Zusammenfassung
Das Wichtigste über Recruiting
- Mit Recruiting wird der gesamte Prozess der Personalbeschaffung in Unternehmen beschrieben.
- Ziel des Recruitings ist es die passenden Mitarbeiter für offene Stellen zu finden.
- In Zeiten der Digitalisierung, in der soziale Medien eine große Rolle spielen, bekommen E-Recruiting und Social Media Recruiting eine immer größere Bedeutung.
- Um die Personalbeschaffung so effizient wie möglich zu gestalten und die Kosten so gering wie möglich zu halten, ist es für Unternehmen hilfreich einen ganzheitlichen Recruiting-Prozess zu etablieren.
- Der Recruiting-Prozess umfasst dabei verschiedene Maßnahmen zu internen und externen Personalbeschaffung.
- Es kann ebenso von Vorteil sein, das gesamte Team in den Recruiting-Prozess miteinzubeziehen.
Definition
Was ist Recruiting?
Recruiting, auch als Recruitment bezeichnet, beschreibt den gesamten Prozess der Personalbeschaffung für Unternehmen. Zusammenfügen, was zusammengehört – das wäre ein mögliches Motto. Denn es geht um nichts weniger, als Stellen mit den dafür besten Mitarbeitern zu besetzen. Damit das funktioniert, verfolgen Unternehmen verschiedene Ansätze. Dabei spielen unter anderem folgende Faktoren eines Betriebs eine Rolle:
- Größe
- Branche
- Ausrichtung
Daraus leitet sich ab, wo du die passende Zielgruppe für unterschiedliche Stellen findest. Dementsprechend nutzen Arbeitgeber Mittel wie modernes E-Recruiting, z. B. Social Media Recruiting.
Warum Recruiting wichtig ist
Mit einem gezielten Recruiting-Prozess bist du in der Lage, qualifizierte Talente für dein Unternehmen zu sichern. Ein unverzichtbarer Faktor auf einem hart umkämpften Arbeitsmarkt. Dessen Veränderungen sind auf vielen Ebenen spürbar:
- Digitalisierung
- Technologie
- Demografie
- Globalisierung
Hinzu kommt ein verstärkter Wunsch von Bewerbern nach Möglichkeiten für einen Arbeitsplatz im Homeoffice. Die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben verschwimmen zunehmend. Neben der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt um die besten Talente fließen deren Ansprüche mit in die Anforderungen der Personalbeschaffung ein. Das veränderte „Machtverhältnis“ zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer prägt das Recruiting.
Beim Recruitment geht es allerdings noch um sehr viel mehr, als Lücken in der Personaldecke mit neuen Talenten zu schließen. Es bildet einen Teil des erfolgreichen Personalmanagements. Dazu gehört auch das Employer Branding. Gemeint sind damit alle Maßnahmen, mit denen sich dein Unternehmen als Arbeitgebermarke definiert und präsentiert. Das ist nicht nur für dein Recruiting elementar. Sondern auch für die Mitarbeiterbindung. Andernfalls sinken Motivation und Produktivität. Eine erhöhte Fluktuation zählt zwangsweise zu den Folgen.
Langfristig ebenso qualifiziertes wie motiviertes Personal für dein Unternehmen zu gewinnen, erfordert mehrere Elemente. Dazu gehören beispielsweise:
- ein hochwertiges Fort- und Weiterbildungsangebot
- ansprechende und transparente Vergütungssysteme
- ein effizientes betriebliches Gesundheitsmanagement
Hinzu kommen Maßnahmen, mit denen du Bewerber und potenzielle Nachwuchskräfte ansprichst. Womit wir wieder beim Stichwort Recruiting wären. Mit Recruiting hängen also diverse Bereiche, Maßnahmen und Prozesse einer Firma zusammen. Das macht es für dein Unternehmen so wichtig.
Der Recruiting-Prozess

Recruiting beginnt bereits damit, eine bestimmte Stelle in einem Unternehmen zu planen. Denn für den weiteren Prozess braucht es ein klares Anforderungsprofil.
- Aus dem Anforderungsprofil generierst du eine passende Stellenanzeige, die du – je nach Zielgruppe – passend platzierst.
- Gehen erste Bewerbungen ein, gilt es, eine Auswahl zu treffen und Bewerber anhand der festgelegten Auswahlkriterien zu filtern.
- Dann folgen das konkrete Jobangebot und die Einstellung des neuen Mitarbeiters. Dieser Punkt schließt das Recruiting jedoch noch nicht ab.
- Denn nun folgt das Onboarding, die Integration der neuen Mitarbeiter in das bestehende Unternehmen.
Der Onboarding-Prozess setzt bereits vor Arbeitsbeginn ein, beispielsweise durch Maßnahmen wie das Informieren des Personals sowie Informationen, die du dem neuen Mitarbeiter vorab zukommen lässt. Das Onboarding erstreckt sich üblicherweise bis zum Ende der Probezeit. Wie lange der Prozess individuell dauert, hängt allerdings davon ab, wie komplex die von dir angebotene Stelle ausfällt. Denke beim Onboarding daran, dass es nicht nur für neues, sondern auch bestehendes Personal wichtig ist. Dieses hilft schließlich bei der Einarbeitung und muss entsprechend planen.
Recruiting: Diese Maßnahmen gibt es
Grundsätzlich lässt sich die Personalbeschaffung in zwei Kategorien einteilen – internes und externes Recruiting. Um interne Maßnahmen zu ermöglichen, braucht es erfolgreiches Personalmarketing. Das bedeutet, es liegt an dir, qualifiziertes Personal auszubilden und zu fördern. Damit schaffst du zum einen die Voraussetzungen, dass Mitarbeitende in deinem Unternehmen bleiben wollen. Zum anderen, dass du Angestellte an den erforderlichen Stellen im Betrieb platzierst.
So funktioniert internes Recruiting
Für das interne Recruiting stehen dir verschiedene Mittel zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:
- Aktive Gespräche: So kannst du Interessierte für Stellen aufspüren oder Empfehlungen erhalten.
- Innerbetriebliche Stellenausschreibungen: Dies gestaltet sich je nachdem, wie deine interne Vernetzung aussieht. Das Intranet wäre ein Beispiel dafür.
So funktioniert externes Recruiting
Möchtest du außerhalb deines Unternehmens nach Angestellten suchen, betreibst du passives und aktives externes Recruiting.
Passive Personalbeschaffung funktioniert beispielsweise bereits durch erfolgreiches Employer Branding. Denn, wenn du dein Unternehmen als attraktive Arbeitgebermarke präsentierst, ziehst du automatisch Bewerber an. Wichtig ist es, zeitig einen effizienten Talent-Pool aufzubauen, beispielsweise mithilfe eingehender Initiativbewerbungen. Damit findest du nicht nur bei Bedarf schneller die passende Fachkraft, du bleibst auch offen für interessierte Talente. Schließlich bietest du nicht jederzeit passende Stellen an. Wenn du offen für Initiativbewerbungen bist oder interessante Kandidaten in den Talent-Pool aufnimmst, die es im Zuge der Ausschreibung nicht in die Endrunde geschafft haben, signalisierst du Interesse und kannst ggf. ein Angebot in der Zukunft unterbreiten. Das macht sich langfristig gegenüber einer pauschalen Ablehnung bezahlt.
Um aktiv externes Recruiting zu betreiben, gibt es im Wesentlichen drei Varianten:
- Der Klassiker besteht darin, auf Stellenanzeigen zurückzugreifen. Dank digitaler Kanäle lässt sich eine solche Suche nicht mehr nur über Print-Medien, sondern auch online abwickeln.
- Stichwort online: Social Recruiting liefert dir eine weitere Option. Das umfasst gleichermaßen soziale Netzwerke wie Facebook sowie auch die bekannten Business-Plattformen LinkedIn und Xing.
- Der dritte Weg führt über Veranstaltungen für Recruitment. Hier gibt es zum einen die zu deinem Unternehmen passenden Karrieremessen. Zum anderen kannst du auch selbst Recruiting-Events ausrichten. Diese besitzen nicht nur den Vorteil, dass du darüber direkt neue Talente rekrutieren kannst. Durch die Kontaktaufnahme zu potenziellen Bewerbern unterstützt du dein passives Recruiting und „fütterst“ deinen Talent-Pool. Zudem geben dir diese Events ein wertvolles Instrument für dein Employer Branding an die Hand.
Wer kümmert sich um den Prozess der Personalbeschaffung für dein Unternehmen?

In vielen Unternehmen übernehmen spezialisierte Recruiter die Personalbeschaffung. Die Grenzen dieses Berufes sind allerdings fließend. Denn es existiert (bisher) keine einheitliche Ausbildung in diesem Bereich. Die Stelle als Recruiter steht also theoretisch jeder Person offen, die die individuellen Anforderungen und vom Unternehmen vorgesehenen Aufgaben erfüllt. In dieser Position sind sie nicht zwangsweise Angestellte beim jeweiligen Unternehmen. Auch selbstständige Recruiter tummeln sich auf dem Arbeitsmarkt.
Innerhalb eines Unternehmens bestehen für Recruiter verschiedene Optionen, Recruiting-Prozesse zu gestalten. Das bezieht sich nicht nur auf die bereits beschriebenen Methoden. Es geht auch darum, wen sie in welchem Umfang an dieser Arbeit beteiligen. Recruiter sind schon per se keine Einzelkämpfer. Dafür beziehen sie zu viele Unternehmensbereiche und Personal in ihre Arbeit mit ein.
Allerdings besteht noch die Möglichkeit, einen Schritt weiterzugehen und Recruiting-Prozesse in Form von Team-Recruiting zu gestalten. Hierbei geht es darum, das gesamte Team in den Auswahlprozess für Bewerber einzubeziehen. Sprich auch Teile der Belegschaft, die nicht im Personalwesen arbeiten. So entscheidet eine Gruppe gemeinschaftlich darüber, ob eine Person zum Unternehmen passt oder auch nicht. Bei solchen Team-Prozessen ist ein gut eingespieltes Team elementar. Kommunikations- und Vertrauensbasis müssen stimmen, damit Recruitment auf dieser Ebene funktioniert.
Vorteile von Team-Recruiting
Wenn du bereit bist, etwas Kontrolle abzugeben, kann dir das Team-Recruiting die folgenden Vorteile bieten:
- Das Team weiß, welche Skills gebraucht werden: Auch wenn die meisten Teams nicht aus ausgebildeten Personalern bestehen, weiß die Gruppe selbst am besten, welche Kompetenzen und Eigenschaften ein Kandidat haben sollte.
- Förderung der Wertschätzung: Dass die Angestellten aktiv in die Auswahl einbezogen werden und ihnen kein neuer Kollege von oben aufgezwungen wird, wird vom Team als positive Selbstbestimmung und Wertschätzung empfunden.
- Zeitgewinn für den Chef: Dadurch, dass du den Bewerbungsprozess deinem Team überlässt, bleibt dir als Arbeitgeber mehr Zeit für andere, wichtige Tätigkeiten im Geschäft.
- Schwarmintelligenz ist besser: Eine Gruppe trifft häufig die besseren Entscheidungen als eine Einzelperson.
- Integration durch das ganze Team: Wenn das Team das Auswahlverfahren mitgestalten kann, übernimmt es bei der Integration auch Verantwortung und bemüht sich, die Einarbeitung des neuen Teammitglieds optimal zu gestalten. Ein gutes Onboarding, wie der Einarbeitungsprozess auch genannt wird, macht sich für ein Unternehmen immer bezahlt.
- Längere Verweildauer im Unternehmen: Ein neuer Mitarbeiter, der von seinem Team gut eingearbeitet wird und sich willkommen fühlt, ist zufriedener und damit enger an den neuen Arbeitsplatz gebunden. Eine längere Verweildauer im Unternehmen ist wahrscheinlicher.
Info
Team-Recruiting: Abstufungen der Mitbestimmung
In welchem Maße du als Arbeitgeber das Team in den Auswahlprozess miteinbeziehst, ist dir selbst überlassen. Du kannst dem Team das gesamte Verfahren überlassen, vom Schreiben der Stellenanzeige bis hin zum Führen des Bewerbungsgesprächs und der Entscheidung über die Jobvergabe. Es sind aber auch Abstufungen möglich: Wenn du deinem Team nicht den ganzen Prozess überlassen möchtest, kannst du wesentliche Aufgaben wie das Sichten der Bewerbungsunterlagen oder das Treffen einer Vorauswahl der Kandidaten selbst übernehmen. Dem Team bleibt dann ein Mitspracherecht, ob der neue Kollege am Ende eingestellt wird oder nicht.
Wie viel kostet Recruiting?
Wie sich zeigt, handelt es sich bei Recruiting um einen komplexen Prozess. Daher kommt zurecht die Frage auf, welche Kosten dadurch entstehen. Natürlich lässt sich das nicht pauschal beantworten. Denn die Kosten hängen von der Größe einer Firma und dem Umfang des Aufwands ab. Neben den konkreten Methoden bezieht sich das beispielsweise auch darauf, ob du Recruiting durch internes oder externes Personal vornimmst, und welche Arbeitszeiten dafür anfallen. Ein Teil der Kosten erstreckt sich daher immer auf das bereits bestehende Personal. Dabei spielt es zudem eine Rolle, ob du aktives oder passives Recruitment betreibst. Weitere Mittel fallen durch die Bewerber selbst an. Beispiele hierfür sind Reise- oder Umzugskosten.
Neben dem Arbeitsaufwand bildet der Zeitaufwand einen entscheidenden Faktor. Dabei kommt es darauf an, wie umfangreich du deinen Recruiting-Prozess gestaltest, dir also beispielsweise Zeit für das Onboarding nimmst. Der Zeitfaktor variiert zudem branchenspezifisch. In Bereichen mit größerem Fachkräftemangel nimmt die Suche zwangsweise mehr Zeit in Anspruch.
Letztlich ist es außerdem eine Frage des Budgets, wie viel du für Recruitment ausgibst.
Sicher ist in jedem Fall: Schlecht ausgeführtes Recruiting wird teuer. Scheiterst du beispielsweise beim Onboarding, geht es mit dem Recruiting-Prozess im schlimmsten Fall zurück auf Anfang. Das bündelt Zeit und Ressourcen und verursacht dementsprechend weitere Kosten. Setze also darauf, eine individuelle Recruiting-Strategie beziehungsweise sorgfältige Planung zu erarbeiten. Das ermöglicht es dir, Stellen erfolgreich neu zu besetzen. So lassen sich die Kosten am präzisesten kalkulieren.
Kennzahlen für Arbeits- und Zeitaufwand
Geht es daran, den erfolgten finanziellen Arbeits- und Zeitaufwand im Recruitment zu berechnen, leisten Kennzahlen Hilfestellung. Mithilfe von sogenannten Key Performance Indicators (kurz KPI) lässt sich ermitteln, wie erfolgreich bestimmte Aktivitäten innerhalb eines Unternehmens ablaufen. Das gilt dementsprechend auch für Recruiting. Folgende Kennzahlen für Unternehmen bieten sich zum Beispiel an:
- Anzahl der Angestellten, die die Probezeit bestehen
- Wie viele Mitarbeiter nach einem Jahr noch im Unternehmen arbeiten
- Dauer des Recruiting-Prozesses
Recruiting – Cost-per-Hire (CPH)
Eine wichtige Kennzahl in diesem Bereich ist Cost-per-Hire (CPH). Dieser Wert zeigt an, welche Personal- und Marketingkosten pro Einstellung anfallen. Die Kennzahl berücksichtigt ebenso die internen wie die externen Kosten. Also gleichermaßen den Personalaufwand wie die Kommunikationsmittel, beispielsweise in Form von genutzten Business-Plattformen. Um die Cost-per-Hire zu bestimmen, addierst du die internen und externen Kosten. Die Summe dividierst du anschließend durch die Anzahl der Stellen, die über einen bestimmten Zeitraum besetzt wurden. Ergo: Je mehr Stellen du mithilfe bestimmter Maßnahmen besetzt, desto erfolgreicher das Recruiting und desto geringer die Cost-per-Hire.
Cost-per-Hire (CPH) = Interne Kosten + Externe Kosten - Anzahl der Stellen über einen bestimmten Zeitraum
Recruiting – Time-to-Hire

Eine weitere relevante Kennzahl im Recruitment ist die Time-to-Hire. Hierbei geht es um den Zeitfaktor. Die dafür veranlagte Zeitspanne beginnt damit, dass Personalbedarf entsteht und endet mit der Besetzung einer Stelle. Bis auf das Onboarding fällt also der gesamte Recruiting-Prozess darunter. Die Kosten, die während dieser Zeitspanne entstehen, setzen sich aus dem gesamten eingesetzten Budget zusammen. Dazu gehören externe Maßnahmen wie Stellenanzeigen auf Jobbörsen sowie die internen Kosten, die sich durch die unbesetzte Stelle ergeben. Bei Letzterem kommt es darauf an, welchen Stellenwert die jeweilige Position in deinem Unternehmen einnimmt. Eine unbesetzte Stelle kann dir demnach im wahrsten Sinne des Wortes teuer zu stehen kommen. Das ist beispielsweise bei Führungspositionen der Fall, da die dortige Arbeit mit weiterem Personal und dementsprechend weiteren Leistungen verbunden ist.
Wie spare ich Kosten beim Recruitment?
Kommen wir in puncto Kostensparen noch einmal auf die Arten von Recruiting zurück:
- Ein Aspekt davon besteht im Aufbau eines Talent-Pools. Mit diesem ergibt sich eine gute Möglichkeit, Kosten einzusparen. Greifst du auf diesen zurück, sparst du Aufwand und Zeit und damit bares Geld.
- Der zweite Punkt besteht allgemein darin, dass du deinen Recruiting-Prozess mit Fokus auf die Bewerber optimierst. Das bedeutet, du sorgst dafür, dass der Bewerbungsprozess den Bedürfnissen der von dir anvisierten Zielgruppe entgegenkommt. Dabei lässt du die Anforderungen der Stellenbesetzung nicht außer Acht. Doch es geht darum zu vermeiden, dass Bewerber vorzeitig abspringen. Deshalb gilt: Je effizienter du deine Recruitment-Strategien planst und durchführst, desto niedriger hältst du deine Kosten.
- Zur Optimierung gehört nicht nur, gezielt bestimmte Maßnahmen auszuwählen. Auch bei den Maßnahmen selbst besteht Verbesserungspotenzial. Nehmen wir die Kommunikation, die während des Recruiting-Prozesses anfällt. Welches Unternehmen verfügt schon über die Zeit, beispielsweise ausführlich mit den Bewerbern zu korrespondieren? Um diese und weitere Arbeitsschritte zu erleichtern, empfiehlt sich der Einsatz von Software-Lösungen. Das erscheint im ersten Moment wie ein finanzieller Mehraufwand, spart aber letztlich Kosten ein. Verschiedene Aufgaben mithilfe von Software im besten Fall auf nur wenige Klicks zu reduzieren, macht sich bezahlt.
- Eine weitere Maßnahme der Kosteneinsparung klingt einfach, ist aber komplex. Sorge dafür, dass es gar nicht erst zu freien Stellen kommt. Das erreichst du, indem du dich auf dein bestehendes Personal konzentrierst. Trage mit individuellen Maßnahmen dazu bei, die Zufriedenheit deiner Belegschaft positiv zu beeinflussen. Ein zufriedenes Team bedeutet eine verbesserte Arbeitsatmosphäre und erhöhte Produktivität. Daraus ergibt sich eine geringere Fluktuation und – du ahnst es – geringere Kosten. Diese interne Optimierung deines Betriebs kommt auch einem weiteren Aspekt zugute, dem Employer Branding. Arbeitgeber mit einer starken Marke ziehen Bewerber automatisch an. Somit sparst du Zeit und Geld für aktive Maßnahmen der Personalsuche.
Tipp
Optimierte Stellenanzeigen sparen Geld im Recruiting
Bei den entstehenden Kosten für dein Recruitment kommt es auch darauf an, wo du mit deiner Zielgruppe in Kontakt trittst. Um Stellenanzeigen zu veröffentlichen, stehen dir schließlich diverse Kanäle online und offline zur Verfügung. Hier heißt es, gezielt auszuwählen und einzusetzen. Angesichts der Vielzahl an Jobbörsen eine wichtige Aufgabe. Hierbei effizient zu planen, spart schon per se Kosten. Weiteres Sparpotenzial ergibt sich bei den Stellenanzeigen selbst. Neben dem genannten Einsatz von Software, um diese damit zu verwalten, lassen sie sich gezielt optimieren. Einige Beispiele für entsprechende Maßnahmen sind:
- Anzeigen auf deine Zielgruppe ausrichten
- Ausschreibungen nach SEO optimieren
- Reichweite der Stellenanzeige erhöhen
- Kostenloses Material wie Fotos nutzen
Stellenanzeigen von vornherein zu optimieren und sie richtig zu platzieren, schont dein Budget.

Wenn du E-Recruiting nutzt, lässt sich beispielsweise auch Multiposting einsetzen. Passende Tools ermöglichen es dir, deine Stellenanzeigen parallel auf mehreren Portalen zu veröffentlichen. Und das mit nur einem Klick. Für Multiposting gibt es verschiedene Anlaufstellen, wie beispielsweise spezielle E-Recruiting-Software. Mit Multiposting:
- Erhöhst du deine Reichweite
- Minimierst du deinen Aufwand
- Und sparst dementsprechend Geld
Grund genug, E-Recruiting allgemein noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Warum E-Recruiting?
Wer sich für deine Firma interessiert, wird sich zunächst online informieren. Der Gesamteindruck über dich setzt sich dann zusammen aus der Selbstdarstellung auf deiner Website über die Firmenprofile auf XING und LinkedIn und hört bei deinen Profilen auf Sozialen Netzwerken noch längst nicht auf. Der Begriff E-Recruiting steht für einen digital abgewickelten Prozess der Personalbeschaffung. Damit folgen auch Bewerbungsprozesse den Einflüssen der Digitalisierung. Stellenausschreibung, Verwaltung der Daten von Bewerbern, Kommunikation – das alles findet online statt. E-Recruiting eröffnet eine Vielzahl unterschiedlicher Kanäle, zum Beispiel:
- Karriere- und Jobseiten
- Business-Netzwerke
- Social Media
Wo du aktiv bist, hängt von deiner Zielgruppe ab. Denn letztlich ist der digitale Recruiting-Prozess nichts weniger als eine gezielte Marketing-Strategie. Deshalb gehört es nicht nur dazu, die Arten und Methoden von Recruiting zu kennen. Sondern diese auch gezielt anzuwenden. Berücksichtige die dabei relevanten Aspekte wie Mobile Recruiting. Diese Personalgewinnung via Smartphone ist unverzichtbar, wenn es darum geht, bestimmte Zielgruppen anzusprechen.
Bei alledem erleichterst du es potenziellen Bewerbern, sich über deine Firma zu informieren und mit den passenden Ansprechpartnern in Kontakt zu treten. Zusammen mit einem starken Employer Branding sammelst du damit einige Pluspunkte bei deiner Zielgruppe.
Beim Einsatz von E-Recruiting ist es natürlich entscheidend, dass du passende Fachkräfte mit dem Umgang betraust. So lässt sich dieses Instrument der Personalbeschaffung erfolgreich einsetzen.
Info
Die Vorteile von Social Media Recruiting im Überblick
Social Media liefert dir mehrere Vorteile bei der Suche nach neuen Talenten.
- Du baust dir aktiv dein Image auf und präsentierst dich als attraktive Marke.
- Du erreichst deine Zielgruppe in deren beruflichem sowie privatem Umfeld.
- Deine Reichweite lässt sich durch aktives Netzwerken und der Veröffentlichung von hochwertigem Content deutlich erhöhen.
- Die Anwendung erleichtert den Kontakt zu potenziellen Bewerbern.
- Social-Media-Aktivitäten sind messbare Einheiten. Nutze das, um deine Prozesse zu optimieren.
- Social Media Daten erleichtern es dir, schneller die passenden Mitarbeiter zufinden.
Um diese Vorteile auszuschöpfen, braucht es die passende Strategie für den Einsatz von Social Media. Das ist schon deshalb wichtig, damit du deinen diesbezüglichen Ressourcenaufwand effektiv gestaltest.
Recruiting für verschiedene Unternehmensformen
Recruitment gestaltet sich je nach Betrieb unterschiedlich. Branche und Größe eines Unternehmens spielen eine Rolle dabei, wie du entsprechende Prozesse gestaltest und welches Budget du dafür aufwendest. Besonders für kleinere Unternehmen oder Gründer kommt es dabei natürlich auf eine sorgfältige Kalkulation an. Mitunter fehlt in einer Firma auch (noch) das notwendige Know-how, um Recruiting-Prozesse erfolgreich zu gestalten. Eine Software oder auch das Hinzuziehen externer Fachkräfte können den Recruiting-Prozess unterstützen.
Dein Erfolg mit Recruiting:
- Die Marke „bemerkenswert“ aufbauen – so ziehst du Talente an.
- Vom visuellen Erstkontakt an eine optimale Candidate Experience gestalten.
- Basics wie SEO auf der Website und Social Profile auf dem Laufenden halten.
- Durch Social Media Recruiting an Kandidatenbeziehungen aktiv arbeiten.
- Erfolgreiches Recruiting neuer Kandidaten über ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm be- und entlohnen.
- Events – eigene und andere – für Recruiting und Employer Branding nutzen.
Nutze als kleines Unternehmen die beschriebenen Möglichkeiten, Kosten einzusparen. So gelingt es dir, das vorhandene Budget sinnvoll einzusetzen. Nutze Wege wie Social Media, um deine Prozesse zu vereinfachen. Investiere damit von Anfang an in den Aufbau eines starken Netzwerks. Das kommt dir im späteren Recruitment zugute.