Webinare: So funktioniert interaktive Kommunikation für dein Unternehmen

Webinare gehören mittlerweile zu den effizientesten und wirkungsvollsten Strategien digitaler Kommunikation und Wissensvermittlung. Entstanden ist der Begriff aus den Wörtern „Web“ und „Seminar“. Als Synonym sprechen wir daher vom „Web Seminar“, geläufig sind außerdem: Online-Seminare, Live-Webcasts oder Webinterviews.

Zuletzt aktualisiert am 18.02.2026
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Bedeutung von Webinaren in der aktuellen Zeit

Seit der Corona-Pandemie nimmt die Bedeutung von Webinaren noch mehr zu. Allerdings hat sich die Webinar-Landschaft seit 2022 stark verändert: Die anfängliche Euphorie ist einer realistischeren Einschätzung gewichen. Viele Teilnehmer leiden unter 'Zoom-Fatigue' – der Ermüdung durch zu viele Online-Veranstaltungen. Erfolgreiche Webinare sind heute kürzer (maximal 45 Minuten), interaktiver und oft hybrid oder on-demand verfügbar.

Webinar, Webkonferenz, Webpräsentation: Was sind die Unterschiede?

Was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Meeting und einem Webinar? Webinare, bei denen du dich mit den Teilnehmern in einem virtuellen Raum triffst, kennzeichnen sich durch diese Merkmale:

  • Die Veranstaltung findet online statt: eine Internetverbindung und die jeweiligen Zugangsdaten genügen für die Teilnahme. Die Teilnehmer treffen sich in einem virtuellen Raum. Es gibt keine Beschränkung in der Teilnehmerzahl. 
  • Für die Teilnahme verschickst bzw. erhältst du einen Einladungslink per E-Mail.
  • Als Veranstalter hast du die Möglichkeit, Materialien wie Medieninhalte, Präsentationsfolien, den eigenen Bildschirm usw. zu präsentieren und direkt mit den Teilnehmern zu sprechen.
  • Diverse Webinar-Software-Lösungen bieten die Möglichkeit, dass sich die Teilnehmer mit der entsprechenden Freigabe auch während der Veranstaltung direkt zu Wort melden können.
  • Weitere Interaktionsmöglichkeiten von Web-Seminaren – die wir auch unter den Bezeichnungen kennen – sind Chats, Umfragen und Datei-Freigaben bzw. -Downloads.

Neben Webinaren gibt es weitere Online-Veranstaltungen, die wir für dich voneinander abgrenzen möchten:

<b>Webinar</b>
WebinarWebkonferenzWebpräsentation
Ein Webinar ist eine interaktive Veranstaltung und bietet Raum für Austausch.

Es findet meist in Echtzeit statt. Webinare werden häufig aufgezeichnet, um sie dann immer wieder zur Verfügung stellen, z. B. für Online-Schulungen.
Hier geht es um den fachlichen Austausch der Teilnehmenden. Oft besteht die Webkonferenz aus mehreren Sessions mit verschiedenen Referenten oder Moderatoren.

Digitale Medien wie z. B. eine Mindmap werden eingesetzt.
Auch: Internet-Präsentation bezeichnet einen digitalen Präsentationstermin, bei dem du PowerPoint- oder PDF-Präsentationen per Bildschirmübertragung zeigst.

Diese Form der Präsentation eignet, wenn du dein Unternehmen, ein Produkt oder ein Projekt vorstellen möchtest.

Info

Was sind automatisierte Webinare?

Ein automatisiertes Webinar ist ein aufgezeichneter Video-Vortrag, den du immer wieder zu verschiedenen Terminen abspielen kannst. Dadurch, dass du Termine anbietest, zu denen sich die Interessierten anmelden müssen, bekommt der Video-Vortrag einen exklusiveren Charakter: Die Teilnehmer nehmen sich bewusst die Zeit für deine Präsentation und sind aufmerksamer, da sie das Video nur einmal sehen können. Der Vorteil auf Anbieterseite ist die Zeit- und damit die Kostenersparnis. Der Vortrag wird nur einmal aufgenommen werden, kann beliebig oft angeboten werden und erreicht viele Menschen, denn die Teilnehmerzahl ist unbegrenzt.

Automatisierte Webinare werden häufig zur Lead-Generierung eingesetzt: Am Ende der Wissensvermittlung erhalten die Teilnehmer je nach Themenfeld ein Zertifikat, einen Rabatt oder ein anderes „Goodie“. Voraussetzung dafür ist meist die Angabe der E-Mail-Adresse.

Live oder On-Demand? Die richtige Entscheidung

Heutzutage musst du nicht zwingend live gehen. Voraufgezeichnete Webinare haben Vorteile:

  • Fehler können geschnitten werden
  • Mehrfache Verwendung ohne zusätzlichen Aufwand
  • Flexibilität für Teilnehmer aus verschiedenen Zeitzonen
  • Weniger Stress für den Veranstalter

Live-Webinare sind sinnvoll, wenn direkte Interaktion (Q&A, Umfragen) im Vordergrund steht oder du Vertrauen durch persönliche Ansprache aufbauen möchtest. Hybrid-Formate kombinieren beide Welten: Live-Präsentation mit vorproduzierten Video-Einspielern.

Info

Online-Seminare – eine Win-Win-Situation

Umgekehrt profitierst du natürlich auch von der digitalen Kommunikation im Webinar: Für Unternehmer gibt es inzwischen zahlreiche Online-Weiterbildungen, die kostengünstiger sind und flexibler in deinen Berufsalltag passen als vergleichbare Präsenzangebote. Ein solches Beispiel ist die Lexware Akademie, die unternehmerisches Fachwissen von Buchhaltung über Mitarbeiter bis hin zu Marketing und Vertrieb bietet.

Nägel mit Köpfen: Wie halte ich ein Webinar?

Du spielst mit dem Gedanken, ein Webinar zu einem bestimmten Thema zu halten? Dann gibt es einige Dinge, die du im Vorfeld bedenken und planen solltest. Denn eine gute Vorbereitung hilft dir dabei, den Webinar-Erfolg am Ende präzise auswerten zu können. Fangen wir mit den Grundlagen an:

Sind Webinare für meine Branche relevant?

Ob ein Webinar das richtige Format für dich ist, hängt davon ab, was du vermitteln möchtest. In manchen Fällen eignen sich andere Formate, wie Webpräsentationen oder Webkonferenzen besser.

Wenn du beispielsweise als Softwareverkäufer ein neues Produkt auf den Markt bringst oder als Kosmetiker ein neues Treatment anbietest, kannst du deinen Kunden dies in Form einer Webpräsentation nahebringen. Findet diese live statt, kannst du direkt Kundenfragen beantworten und Anregungen für deine nächste Präsentation mitnehmen. Die Webpräsentation schafft Nähe zwischen dir als Verkäufer bzw. Hersteller und deinen Kunden. Das fördert sogleich das Vertrauen in dein Unternehmen, und die Interessenten sind eher bereit, eine Kaufentscheidung zu treffen.

Wenn du Produkte führst oder du Themen aufklären möchtest, die immer wieder Diskussionsbedarf wecken, könnte es sich lohnen, eine Webkonferenz durchzuführen und in den direkten Austausch mit deinen Kunden zu gehen.

Webinare werden dann spannend, wenn du mit deinen Kunden in Interaktion gehen möchtest. Hierbei muss es sich nicht zwangsläufig um ein anleitendes Webinar handeln, bei dem du deinen Kunden etwas beibringst. Interaktivität kannst du auch fördern, wenn du Rückfragen, Umfragen oder Rezensionen in dein Webinar einbindest. Werde kreativ! Möchtest du deinen Kunden ein Tool vorstellen und dich damit vertraut machen? Nutze ein Webinar! Wenn du dich selbst in der Rolle des Referenten oder Moderators wiederfindest, mach dir Gedanken darüber, auf welche Art und Weise die Wissensvermittlung stattfinden soll.

Beispiele für anleitende Webinare

Wie es der Name bereits verrät, ist das primäre Ziel eines anleitenden Webinars, die Wissensvermittlung. Ob es sich nun um grundlegende oder komplexe Fragestellungen handelt – in einem anleitenden Webinar kannst du deinen Zuschauern gezielt Know-how weitergeben und dich selbst als Experten positionieren:

  • Zeige deinen Kunden die Basics ihres Handwerks: Das können bei Hairstylisten einfache Alltagsfrisuren zum Mitmachen oder Nachmachen sein, bei Schneidern Grundlagen von Stickdesigns usw.
  • Wenn du ein neues Produkt auf den Markt gebracht hast, kannst du ein Webinar veranstalten, um bestimmte Funktionen zu demonstrieren und deinen Kunden anbieten, direkt mitzumachen. So erhöhst du die Affinität deiner Kunden für das Produkt und kannst erste Fragen bereits klären.

Beispiele für weitere interaktive Webinare:

Ein Webinar muss keinesfalls einseitig sein. Gerade dann, wenn du ein Live-Webinar planst, kannst du zahlreiche Techniken anwenden, um mit deinem Publikum in den Austausch zu treten – zum Beispiel so:

  • Bring Umfragen mit ein: Wenn dich aktuell ein Thema im Rahmen deines Unternehmens sehr beschäftigt und dich die Meinung deiner Kunden interessiert, kannst du dieses Thema in einem Webinar behandeln und die Kundenmeinung über eine Umfrage ermitteln – eine Win-Win-Situation!
  • Fordere dein Publikum heraus: Gib Ihnen Kleine Aufgaben, um zu prüfen, ob das Vermittelte auch angekommen ist.
  • Nutze Rezensionen: Bitte dein Publikum vor oder nach dem Webinar darum, ihre eigene Arbeit einzureichen und lass die anderen Teilnehmer Feedback geben. Bist du beispielsweise Dekorateur, kannst du deine Teilnehmer darum bitten ein Bild von ihrer Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Winterdeko einzureichen. Führst du eine Boutique? Stell im Rahmen des Webinars einen Trend vor und lass die Teilnehmer ein Moodboard mit ihren Ideen erstellen. Wenn du die Rezensionen vorab einholst, kannst du diese direkt im Webinar diskutieren. Wenn du die Aufgabe am Ende des Webinars stellst, bietet sich ein Follow-up Webinar für die Diskussion der Ergebnisse an.

Tipp

Sei kreativ

Ein Webinar kann also auch für deine Branche relevant sein. Alles, was du tun musst, ist kreativ zu werden!

Wie finde ich ein relevantes Thema für ein Webinar?

Um ein passendes Thema zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hier ein paar Inspirationen:

Sprich mit deinen Kunden!

 

Bist du in täglichem Kontakt mit deinen Kunden? Egal ob persönlich oder telefonisch, versuchst du deine Kunden in ein Gespräch zu verwickeln, um ihre Bedürfnisse und Wünsche in Bezug auf deine Dienstleitung herauszufinden. Diese Informationen kannst du dann wunderbar in ein Webinar einfließen lassen. Attraktiver Side-Effekt: Es stärkt garantiert auch die Kundenbeziehungen!

Führe Umfragen durch!

 

Egal ob persönlich, telefonisch, per Mail, über die eigene Website oder andere Social-Media-Kanäle. So kannst du noch eindeutiger herausfinden, wo der Schuh drückt.

Befasse dich mit Kundenfeedback!

 

Auch hier kann es sich um persönliches Feedback vor Ort im Laden oder Feedback auf verschiedenen Plattformen handeln. Sammle all das zusammen und werte es aus. Ein Webinarthema wird sich bestimmt herauskristallisieren.

Setz dich mit häufig gestellten Fragen auseinander!

 

Das sind die „golden Nuggets“ bei der Ideenfindung für ein Webinar. Hier findest du heraus, womit Kunden häufig Schwierigkeiten haben und wo Aufklärungsbedarf besteht.

Stell Produktneuentwicklungen vor!

 

Wenn du neue Produkte o.ä. auf den Markt bringst, bietet das immer eine gute Grundlage für ein Webinar. Kunden werden so direkt abgeholt und müssen sich nicht selbst in das neue Produkt reinfuchsen. Deine Kunden werden es dir danken und die Verkaufszahlen vermutlich auch.

Mach Top-Traffic Seiten ausfindig!

 

Nutze, wenn vorhanden, ein Analyse-Tool, um herauszufinden, welche Inhalte und Themen auf deiner Website am häufigsten diskutiert und geteilt werden. Hier schein ein Interessenschwerpunkt zu liegen.

Beobachte den Wettbewerb!

 

Bieten deine Konkurrenten bereits Webinare an? Wenn ja, zu welchen Themen? Überlege dir wie du das noch besser machen könntest.

Wie bewerbe ich ein Webinar?

Natürlich sollen so viele Menschen wie möglich an deinem Webinar teilnehmen. Um dieses zu bewerben, kannst du verschiedene Mittel und Plattformen nutzen:

  • Mundpropaganda: Sag es deinen Kunden vor Ort und verteile Flyer.
  • E-Mail: Versende eine Infomail oder teasere das Webinar in deinem Newsletter an. Plane auch Reminer-Mails ein, die zu bestimmten Zeitpunkten an das Webinar erinnern. Wenn möglich, solltest du bereits in deinem Newsletter die Möglichkeit anbieten, den Webinar-Termin in den Google-Kalender einzutragen.
  • Social-Media: Egal ob Instagram, Facebook oder Linkedin – erstelle Postings mit relevanten Infos zum Webinar. Nutze hierfür auch die Story-Funktion, um deine Follower auf den anstehenden Termin hinzuweisen. Bestenfalls verlinkst du auch gleich die Anmelde-Plattform.
  • Website: Beerbe dein Webinar mit Teaser-Elementen auf deiner Website. Ordne diese im oberen Drittel der jeweiligen Seite an, damit sie nicht übersehen werden. Für die grafische Darstellung kannst du mit auffälligen Farben arbeiten.

Wer sollte ein Webinar leiten?

Als Geschäftsführer hast du bestimmt genug zu tun und kannst dich nicht noch um die Organisation und Ausführung eines Webinars kümmern.

Frage doch einfach in deinem Team nach, ob jemand Lust dazu hätte, sich mit dem Thema Webinar zu befassen, dieses zu übernehmen und in die Rolle des Referenten oder Moderators zu schlüpfen. Das kann eine Person sein, aber auch ein Team aus 2-3 Personen. Der Vorteil ist, dass deine Mitarbeitenden täglich mit deinen Produkten in Berührung kommen und sich hervorragend damit auskennen. Das macht auch bei deinen Kunden einen guten Eindruck, da sie sich sicher sein können, dass ein Experte die Leitung übernimmt.

Falls du Support-Mitarbeiter hast, eignen sich diese Personen als Referenten natürlich besonders gut, da sie sich täglich mit Kundenfragen beschäftigen und wissen, wo der Schuh drückt.

Wie häufig sollten Webinare stattfinden?

Das kommt ganz darauf an: Wenn du mehrere unzusammenhängende Themen in deinen Webinaren behandeln willst und wenige Ressourcen hast, kannst du deine Webinare quartalsweise oder halbjährig abhalten. Wenn du ein sehr umfassendes Thema in deinen Webinaren darlegst, bietet es sich an, eine Webinar-Reihe zu erstellen, die aufeinander aufbaut. Da Webinare sehr zeitintensiv sind, solltest du dir gut überlegen, in welchen zeitlichen Abständen du diese anbietest. Mehrere Webinare die Woche sind wahrscheinlich nicht so gut geeignet. Hier gilt es: du kennst deine Zielgruppe am besten und kannst wahrscheinlich gut bewerten, in welchen zeitlichen Abständen ein Webinar Sinn ergibt.

Wie zahlen Webinare auf meinen Unternehmenserfolg ein?

Webinare bringen einige Vorteile mit sich, die auch auf deine unternehmerischen Ziele einzahlen. Die wichtigsten haben wir hier für dich zusammengefasst:

Kundenbindung

 

Ein zentraler Vorteil von Webinaren ist, dass sie optimal zur Kundenbindung geeignet sind. Biete authentische Lösungen zu Themen an, die deine Kunden umtreiben. Positioniere dich als erster, vertrauensvoller Ansprechpartner – deine Kunden werden es dir danken.

Markenpositionierung

 

Webinare sind in deiner Branche kein „gängiges“ Medium? Nutze das als Vorteil und hebe dich von deiner Konkurrenz ab! Du zeigst so, dass du bereit für digitale Prozesse und neue Medien bist. Vergiss nicht: Der Webinar-Markt boomt. Nutze also die Möglichkeit, deinem Marketing-Mix neuen Auftrieb zu verleihen.

Zeit und Kosten

 

Dadurch das Webinare online stattfinden, sparst du Zeit und Kosten. Anfahrts- und Aufenthaltskosten entfallen, da Interessenten sich ganz einfach per Computer dazuschalten können. Der Online-Aspekt erhöht auch deine Reichweite, da sich Menschen von überall ganz einfach einklinken können.

Effektive Wissensvermittlung

 

Webinare sind das perfekte Medium, um Wissen schnell, kompakt und effektiv zu vermitteln. So werden deine Kunden nicht nur mit deinen Produkten oder Dienstleistungen vertraut gemacht, sondern du positionierst dich auch als Experte in deinem Bereich. Das schafft Vertrauen und sichert dir einen loyalen Kundenstamm.

Kommunikation in Echtzeit möglich

 

Der Chat ermöglicht die Kommunikation in Echtzeit. Wenn der Referent die Fragen nicht selbst beantworten kann, ist es möglich einen Co-Referenten dafür zuständig zu machen. Außerdem können sich die Teilnehmer innerhalb des Chats gegenseitig unterstützen.

Kostenlose Marktforschung

 

Wie etwas weiter oben beschrieben, kannst du in deine Webinare problemlos Umfragen einbauen. Das steigert nicht nur die Interaktivität, sondern bietet dir tiefere Einblicke in die Wünsche und Bedürfnisse deiner Zielgruppe, die du für deine Unternehmensentwicklung nutzen kannst.

Wie messe ich, ob meine Webinare gut ankommen?

Das Schlüsselwort bei der Messung der Akzeptanz von Webinaren sind Umfragen. Diese kannst du direkt am Anschluss ans Webinar ausfüllen lassen, indem du einen Link zur Umfrage in den Chat schickst und die Teilnehmer darauf hinweist. Hier kannst du auch weitere Wunschthemen für zukünftige Webinare abfragen. Den Umfragelink kannst du deinen Teilnehmern auch zusätzlich per Mail im Nachgang an das Webinar zukommen lassen. Professionelle Webinar-Tools und -Software-Lösungen bieten zudem häufig Analysefunktionen, die das Engagement und die Anmelderate messen.

Checkliste für Webinare

Wenn du selbst erfolgreich Webinare veranstalten möchtest, nimm dir ausreichend Zeit für die Vorbereitung.

Mit der folgenden Checkliste für Webinare wird deine Online-Präsentation zu einer hochwertigen Veranstaltung, bei der die Teilnehmer von Anfang bis Ende aufmerksam bei der Sache sind.

1. Kennst du die Webinar Plattform aus dem Effeff!

 

Nichts ist schlimmer als unvorhergesehene Ereignisse, bei denen du die Kontrolle über dein Webinar verlierst. Mach dich mit der Webinarsoftware so vertraut, dass du schnell auf alle Probleme reagieren kannst. Am besten holst du dir auch technische Unterstützung dazu. Denn eine geeignete und funktionierende technische Ausrüstung ist das A und O für ein erfolgreiches Webinar.

2. Bereite eine Agenda vor

 

Erläutere am Anfang kurz die Möglichkeiten, die deinen Zuhörern offenstehen, und vergiss nicht, einen groben Fahrplanbzw. eine Agenda für dein Webinar mitzuteilen. Damit schaffst du Sicherheit und Vertrauen. Sinnvoll ist es auch, diese Agenda bereits im Vorfeld zu verschicken und so den Teilnehmern Zeit zu geben, sich auf die Thematik einzustimmen.

3. Überbrücke die Wartezeit

 

Die meisten Teilnehmer kommen bereits einige Minuten vor Webinar-Beginn in den virtuellen Kursraum. Um diese Wartezeit zu überbrücken, kannst du z. B. die Erwartungshaltungen abfragen oder eine Begrüßungsfolie in einer Präsentation zeigen.

Baue zudem ein kurzes Warmup (Small Talk, technischer Check, Vorstellung) zu Beginn ein. Fehlt ein Warmup, wirkt das Webinar gleich viel kühler und distanzierter.

4. Setze auf einen sinnvollen Medienmix

 

Statt monotoner PowerPoint Folien nutzt du z. B. die Möglichkeit desScreensharings (das Teilen deines Bildschirms), um deine Besucher vielfältig zu unterhalten. Unterbrich zudem immer wieder und lass ggf. die Teilnehmer Fragen stellen.

5. Werde interaktiv

 

Viele Webinare sind reine Frontalvorträge ohne Umfragen, Chat-Nutzung oder Q&A. Das führt zu passivem Zuhören und hohen Absprungraten. Das heißt, halte die Teilnehmenden bei Laune. Hierzu gibt es verschiedene Methoden: Greife die Informationen vom Webinarbeginn auf und sprich deine Teilnehmer gezielt an. Stelle Zwischenfragen. Manche Webinar-Tools bieten die Möglichkeit, dass die Teilnehmer zu Themen abstimmen oder kleine Spiele machen. Auch ein Stimmungsbarometer kann zur Bewertung deines Webinars sinnvoll sein.

6. Schalte alle unnötigen Programme aus

 

Weg mit allen aufploppenden Ablenkungen, Mails und Benachrichtigungen! Starte vor dem Webinar deinen Rechner neu und lass alle nicht benötigten Programme, die im Hintergrund laufen, aus. Schenke dem Publikum deine volle Aufmerksamkeit.

7. Agiere nach dem Motto „weniger ist mehr“

 

Vorsicht beim Screensharing! Deaktiviere bei der Bildschirmübertragung die Lesezeichen-Leiste deines Browsers, lösche den Browserverlauf, schließe Messenger-Fenster und dein Mailprogramm. So schützt du deine Privatsphäre und vermeidest Ablenkungen.

8. Spare nicht bei der Technik

 

Der wohl wichtigste Punkt, ein erfolgreiches Webinar zu veranstalten, ist die Investition in gute Technik. Dein Publikum wird es dir definitiv danken. Mit einer professionellen Webinar Software, die zu deinen Bedürfnissen passt und einem guten Mikrofon, hinterlässt du einen bleibend positiven Eindruck.

9. Schaffe Atmosphäre

 

Sorge für eine angenehme, aber ausreichend helle Lichtstimmung mit möglichst ruhigem Hintergrund und suche dir einen ruhigen Platz, an dem du ungestört dein Webinar abhalten kannst

10. Mach keine Experimente

 

Führe dein Webinar so durch, wie du es vorab geübt hast. Verzichte auf Spontanes, es sei denn, du hast bereits zahlreiche Webinare durchgeführt und weißt genau, was deine Zielgruppe hören und sehen möchte.

11. Verzettle dich nicht in Diskussionen

 

Diskussionen und Wortbeiträge sind wunderbar. Sei dankbar, wenn sich Teilnehmer zu Wort melden – doch verharre nicht im Dialog. Entweder bindest du die anderen Personen mit ein oder du fasst dich kurz.

Das Webinar sollte zudem nicht zu lang sein. Die Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörenden liegt bei 20-30min.

12. Formuliere einen klaren Call-To-Action

 

Das Webinar nähert sich dem Ende. Aber wie geht es weiter? Lass deine Teilnehmer nicht darüber rätseln, wie du am ehesten weitere Informationen bekommst oder was du bei vorhandenem Interesse als nächstes tun sollst. Zeige klar und deutlich auf, welche Möglichkeiten für Interessierte bestehen. Vielleicht bietest du auch ein Give-Away an? Dieses kannst du beispielsweise im Tausch für eine Kontaktmöglichkeit per E-Mail oder Telefon anbieten. Und schon hast du einen Lead generiert!

13. Gute Nachbereitung ist alles

 

Nach dem Webinar ist vor dem Webinar. Nutze dein Online Seminar als Cliffhanger für das nächstfolgende. Kündige am Ende der Veranstaltung schon den nächsten Termin an und gib deinen Teilnehmern am besten gleich die Möglichkeit, sich dafür anzumelden. Achte darauf auch deine Kontaktdaten mit auf den Weg zu geben.

Tipp

So wirst du zum Webinar-Profi

Durch die Zeit- und Kostenersparnisse bei automatisierten Webinaren kannst du diese für Marketing- und Sales-Aktivitäten nutzen. Locke mit einer kostenlosen Wissensvermittlung und zeige deine Expertise in dem Video-Vortrag. Im Anschluss sammelst du zur Lead-Generierung E-Mail-Adressen der Teilnehmer. So haben die Interessierten nicht das Gefühl, bei einer typischen Verkaufsveranstaltung gewesen zu sein und du profitierst von neuen Kontakten.

Info

Kostenpflichtige Webinare

Wenn du kostenpflichtige Online-Seminare anbietest, verschickst du den Link erst dann, wenn die Teilnehmer die Teilnahmegebühr bezahlt haben.

Technische Voraussetzungen im Überblick: Was brauche ich für ein Webinar?

1. Die passende Webinar-Lösung

Abhängig von der Teilnehmerzahl und den gewünschten Komfortfunktionen gibt es viele Angebote für Webinar Tools. Allen voran die bekanntesten Webinar-Software-Lösungen wie Zoom, Microsoft Teams, Google Meet, WebEx oder StreamYard (für YouTube/ LinkedIn Live)haben im Wesentlichen alles, was du für ein erfolgreiches Webinar brauchst. Chat- und Aufzeichnungsfunktion inklusive.

2. Technische Hilfsmittel

Damit die Software funktioniert ist die mit Abstand wichtigste Voraussetzung eine stabile Internetverbindung mit mind. 10Mbits/s Upload. Ohne das bringt die beste Kamera nichts. 

Investiere in ein hochwertiges Headset bzw. Mikrofon und achte auf eine Kamera mit sehr guter Auflösung, wenn du ein Live-Webinar ohne Power-Point-Präsentation planst.

Achte außerdem auf gutes Licht. Tatsächlich ist schlechtes Licht der Hauptgrund für unprofessionell wirkende Webinare.

3. Wie kann ich vorab testen, ob meine Geräte für ein Webinar geeignet sind?

Ein Webinar solltest du auf jeden Fall proben. Suche dir einen Partner, mit dem du zuerst die Technik und später auch deine Präsentation testen kannst – insbesondere, wenn du neu in dem Bereich bist. Teste vor deinem ersten Webinar verschiedene Webinar-Software-Lösungen auf Handling und Bedienerfreundlichkeit. Zudem läuft nicht jede Software auf jedem Betriebssystem einwandfrei.

Datenschutz bei Webinaren

Webinare verarbeiten personenbezogene Daten: Namen, E-Mail-Adressen, IP-Adressen und bei Aufzeichnungen auch Bild und Ton. Das bedeutet:

  • Datenschutzerklärung: Informiere auf der Anmeldeseite, welche Daten du verarbeitest und wozu.
  • Einwilligung bei Aufzeichnung: Vor Start der Aufzeichnung musst du die Teilnehmer informieren und deren Einwilligung einholen.
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Mit deinem Webinar-Tool-Anbieter (Zoom, Teams etc.) muss ein AVV abgeschlossen werden.
  • Cookie-Banner: Falls du Tracking-Tools wie Google Analytics auf der Anmeldeseite nutzt, ist ein Cookie-Banner Pflicht.

Webinare und ihre 5 größten Stärken

Richtig interessant werden interaktive Webinare durch eine Reihe von Funktionen, die vor allem bei Präsenzveranstaltungen fehlen.

Hier einige Ideen für dein nächstes Webinar:

1. Screen-Sharing

 

Beim Screen-Sharing bzw. der Bildschirmübertragung können die Teilnehmer den Bildschirm eines anderen Teilnehmers sehen bzw. das, was dieser darauf gerade macht. Das kann das Teilen einer PowerPoint-Präsentation sein oder das Navigieren im Browserfenster.

2. File-Sharing

 

Mit der Funktion File-Sharing kannst du Dateien ganz einfach mit anderen Teilnehmern teilen. Nach der Anwendungsfreigabe kannst du so auf Programme und Dokumente eines anderen Teilnehmers interaktiv zugreifen, ohne dass diese auf deinem eigenen Rechner installiert sein müssen. File-Sharing ist vor allem dann hilfreich, wenn ein Dokument von mehreren Nutzern gemeinsam erstellt oder bearbeitet werden soll.

3. Whiteboard

 

Eine beliebte Funktion ist ein digitales Whiteboard. Auf diesem können Teilnehmer Notizen machen oder Skizzen und Zeichnungen anfertigen. Dieses visuelle Hilfsmittel eignet sich bestens, wenn du einfache Entwürfe und Designs zeichnen oder wichtige Punkte eines Virtual Meetings für alle ersichtlich festhalten möchtest. Du kannst damit selbst klassische Brainstormings mit einer großen Anzahl an Teilnehmern digital durchführen. Ein Beispiel für ein digitales Whiteboard ist die App mural oder auch Miro.
In der Nachbereitung eines Online-Webinars kannst du die Informationen, die sich auf dem Whiteboard befinden, speichern und ganz einfach mit der Gruppe teilen.

4. Chat

 

Alle gängigen Anwendungen für Webkonferenzen verfügen über eine Chatfunktion. Durch Instant Messaging haben die Teilnehmer die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen, ohne, dass die Konferenz dadurch unterbrochen wird. Nachrichten können dabei entweder an ausgewählte Teilnehmer oder an die ganze Gruppe verschickt werden.

5. Audio und Video

 

Dich nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, ist ein wichtiger Punkt bei Online-Veranstaltungen. Kleiner Wermutstropfen:  Das Senden und Empfangen von Videosignalen benötigt hohe Übertragungsraten und damit eine möglichst breitbandige Internetverbindung. Viele Tools beherrschen zwar eine Videoübertragung in HD. Wenn du jedoch ein Videowebinar durchführst, solltest du beachten, dass günstige Webinar-Lösungen oder gar Gratis-Tools meistens eine schlechtere Übertragungsqualität liefern als professionelle Videokonferenzsysteme.