Warum macht Zielgruppenansprache den Unterschied?
Wenn sich dein Online-Marketing häufig so anfühlt, als würdest du Geld und Mühen mit der großen Schaufel in einen Abgrund aus vertaner Zeit schaufeln, bist du damit nicht alleine. Doch woran liegt das?
- Es liegt nicht an der Qualität deines Angebots oder Produkts, alles ist gut.
- Es liegt nicht daran, dass du Vermarktung nicht lernen kannst, denn du kannst.
- Es liegt nicht daran, dass der Markt bereits übersättigt ist, das ist er nicht.
- Es liegt auch nicht daran, dass niemand dein Produkt oder Angebot benötigt.
Es liegt daran: Um online die Vermarktung von einer speziellen Dienstleistung oder einem Produkt voranzutreiben, musst du deine Zielgruppe kennen und dann die Zielgruppenansprache entsprechend gestalten. Die passende Zielgruppenansprache in Angeboten oder Marketingbeiträgen klingt nämlich ganz anders als der Kaffeeplausch mit einem Arbeitskollegen. Ein Fehler, der häufig vorkommt. Plötzlich nimmt man sein eigenes Vokabular in die Kundenkommunikation auf. Das Ergebnis? Die Zielgruppe fühlt sich nicht angesprochen und kauft dein Angebot nicht, z. B. aus einer Werbeanzeige.
Doch mit der richtigen Zielgruppenansprache bist du nicht nur bei bezahlten Anzeigen effizienter. Jeder mit dem zu deinem Angebot passenden Bedarf wird sich direkt angesprochen fühlen, wenn du erfolgreich auf den Punkt kommst. Wie es dann weitergeht, hängt von vielen Faktoren ab, doch der erste und wichtigste Schritt ist geschafft: wahrgenommen werden als Lösung oder Lösungsanbieter.
8 Tipps zur erfolgreichen Zielgruppenansprache
- Spannender Aufhänger (Hook)
- Probleme und Erwartungen der Zielgruppe
- Zukunftsaussichten der Zielgruppe
- Zahlen und Fakten
- Kundenansprache
- Keine Fachbegriffe
- Sprache der Zielgruppe
- Handlungsaufforderung
1. Ein spannender Aufhänger (Hook), der Aufmerksamkeit erregt
Was an deinem Produkt oder an deinem Dienstleistungsangebot ist so besonders, dass User sich die komplette Landingpage zum Angebot oder den ganzen Social Media Post ansehen wollen? Viele Unternehmer und Selbstständige vertiefen sich in die einzelnen Funktionen ihres Produkts oder listen viele Details ihres Angebots auf. Dabei ist der Aufhänger viel wirksamer, wenn du einfach nur ganz klar den Nutzen herausstellst.
2. Der Standpunkt der Zielgruppe: Probleme oder Erwartungen
Über welches Problem zerbrechen sich deine Kunden den Kopf? Zeige, dass du dich in die Lage deiner Zielgruppe versetzen kannst und dein Angebot diesen Bedarf deckt. Statt pauschal aufzulisten, was an Lösungen machbar ist, könntest du an dieser Stelle mit einem „Use Case“ oder konkreten Beispiel arbeiten, eine Vorher-Nachher-Geschichte erzählen oder eine Kundenreferenz zeigen – das macht dein Produkt oder Angebot greifbarer.
3. Die Zukunftsaussichten dank deines Angebots
Wenn sich jemand für dein Produkt oder deine Dienstleistung entscheidet, wie verändert sich seine Situation konkret zum Positiven – sofort und auch langfristig? Was passiert, wenn du nicht zusammenkommst – worauf verzichten die Menschen, die dein Angebot nicht annehmen wollen? Stell ausführlich dar, was dein Angebot leistet, und jetzt ist auch der Platz für alle Details und Funktionen.
4. Zahlen und Fakten, die dein Angebot stärken
Mit welchen Statistiken, Grafiken, Erfahrungsberichten oder Analysen kannst du belegen, dass dein Angebot sinnvoll ist und dem Bedarf ihrer Zielgruppe entspricht? Erkläre an dieser Stelle deine Beweggründe und gegebenenfalls sogar in groben Zügen die Entstehungsgeschichte deines Produkts oder Angebots: Wann wurde diese Idee geboren und wie hast du überprüft, ob sie markttauglich ist?
Beispiel: Schauen wir uns hierzu den Profil-Slogan „Ich helfe Unternehmern beim Zeitmanagement“ an. Formuliere den Slogan lieber beschreibender, wie „Coach für mehr Effizienz dank Zeitmanagement“. Möchtest du die Zielgruppe hingegen lieber neugierig machen, funktioniert auch „Zeit ist genug da, ich zeige gerne wie“ oder ausgehend vom Kundenproblem „Zeitmanagement kann so einfach sein“.
5. Es geht um deine Kunden
Jede deiner Handlungen sollte auf deine Kunden ausgerichtet sein – sei es der Entwurf einer Werbeanzeige oder der Profil-Slogan. Es geht schließlich nicht um dich oder dein Unternehmen, sondern um deine Kunden.
6. Verwende so wenig Fachbegriffe wie möglich
Schreibe so, dass auch ein Laie deine Texte versteht. Das bedeutet: Streiche unnötige Fachausdrücke, die entweder erklärungsbedürftig sind oder Fortbildungsbereitschaft erfordern. Deine Zielgruppe liest deine Beiträge und Anzeigen nur aufmerksam durch, wenn sie leicht verständlich sind und der Nutzen sofort klar wird.
7. Sprich die Sprache deiner Zielgruppe
Sprichst du eine bestimmte Branche, Nische oder Altersgruppe an? Dann solltest du genau darauf achten, wie deine Zielgruppe spricht. Verwende dieselbe Sprache und du wirst dir einen großen Wettbewerbsvorteil sichern.
8. Handlungsaufforderung oder Call-to-Action
Wenn deine potenzielle Kundschaft alle Informationen gelesen hat, sind zwar alle informiert. Doch wie bringst du sie dazu, jetzt auch zu kaufen oder dich zu kontaktieren statt sich nur die Informationen zu merken und schlimmstenfalls wieder zu vergessen? Nutze gezielte Handlungsaufforderungen wie „Jetzt kaufen“ und biete am besten noch einen Anreiz, das Angebot gleich zu nutzen. Bei Produkten kann das ein Sonderangebot oder ein zeitlich begrenzter Rabatt sein, beim Newsletter-Abo ein Geschenk und bei Dienstleistungen der unkomplizierte Weg zu einem Kennenlerngespräch – zum Beispiel durch die Möglichkeit, in einem Online-Terminkalender den Wunschtermin direkt zu buchen.
Zusammenfassung
Fazit: Lege den Fokus auf deine Zielgruppe und deren Bedürfnisse
Die „Zielgruppe dort abholen, wo sie sich befindet“ klingt abgedroschen, aber die passende Zielgruppenansprache ist das Erfolgsgeheimnis. Statt darüber nachzudenken, was du dir bei der Entwicklung deines Angebots gedacht hast, überlegst du genau, was potenzielle Kunden wollen oder brauchen. Am Ende überzeugen dann nicht harte Fakten und Funktionen, sondern eine auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmte emotionale Darstellung.