Angebot schreiben – so geht's

Angebote schreiben fällt für viele Handwerker, Kleinunternehmer und Freiberufler in die Kategorie „lästiger Bürokram“. Es kostet Zeit – und wenn der Kunde nicht bestellt, war die ganze Arbeit umsonst. Aber: Wenn ein paar grundlegende Dinge beachtet werden, wird nicht nur die Angebotserstellung effizienter, sondern auch die Erfolgsquote. Und mit guter Aussicht auf Gewinn macht auch das Schreiben von Angeboten viel mehr Spaß. Die besten Tipps rund um das Thema „Angebot schreiben“ liest du hier.

Zuletzt aktualisiert am 21.10.2025
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Definition

Was ist ein Angebot?

Ein Angebot ist die Reaktion auf die Nachfrage eines Kunden. Mit ihm bestimmt ein Unternehmen die Bedingungen, die erfüllt werden müssen, damit ein Produkt geliefert oder eine Dienstleistung erbracht wird. Das Angebot legt dabei folgende Bedingungen fest:

  • die Art der Ware oder Dienstleistung
  • die Menge
  • den Preis
  • die Portokosten
  • die Lieferzeit
  • die Zahlungsbedingungen
  • die Frist des Angebots

Wenn du das Angebot schreibst und der Kunde es annimmt, entsteht ein Kaufvertrag, der rechtlich bindend ist. Bei einem normalen Angebot handelt es sich daher in der Regel um ein verbindliches Angebot.

Warum solltest du ein Angebot schreiben?

Ein individuell zugeschnittenes Angebot mit einem verständlichen Einleitungstext kann der Schlüssel sein, um neue Geschäfte anzubahnen oder bestehende Beziehungen zu stärken. Dabei ist es klug, den Aufwand und die Kosten, die in ein solches Angebot fließen, gegen den möglichen Nutzen aufzurechnen. Dabei kann ein durchdachter Einleitungstext Interesse wecken und vermittelt bereits in den ersten Zeilen die wichtigsten Informationen zu deinem Angebot.

Das Angebotsschreiben
Verbindliches Angebot, freibleibendes Angebot oder Kostenvoranschlag? Um ein Angebot schreiben zu können, solltest du zunächst die unterschiedlichen Arten kennen. Wir zeigen, was du wissen solltest. 

Das freibleibende Angebot

Bei einem freibleibenden oder auch unverbindlichen Angebot ist die Bindungswirkung ausgeschlossen. Wenn ein Unternehmer nicht sicher abschätzen kann, ob sich die Kosten des angebotenen Produkts ändern, kann er ein solches unverbindliches Angebot schreiben. Die Angebotskurve veranschaulicht den Zusammenhang zwischen der Menge eines Produkts und dessen Preis – eine wichtige Grundlage für fundierte Kalkulationen. 
Bei einem unverbindlichen Angebot müssen Freizeichnungsklauseln wie „freibleibend“ oder „unverbindlich“ verwendet werden. Eine klare Formulierung der Bedingungen deines Angebots ist entscheidend, damit es später nicht zu Missverständnissen kommt. Eine weitere Wirkung des freibleibenden Angebots ist, dass der Unternehmer in der Regel nicht abgemahnt werden kann. Enthält ein Angebotsschreiben hingegen keine Freizeichnungsklauseln ist es verbindlich. Wenn der Angebotsempfänger dann annimmt, ist der Unternehmer an die angebotenen Rahmenbedingungen gebunden.

Was ist der Unterschied zwischen Angebot und Kostenvoranschlag?

Ein Kostenvoranschlag (KVA) und ein Angebot sind nicht das Gleiche! Ob du für deine Kunden ein Angebot oder einen Kostenvoranschlag schreibst, hängt davon ab, was in deiner Branche üblich ist oder was zuvor mit dem Kunden abgesprochen wurde. Sowohl im Kostenvoranschlag als auch im Angebot ist genau anzugeben, welche Produkte und Dienstleistungen zu welchen Konditionen und Preisen offeriert werden.  Aber bedenke, dass bei der Angebotserstellung die Leistungen und Preise verbindlich sind.

Info

Der wesentliche Unterschied

Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass ein Angebot – sofern die Verbindlichkeit nicht ausgeschlossen wurde– immer rechtlich bindend ist. Und zwar auch dann, wenn im Nachhinein noch Mehraufwendungen entstehen, die davor im Angebot noch nicht aufgegriffen werden. Die Preise können also nicht einseitig im Nachhinein verändert werden.
Wichtig zu wissen ist, dass bei einem Kostenvoranschlag hingegen die anvisierten Kosten für gewöhnlich um 15 bis 20 Prozent überschritten werden können. Außerdem: Während das Angebot kostenlos ist, darf der Kostenvoranschlag in Rechnung gestellt werden. 
Um das Kostenrisiko zu minimieren, können Auftraggeber und Auftragnehmer nach Erteilen des Auftrags eine Festpreisvereinbarung schließen und den Kostenvoranschlag als verbindlich erklären. Dann ist die einzelfallabhängige, oben genannte Abweichung im KVA von 10 bis 20 Prozent durch etwaige Mehraufwände ausgeschlossen. 

Was ist eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots?

Vom normalen Angebot ist die Aufforderung zur Abgabe eines Angebots (auch „invitatio ad offerendum“ genannt) zu unterscheiden, die rechtlich nicht bindend ist. Sie wendet sich nicht gezielt an eine bestimmte Person, sondern an eine Vielzahl von potenziellen Kunden. Beispiele für eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots sind Warenangebote im Supermarkt, auf Internetseiten oder in Werbeprospekten.

Wie schreibe ich ein Angebot? Angebotsplanung und -vorbereitung
Das Ziel, das du beim Schreiben des Angebots nicht aus den Augen verlieren solltest, ist, dass der Kunde dir den Auftrag erteilt. Du musst mit dem Angebot die Frage beantworten, warum er gerade dich beauftragen sollte. Von diesem Ziel solltest du dich bei der Planung und Erstellung des Angebots stets leiten lassen.

Wie schreibe ich ein Angebot? Angebotsplanung und -vorbereitung

Das Ziel, das du beim Schreiben des Angebots nicht aus den Augen verlieren solltest, ist, dass der Kunde dir den Auftrag erteilt. Du musst mit dem Angebot die Frage beantworten, warum er gerade dich beauftragen sollte. Von diesem Ziel solltest du dich bei der Planung und Erstellung des Angebots stets leiten lassen.

Das Kundengespräch

Grundsätzlich gilt: Der Kunde steht im Mittelpunkt, er ist meist Laie und hat Beratungsbedarf. Gerade Handwerker legen häufig zu viel Wert auf die technischen Details eines Angebots – ein Kunde, der diese Details nicht nachvollziehen kann, ist ihnen ein Gräuel. Wie überzeugend dein Angebot ist, hängt oft davon ab, wie gut du deine Kunden verstehst, denn die Praxis zeigt, dass Kunden häufig bereit sind, einen höheren Preis zu akzeptieren, wenn sie sich verstanden und gut beraten fühlen. Je besser dein Angebot inhaltlich verständlich geschrieben ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es angenommen wird. Dabei ist der Preis nicht das einzige Entscheidungskriterium innerhalb des Angebots.

Daher solltest du, bevor du ein Angebot schreibst, immer den persönlichen Kontakt suchen. 
Im Gespräch klärst du folgende Punkte ab:

  • Welches Ergebnis erwartet der Kunde?
  • Wie flexibel ist er in Bezug auf den Weg dorthin?
  • Wie hoch ist seine Zahlungsbereitschaft? Gibt es eventuell Spielraum für günstigere/exklusivere Varianten?
  • Welche Leistung ist ihm besonders wichtig (Bedingung), welche verzichtbar (Wunsch)?
  • Kann der (preissensible) Kunde gegebenenfalls Teilleistungen selbst erledigen (z. B. Abriss- oder Vorarbeiten), die für dich umständlich wären und das Angebot entsprechend verteuern würden?
  • Ist der Kunde liquide? Oder solltest du auf einer Bezahlung nach Arbeitsfortschritt bestehen, um Ärger zu vermeiden?

Bestandteile eines Angebots
Eines gleich vorab: Sorgfalt muss sein. Kein Kunde akzeptiert heutzutage ein Angebot mit offensichtlichen Kalkulationsfehlern, unklaren Artikelbezeichnungen oder gar einem unübersichtlichen Layout. 
Wenn der Kunde das Angebot nicht nachvollziehen kann, sortiert er es aus. Nachfragen wird er selten. Du solltest daher strukturierte, präzise und trotzdem individuelle Angebote schreiben.

Tipp

Sich gut verkaufen: Dank USPs

Der USP, der Unique Selling Point, also das Alleinstellungsmerkmal, das dich von deinen Mitbewerbern abhebt und deine Dienstleistung oder dein Produkt besonders macht, solltest du in deinem Angebotsschreiben stets hervorheben und betonen. Gerade zu Beginn, wo du vermutlich um jeden Kunden und Auftrag froh bist, solltest du dieses also deutlich herausstellen und schon beim Schreiben des Angebots mit aufnehmen. Und zwar so, dass möglichst kein Fachchinesisch verwendet wird, sondern in einer für den Kunden verständlichen Sprache.

Wenn du ein Angebot schreibst, gibt es einiges zu beachten. Folgende Punkte sollte der Kunde auf jeden Fall im Angebotsschreiben finden: 

  • Angebotsempfänger: Name und vollständige Postanschrift (nicht nur Mailadresse!) des anfragenden Unternehmens sowie Name des Angebotsempfängers (z. B. in der Anrede).
  • Angebotsabsender: Firmenname und -adresse (auch Mail- und Webadresse) deines Unternehmens sowie der Ansprechpartner für das Angebot, Steuernummer und Bankverbindung deines Unternehmens, Handelsregisternummer (sofern dein Unternehmen einen Handelsregistereintrag besitzt) – im Grunde all das, was im Briefkopf bzw. in der Signatur des Angebots bereits steht.
  • Angebotsnummer: Nummeriere deine Angebote durch. Das hilft nicht nur bei kundenseitigen Rückfragen zu einem bestimmten Angebot, sondern im gesamten Angebot-Lifecycle (über Lieferschein, Rechnung bis zur Mahnung usw.).  
  • Genaue Beschreibung der Ware bzw. Dienstleistung.
  • Preise: Einzel- und Gesamtpreise mit und ohne Mehrwertsteuer; hier sind auch Preisgültigkeit und Rabatte im Angebot aufzuführen.
  • Detaillierte Aufschlüsselung der Einzelpositionen (z. B. bei Material) mit genauen Preisen und Qualitätsmerkmalen (z. B. Fliesen kalibriert und rektifiziert etc.).
  • Liefer- und andere Zusatzkosten (möglichst getrennt aufführen).
  • Lieferbedingungen.
  • Zahlungsbedingungen und Verweis auf Nachlass, ob du Rabatt gewährst, Skonto etc.
  • Datum der Angebotserstellung: Besonders wichtig, dass du die Angebotsgültigkeit auch als Text verfasst z. B. „Angebot 4 Wochen gültig/Angebot gültig bis“.
  • Verweis auf AGB und Gerichtsstandort.
  • (optional) Kundennummer: Besonders empfehlenswert, wenn du regelmäßig Aufträge derselben Unternehmen bzw. Kunden bekommst.

Welche Formvorschriften sind beim Schreiben deines Angebots zu beachten?

Es gibt keine rechtlichen Anforderungen für eine bestimmte Form, die Angebote haben müssen. Das heißt, du kannst dein Angebot nicht nur per E-Mail, konventioneller Briefpost oder Fax unterbreiten, sondern auch mündlich im direkten Kundengespräch oder telefonisch. Aus Beweisgründen solltest du aber auf mündliche Offerten verzichten

Info

Formlose Angebote bieten wenig Sicherheit

Ein formloses Angebot, sei es eine unkomplizierte E-Mail oder ein mündliches Versprechen, kann zwar rechtlich bindend sein, wenn nichts Gegenteiliges vereinbart wurde. Doch im Falle von Missverständnissen bietet es wenig Sicherheit. Daher ist es ratsam, in solchen Situationen Zeugen dabeizuhaben. Ein spontan ausgesprochenes Angebot verliert seine Gültigkeit, sobald das Gespräch endet, falls es nicht direkt angenommen wird.

Durch ein schriftliches Angebot hingegen legst du alle Bedingungen klar dar und schaffst Vertrauen bei deinen potenziellen Kunden. Ein klar formuliertes, strukturiertes und professionelles Angebot zeigt, dass du dein Handwerk verstehst. Es hilft dir nicht nur, den Wert deiner Leistung oder Produkte klar zu kommunizieren, sondern dient auch als Absicherung bei möglichen Unstimmigkeiten. Ein durchdachtes schriftliches Angebot ist somit eine wertvolle Investition in dauerhafte und gewinnbringende Geschäftsbeziehungen.

Kann ein Angebot nachträglich geändert werden?

Ob Preisaktualisierungen, Verfügbarkeitsanpassungen oder abgeänderte Lieferkonditionen – es gibt durchaus legitime Gründe für eine Angebotskorrektur. Du kannst dein bereits geschriebenes und verschicktes Angebot anpassen, wenn sich Umstände ändern – vorausgesetzt, der Kunde hat es noch nicht angenommen und es ist somit kein verbindlicher Vertrag zustande gekommen.  

Wichtig dabei ist eine klare und offene Kommunikation dieser Änderungen, sodass dein Kunde die neuen Konditionen vollständig nachvollziehen kann. Sollte das Angebot bereits akzeptiert worden sein, sind Änderungen nur mit der Zustimmung des Kunden machbar.

Bei offensichtlichen Irrtümern, etwa einem offenkundigen Zahlendreher im Preis, steht dir unter bestimmten Umständen die Möglichkeit einer Angebotsanfechtung zu – selbst ohne Einverständnis deines Gegenübers. 
Einen Rücktritt vom Vertrag solltest du möglichst vermeiden, da dies neben etwaigen Schadensersatzforderungen auch das Vertrauensverhältnis zum Kunden erheblich beschädigen könnte. Deshalb solltest du jedes Angebot vor dem Versand genau prüfen. Die Zuhilfenahme einer zweiten Person – das bewährte „Vier-Augen-Prinzip“ – kann präventiv wirken, um Schreibfehler oder falsche Informationen aufzudecken und ein fehlerfreies Angebot zu gewährleisten.

Unser Angebots-Muster

Angebotsmuster

Wenn du ein Angebot schreibst, bietet sich eine Vorlage zur Orientierung an. Wir haben eine solche für dich erstellt.

Angebot erstellen mit der passenden Software

Willst du ein Angebot schreiben, ist die richtige Formulierung entscheidend. Es gilt, formale, rechtliche und stilistische Aspekte beim Angebotstext zu beachten. Eine große Hilfe hierbei kann eine Softwarelösung bieten.

Vorteile einer Software für die Angebotserstellung

Oftmals benutzen Unternehmer eine Rechnungssoftware, um Angebotsanfragen zu schreiben und aus den Daten später auch direkt die Rechnung zu generieren. Das System ist dabei die zentrale Datenbank aller Belege. Auch der Abgleich zwischen Angebot und Rechnung wird dadurch erleichtert, dass es eine zentrale Drehscheibe gibt, die die Daten verwaltet.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich in solchen Systemen Mustervorlagen anlegen kann. Willst du ein Angebot schreiben, kannst du also Beispiele und Muster nutzen. Das spart Zeit, weil man bei der Angebotserstellung nur noch die individuellen Bestandteile anpassen und ein entsprechendes Anschreiben für das Angebot erstellen muss.

Info

Software-Tipp: Lexware faktura+auftrag

Mit Lexware faktura+auftrag kannst du ganz einfach Rechnungen und rechtssichere Angebote erstellen. Durch die Verknüpfung der Stammdaten mit den zentralen Programmfunktionen gelingt die schnelle Rechnungs- und Angebotserstellung. Und dank der Wiedervorlage-Funktion verlierst du die Angebote auch nicht aus den Augen. 

Ein Angebot formulieren

Denk bei der Angebotsformulierung immer an dein Ziel: den Auftrag zu bekommen. Je verständlicher und klarer das Angebot geschrieben ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde tatsächlich mit dem Anbieter in Kontakt tritt. Nimm nach der Erstellung des Angebots zudem stets eine Endkontrolle vor. Falls es formale Mängel aufweist, kann es durchaus sein, dass der Kunde nicht von deiner Qualität überzeugt ist.

Nimm auch kurz auf den entsprechenden Termin bzw. das Telefonat Bezug und zeige, dass du den Kunden verstanden hast. Das geht am einfachsten, indem du kurz das Ergebnis deines Gesprächs zusammenfasst. Dein Plus: Der Kunde fühlt sich dadurch, dass du ihm ein persönliches Angebot schreibst, verstanden und abgeholt –  er vertraut dir.
Falls du das Angebot unverbindlich formulieren möchtest, solltest du zudem Freizeichnungsklauseln verwenden. Wir zeigen dir in den folgenden Abschnitten, worauf du bei der Formulierung konkret achten musst, um ein Angebot, das deinen Vorstellungen entspricht, zu erstellen.

Tipp

Angebot richtig schreiben als Kleinunternehmer

Beim Verfassen eines Angebots müssen sich Kleinunternehmer an die gleichen Regeln halten wie alle anderen Unternehmer auch. Allerdings gibt es eine wesentliche Besonderheit zu beachten: Falls du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst und somit von der Umsatzsteuer befreit bist, erübrigt sich die Ausweisung der Umsatzsteuer in deinen Angeboten. Es reicht, wenn du die Nettopreise aufführst und einen Hinweis auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung gibst. 
Beispiel für den Hinweis: „Gemäß § 19 Abs. 1 UStG wird als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer berechnet.“

Den richtigen Ton beim Angebotsschreiben wählen

Genauso wichtig wie der Inhalt ist die Tonalität des Anschreibens: Denke, wenn du dein Angebot richtig schreiben möchtest, immer daran, positiv-freundlich, dabei verbindlich, seriös und nicht zu aufdringlich formulieren. Gib dem Kunden im Angebotsschreiben das Gefühl, den Auftrag sehr gerne auszuführen – ohne auf ihn angewiesen zu sein. Achte darauf, dass der Einleitungstext deines Angebots nicht zu technisch klingt – er sollte Emotion und Professionalität verbinden. 
Formulierungen wie: „… Aufgrund der saisonalen Auslastung gewähre ich dir einen Winterpreis für die Erstellung deines Carports …“ können im finalen Gespräch hilfreich sein, im schriftlichen Angebot haben sie nichts zu suchen.

Der Grund: Während sich solch ein Rabatt im Gespräch als spontanes Zugeständnis verkaufen lässt, erweckt er in einem schriftlich formulierten Angebot eher den Eindruck, du seiest in einer „Notsituation“ und auf Angebote angewiesen, die dir zumindest die Auslastung deiner Mitarbeiter und Maschinen sichern.

Info

Angebot für oder über?

Zu Beginn des Angebotsschreibens wirst du eventuell über die Frage stolpern, ob du im Angebot „für“ oder „über“ schreiben sollst. Grundsätzlich sind beide Formulierungen richtig: Mit der Formulierung „Angebot für“ gibst du die Art der angebotenen Ware oder Dienstleistungan. Mit „Angebot über“ wird der Betrag angegeben.

Zeitliche Freizeichnungsklausel: Das Angebot ist gültig bis …“

Wenn du das Angebot schreiben und zeitlich einschränken willst, ist eine Freizeichnungsklausel notwendig. Es empfiehlt sich dann eine Formulierung, welche die Gültigkeit des Angebots eindeutig befristet. Eine Beispielformulierung für ein befristetes Angebot ist: „Das Angebot ist gültig bis zum 30. April 2025.“

Achtung

Mengenmäßige Freizeichnungsklausel

Ein Angebot kann mit einer Freizeichnungsklausel auch mengenmäßig eingeschränkt werden. Mit der Formulierung „Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht“ stellst du sicher, dass die im Angebot genannte Menge nicht bindend ist. 
Zu beachten ist aber: Wenn du das Angebot mengenmäßig einschränkst, darf der Vorrat nicht zu klein sein. Sonst handelt es sich um unlauteren Wettbewerb, weil ein Lockvogelangebot vorliegt. Die angebotene Ware muss mindestens zwei Tage verfügbar sein.  

Preisliche Freizeichnungsklausel: Preisänderungen vorbehalten

Wenn du das Angebot preislich einschränken möchtest, kannst du ebenfalls Freizeichnungsklauseln verwenden. Möglich sind Formulierungen wie „Preis freibleibend“ oder „Preisänderungen vorbehalten“. Damit legst du fest, dass sich die Preise deines Angebots noch ändern können.

Das Angebot richtig beenden: der Schlusssatz

Hast du noch Fragen zu unserem Angebot? Wir helfen dir gerne weiter! Du erreichst uns täglich von 9 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer +491234567. Unter dieser Nummer kannst du uns selbstverständlich auch den Auftrag erteilen.

Tipp

Beispiel: Der richtige Schlusssatz

Hast du noch Fragen zu unserem Angebot? Wir helfen dir gerne weiter! Du erreichst uns täglich von 9 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer +491234567. Unter dieser Nummer kannst du uns selbstverständlich auch den Auftrag erteilen.

10 Tipps für die Angebotsformulierung

Klarheit und Übersichtlichkeit

 

Dein Angebot sollte eine klare Gliederung aufweisen und einfach zu verstehen sein. Sämtliche Details von der Beschreibung deiner Produkte oder Services bis zu den Preisen und Konditionen der Lieferung müssen übersichtlich und eindeutig kommuniziert werden.

Korrektheit der Informationen

 

Achte darauf, dass alle Angaben, die du in dein Angebot geschrieben hast, korrekt und aktuell sind. Unklarheiten oder Irrtümer könnten zu Missverständnissen führen und Interessenten möglicherweise zur Konkurrenz treiben.

Korrekturlesen

 

Bevor du das Angebot abschickst, sollte es von jemand anderem auf Fehler überprüft werden.

Professionelles Erscheinungsbild

 

Achte auf eine professionelle Gestaltung deines Angebots, in dem du alle Bedingungen klar formulierst, um einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen.

Persönliche Anrede

 

Nutze eine persönliche Anrede anstatt einer generellen Formulierung wie „Sehr geehrte Damen und Herren“, um eine direkte Verbindung zum Kunden herzustellen.

Individuelle Formulierung

 

Verzichte auf Fachsprache und drücke dich in deiner eigenen Art und Weise aus, wobei du auch die Sprache deiner Zielgruppe berücksichtigen solltest.

Kurz und präzise

 

Fasse dich kurz und bleibe dabei informativ.

Anschreiben

 

Wenn notwendig, füge deinem Angebot ein Begleitschreiben bei, das speziell die Vorteile für Kunden herausstellt.

Handlungsaufforderung

 

Schließe dein Angebot mit einer freundlichen Aufforderung zur Kontaktaufnahme ab. Dies kann Kunden motivieren, auf dein Angebot zu reagieren.

Nachhaken

 

Es ist ratsam, einige Tage nach dem Versand des Angebots nachzufassen und zu überprüfen, ob es den Erwartungen entspricht und ob Fragen offen sind.

Tipp

Mach es deinen Kunden leicht

Je einfacher deine Kunden das Angebot annehmen können, desto mehr Aufträge generierst du, ohne extra nachfassen zu müssen. Mit unserer Cloud-Lösung Lexware Office kannst du bessere und ansprechendere Angebote, Rechnungen oder auch Mahnungen für Dienstleistungen, Produkte etc. schreiben. Deine Kunden können diese auch per Klick bestätigen.