl deine Kollegen aus der Steuerberatungsgesellschaft oder der Steuerberatungskanzlei als auch alle vorhandenen Mandanten zusammenzuführen? Unser Programm erleichtert dir deine Aufgaben und hilft dabei, alle Informationen an einem zentralen Ort zu speichern.
Online-Steuerberatung
Die Online-Beratung ist auf dem Vormarsch, kann aber niemals das direkte Gespräch mit der Steuerberatung ersetzen. Die Mischung macht's. Mach einfach einen Online-Termin aus und entscheide danach, mit welcher Form der Beratung du besser zurechtkommst.
Wenn du deine Belege selbst erfasst und Tools wie Lexware Office nutzt, kann dein Steuerprofi direkt auf deine Daten zugreifen und dich flexibel unterstützen. Das spart nicht nur Zeit, sondern macht die Zusammenarbeit zudem effizient und stressfrei.
E-Bilanz erstellen und digitale Buchführung
Es gibt verschiedene Aufgaben, die ein Steuerberater online bearbeiten kann. Buchst du im Betrieb selbst, kannst du deinem Steuerberater die elektronischen Buchhaltungsdaten am Ende des Geschäftsjahrs elektronisch übermitteln. Er erstellt nach Überprüfung dieser Daten die E-Bilanz, die zusammen mit der Steuererklärung an das Finanzamt übermittelt werden muss. Frage auch hier deinen Steuerberater, welche Gebühren für die Steuererklärung oder den Jahresabschluss (zum Beispiel einer GmbH) auf dich zukommen.
Vorbereitung auf Betriebsprüfung
Meldet sich ein Prüfer des Finanzamts zu einer Betriebsprüfung an, wissen erfahrene Steuerberater sofort, wo genau der Prüfer hinschauen wird. Im Vorfeld sollten die Buchhaltungsunterlagen aufbereitet und ein Konzept für das Verhalten während der Prüfung mit dem Berater abgesprochen werden. Dich optimal auf eine Betriebsprüfung vorzubereiten, ist eine wichtige Aufgabe für jeden Steuerberater.
Betriebswirtschaftliche Auswertungen
Steuerberater-Kosten rechnen sich, weil die meisten Berater echte Allrounder sind. Ein Steuerberater ist nicht nur steuerlich versiert, sondern kann bei Beauftragung auch betriebswirtschaftliche Auswertungen für dich durchführen. Der Vorteil: Die Steuerberatung kann die analysierten Sachverhalte auch noch steuerlich einordnen und dir gezielte Hilfestellungen im Unternehmen geben.
Zusammenarbeit mit einem Steuerberater
Zusammenarbeit mit einem Steuerberater
Unabhängig davon, was ein Steuerberater alles macht: Er sollte niemals komplett alleinverantwortlich für die steuerlichen Angelegenheiten im Unternehmen sein. Bestenfalls hast du in der Buchhaltung Mitarbeitende, die sich mit dem Fachberater austauschen und effektiv mit ihm zusammenarbeiten. Gerade bei der laufenden Buchhaltung mit dem Steuerberater profitieren Unternehmen von klaren Abläufen und einer engen Abstimmung.
Gib dem Steuerberater die Aufgabe, die komplette steuerliche Beratung und Kompetenz zu übernehmen, wird es schwierig, die Steuerberatung im Falle hoher Kosten oder schlechter Leistungen zu wechseln.
Vorteile der Zusammenarbeit
Zusätzlich zu den bereits geschilderten Vorteilen bei der Beauftragung einer Steuerberatung führt die Zusammenarbeit mit Beratern vor allem dazu, dass du dich auf deine unternehmerischen Qualitäten konzentrieren kannst und auch darauf, dein Unternehmen weiterzuentwickeln. Warum sich zeitaufwändig in das lästige Feld des Steuerrechts einarbeiten, wenn das, was ein Steuerberater macht, dir weiterhilft. Deine Fähigkeiten werden an anderer Stelle mehr gefragt.
Buchhaltung vom Steuerberater oder selbst machen?
Natürlich kannst du deine Buchhaltung selbst machen, um die Steuerberater-Kosten, die pro Stunde, Woche oder Monat anfallen, zu sparen. Doch ein Miteinander spart in der Praxis oftmals viele Nerven, viel Zeit und bringt dir rechtliche Sicherheit.
Die Bedienung einer Buchhaltungssoftware ist reine Übungssache. Da sich die meisten Belege wie Kundenrechnungen, Eingangsrechnungen, Abbuchungen oder Tankquittungen schnell häufen, hast du genug Gelegenheit zum Üben. Schon nach einem Monat wird es leichter und spätestens nach ein paar Monaten hast du die Sache fest im Griff. Mit Lexware Office kannst du deinem Steuerberater freien Zugang zu deinen Daten gewähren. So kann er deine Eingaben kontrollieren und hat alles stets im Blick - die besten Voraussetzungen für eine effektive Zusammenarbeit.
Software und Steuerberater im Vergleich
Ganz klar: Was ein Steuerberater macht, unterscheidet sich nicht von den Funktionen eines Buchhaltungsprogramms. Kein Steuerberater erledigt nämlich heute noch Aufgaben wie die Erstellung einer Bilanz oder einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung ohne Software. Die Frage ist: Machst du die Buchhaltung selbst oder lässt du alles von Experten erledigen? Wenn du die Steuererklärung machen lässt, kommen Kosten auf dich zu.
Um die Frage, was in deiner Lage sinnvoller ist, sicher zu beantworten, musst du zunächst einmal wissen, was bei der Buchhaltung in einem Kleinunternehmen zu tun ist.
Zunächst müssen die Belege nach bestimmten Vorgaben sortiert und abgeheftet werden. Anschließend wird jeder einzelne Beleg nach bestimmten Eingaberegeln in der Buchhaltungssoftware erfasst. Erst dann hat der Steuerberater einen Überblick über deine aktuellen Zahlen. Diese bilden die Grundlage für seine Arbeit.
Software: Die Rolle der Steuerberatung
Es gibt Pflichten, die zu erfüllen sind, etwa die Umsatzsteuer-Voranmeldung im Laufe des Jahres oder die Gewinnermittlung bzw. der Jahresabschluss am Jahresende. Dein Steuerberater kann dir bei diesen Aufgaben helfen.
Dafür gibt allerdings auch die sogenannte Kür, also die Beratung durch den Steuerberater. Anhand deiner Zahlen kann dieser kreativ werden, dir bereits im laufenden Jahr Tipps geben, Fragen beantworten und mit dir eine strategische Vorgehensweise erarbeiten, mit dem Ziel, auf legalem Wege möglichst wenig Steuern zu zahlen.
Dieses Gesamtpaket aus Pflicht und Kür kostet in der Regel viel Geld. Viele Unternehmer, die mit dem Steuerberater verhandeln, kaufen anschließend nur die Pflichterfüllung und verzichten auf die Beratung. Schade eigentlich, denn im Grunde ist der umgekehrte Weg meist der bessere – trotz der Steuerberater-Kosten.
Beispiel für die Rolle der Steuerberatung
Stell dir vor, du beauftragst eine Webagentur, um dir einen Internetshop einzurichten. Die Stärke des Programmierers oder der Webdesignerin ist es, den Shop einfach und übersichtlich zu gestalten. Doch wer soll die Produkte einpflegen? Der Programmierer oder die Webdesignerin? Wäre es nicht viel einfacher, wenn du das selbst machst? Du hast den Überblick, kennst deine Produkte, deren Preise und erkennst sofort, was wohin passt. Du kannst dir sicher vorstellen, wie viele Fragen der Programmierer oder die Webdesignerin stellen wird, bis alle Produkte eingepflegt sind. Von den Kosten mal ganz abgesehen.
Genauso ist es in der Buchführung mit der Sortierung und der Erfassung deiner Belege. Es sind deine Belege aus deinem Unternehmen und keiner kennt diese so gut wie du selbst. Die Mitarbeitenden des Steuerbüros müssen immer wieder nachfragen. Ist die Rechnung tatsächlich noch offen oder wurde sie bereits bar bezahlt? Handelt es sich bei dem Einkauf um Material zur Verarbeitung oder um eine Ware zum Verkauf? Ist die Versicherung für das Unternehmen oder für private Zwecke vorgesehen?
Zusammenfassung
Steuerberaterprüfungs-Kosten reduzieren: So lohnt sich die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater
Lass dir von deinem Steuerberater zeigen, wie die Belege zu sortieren sind und informiere dich, wie eine Buchführungssoftware funktioniert. Sobald du deine ersten Belege erfasst hast, kannst du die Daten an den Steuerberater übermitteln. Dieser kann deine Eingaben kontrollieren und dir Feedback geben. Sind alle Eingaben korrekt, kannst du selbst mit der Software die Umsatzsteuer-Voranmeldung an das Finanzamt übermitteln.
Wenn du deinem Steuerberater weiterhin regelmäßig deine Zahlen übermittelst, bleibt er am Ball und kann dich rechtzeitig beraten, fundiert auf deine Fragen antworten oder dich auf Optimierungsmöglichkeiten hinweisen. Dann nutzt du das Fachwissen effizient aus und sparst Geld für Buchhaltungsaufgaben, die du mit der passenden Software problemlos auch selbst erledigen kannst.
Am Jahresende kannst du dem Steuerberater die Aufgabe erteilen, aus deinen Buchführungsdaten den Jahresabschluss und die Steuererklärungen zu erstellen. So bleibst du auch rechtlich auf der sicheren Seite.
Weitere Aufgaben des Steuerberaters: Steuerberatungskosten und Einkünfte
Ein Steuerberater kann auch die Einkommenssteuererklärung für dich übernehmen. Die Kosten für eine Einkommensteuerverordnung sind zwar in der Steuerberatervergütungsverordnung festgelegt, für Berater bleibt allerdings ein großer Ermessensspielraum, um ihre Honorare festzulegen. Die Verordnung dient eher als eine Art Rahmen.
Grob überschlagen betragen zum Beispiel die Kosten für eine Steuererklärung bei Einkünften von 30.000 Euro im Schnitt zwischen 170 Euro und 1.160 Euro. Entsprechend groß können die Unterschiede von Berater zu Berater also sein.
Berechnungs-Beispiel:
Bei einer einfachen Steuererklärung kannst du grob den Faktor 1/10 auf die Grundgebühr anwenden. Falls sich ein sehr hoher Arbeitsaufwand ergibt, steigert sich der Faktor ggf. auf 6/10.
Bei einem Gegenstandswert von 30.000 Euro beträgt die volle Gebühr seit dem 1. Juli 2025 946 Euro. Daraus ergibt sich ein Gebührenrahmen von 94,60 Euro bis 567,60 Euro; die Mittelgebühr liegt bei 331,10 Euro. Hinzu kommen gegebenenfalls Auslagen und Umsatzsteuer.
Neben der Einkommenssteuererklärung ist eine Aufgabe des Steuerberaters auch, die Ermittlung der Einkünfte vorzunehmen. Er unterscheidet dabei, ob deine Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit stammen oder du hauptsächlich von nicht selbstständiger Arbeit lebst.
Einkünfte durch Kapitalvermögen oder Vermietung werden ebenfalls eingerechnet.
Auch in diesem Fall dient die Steuerberatervergütungsordnung als Grundlage.
Um keine böse Überraschung zu erleben, wenn die Steuerberater-Kosten beglichen werden müssen, sollte im Vorfeld für jede einzelne Leistung geklärt werden, wie hoch das Honorar sein wird. Meistens gibt es eine Gebührentabelle, die genau aufschlüsselt, welche Dienstleistung welche Gebühren verursacht. Wichtig ist auch, dass der Stundensatz für das, was ein Steuerberater macht, nicht gering ist und Kosten für jede Auskunft anfallen. Sinnvoll ist zu Anfang ein Gebührenrechner oder ein Blick in die bereits erwähnte Steuerberatervergütungsordnung.