Was ist ein Businessplan?
Der Businessplan ist ein Geschäftsplan, in dem du deine Geschäftsidee detailliert beschreibst. Dieses Dokument beleuchtet sämtliche Hintergrundinformationen sowie Strategien und Maßnahmen rund um die geplanten Dienstleistungen oder Produkte. Das Hauptaugenmerk liegt insbesondere auf den ersten drei Jahren nach Gründung des Unternehmens. In der Regel nutzen Existenzgründer den Businessplan, um deine Gründungsidee auf Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu prüfen; so zum Beispiel mit einer Plan-Bilanz, einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung oder mit einem Cashflow-Plan. Dank dieser Erweiterungen deines Businessplans kannst du sorgfältig vorbereitet Informationen in puncto Finanzierung über dein Unternehmen auch Banken oder Lieferanten mitteilen.
Unsere kostenlose Vorlage des Businessplans stellt eine praktische Hilfe für dich dar. Darin erhältst du Tipps zu relevanten Inhalten, mit denen du deine Geschäftsidee detailliert beschreiben und auf Durchführbarkeit berechnen kannst.
Wann braucht man einen Businessplan?
Tatsächlich gibt es mehrere Szenarien, in denen ein Businessplan-Muster hilfreich ist. Das sind einige davon:
- Einen Kredit bei der Bank beantragen: Bankkredite sind für Unternehmen häufig die einzige Möglichkeit zur Finanzierung. Das gilt nicht nur für die Gründungsphase, sondern auch später, wenn sich die Geschäftsidee etabliert hat. Der Businessplan bietet Banken vor Kreditvergabe Orientierung. Denn so erfahren sie harte Fakten zur Wettbewerbssituation und Kostenstruktur des Unternehmens.
- Business Angels und Investoren überzeugen: Insbesondere innovative Start-ups entscheiden sich oftmals gegen einen Bankkredit. Stattdessen suchen sie nach Kapitalgebern wie Business Angels oder Venture Capital. Das hat den Vorteil, dass sie nur bei nachweislichen Gewinnen Dividenden auszahlen müssen. Gleichzeitig profitieren sie vom Know-how und den Netzwerkkontakten der Investoren. Bist du an dieser Option interessiert, brauchst du ebenfalls einen Businessplan, um die Investoren von der Wirtschaftlichkeit und Vision deiner Idee zu überzeugen. Und manche Fördermittelgeber schauen zudem intensiver auf die „weichen“ Aspekte deines Businessplans, wie auf das Marketing-Konzept, die Zielgruppen-Definition oder die Risikoanalyse.
- Weiterentwicklung des Unternehmens darstellen: Die Vorlage eines Businessplans ist nützlich, wenn du neue Produkte oder Dienstleistungen einführen möchtest. Er hilft dir, eine klare Strategie zu entwickeln und zahlreiche Vorgänge ganzheitlich zu betrachten. Ein Businessplan motiviert dich, verschiedene relevante Aspekte zu berücksichtigen. Schließlich geht es nicht nur um die Attraktivität des Angebots, sondern auch um dessen Realisierbarkeit und Profitabilität. Gleiches gilt bei einer geplanten Neuausrichtung des Unternehmens.
Info
Wie lange dauert es, einen Businessplan zu schreiben?
Wie lange die Erstellung des Businessplans in Anspruch nimmt, ist stark vom Unternehmen und der Geschäftsidee abhängig. Die Dauer kann von einigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten variieren. Je nach Geschäftsmodell nimmt es mehr Zeit in Anspruch, relevante Informationen zur aktuellen Marktsituation und zu den Wettbewerbern zu recherchieren. Für viele Jungunternehmen ist selbst mit einer Businessplan-Vorlage der Finanzplan noch äußerst zeitaufwendig.
Wie erstellt man einen Businessplan?
In der Unternehmenswelt hat sich in den letzten Jahren ein zweigeteilter Businessplan etabliert. Im Textteil des Plans geht es um die Beschreibung der Geschäftsidee und des Teams. Weiter geht es im Zahlenteil mit der Finanzierung, Wirtschaftlichkeit und Liquiditätsplanung der Unternehmung. Im Folgenden findest du eine Übersicht der zentralen Inhalte des Businessplans.
- Deckblatt: Das Deckblatt des Businessplans dient dazu, erste Informationen zum Unternehmen bereitzustellen. Zu den grundsätzlichen Angaben zählen das Logo, die Kontaktdaten und die Anschrift der Gründer sowie das Datum. Darüber hinaus ist ein prägnanter Titel, der die Geschäftsidee treffend beschreibt, empfehlenswert. Daran sollten die Leser der Businessplan-Vorlage die Branche erkennen können.
- Executive Summary: Die Executive Summary ist eine kurze Zusammenfassung deines Businessplans. Wichtig ist, dass du darin alle bedeutsamen Punkte aufzählst und damit das Leserinteresse weckst.
- Geschäftsidee: Formuliere deine Geschäftsidee ausführlich und dennoch kompakt. Die Kapitalgeber müssen verstehen, was der Vorteil deines Angebots ist und welcher Kundennutzen dahintersteckt. Ferner sind Aspekte wie Alleinstellungsmerkmale der Produkte und Dienstleistungen erforderlich.
- Organisation: Kapitalgeber möchten wissen, wie das Unternehmen aufgestellt ist. Dazu gehört die Vorstellung aller Teammitglieder und der jeweiligen Kompetenzen. Weitere wissenswerte Punkte betreffen die Rechtsform, den Standort sowie gegebenenfalls Patente, Markenanmeldungen und Eintragungen wie im Handelsregister.
- Marktanalyse: Möchtest du einen Businessplan erstellen, ist in der Vorlage ebenso die Markt- und Wettbewerbsanalyse von großer Bedeutung. Zunächst stellst du deine Zielgruppe samt demografischen Merkmalen (Buyers Persona) vor. Hier kannst du unter Beweis stellen, dass du deinen Markt verstehst und einen guten Überblick über deine Konkurrenz hast.
- Marketing und Vertrieb: In diesem Absatz gehst du näher auf den Preis, den Vertrieb und die Bewerbung deines Angebots ein. Dabei solltest du im Businessplan zum Beispiel beschreiben, mit welchen Maßnahmen du das Produkt oder die Dienstleistung deinen Kunden nahebringen möchtest.
- Chancen und Risiken: Eine realistische SWOT-Analyse ist ebenfalls Teil eines guten Businessplans. Damit zeigst du, dass du dich mit Chancen und Risiken deiner Unternehmung auseinandergesetzt hast. Diese Analyse hilft dir dabei, mögliche Schwachstellen zu identifizieren und zeitnah darauf reagieren zu können.
- Finanzplanung: Dein Finanzplan ist das Herzstück eines zielorientierten Businessplans und setzt sich im Wesentlichen aus drei Komponenten zusammen:
In der Kapitalbedarfsplanung ermittelst du, wie viel Geld du für die Gründung und Umsetzung deiner Maßnahmen benötigst und woher das Geld kommt.
In der Rentabilitätsplanung vergleichst du deine antizipierten Umsätze mit den damit verbundenen Kosten. Das zeigt, ob sich die Geschäftsidee rechnet.
Schließlich fokussiert sich die Planung der Liquidität auf die Zahlungsfähigkeit deines Unternehmens. Somit stellst du die geplanten Einnahmen den Ausgaben gegenüber.
Tipp
Wie umfangreich sollte der Businessplan sein?
Die meisten Businesspläne sind zwischen 25 und 40 Seiten lang. Eine Regel gibt es nicht. Allerdings solltest du bedenken, dass Leser wie Banken alle relevanten Fakten benötigen, aber auch das Interesse nicht verlieren dürfen. Mehr Tipps dazu, liest du in folgendem Beitrag zum Thema „Businessplan erstellen“.