Was sind die SERPs und wie kann ich als Unternehmer SERP-Marketing betreiben?

Geht es um digitale Sichtbarkeit im Internet und somit um den Erfolg Ihres Webauftritts, dann spielt die Suchmaschinenoptimierung im Rahmen des SERP-Marketings eine essenzielle Rolle. Denn wie und ob Ihre bestehende und potenzielle Kundschaft Sie auf Google und alternativen Suchmaschinen in den Ergebnissen findet, kann sich massiv auf Ihre Umsatzzahlen und den Geschäftserfolg auswirken. Hier erfahren Sie alles über die Bedeutung von SERPs, was sie genau sind und wie sie Ihnen helfen, erfolgreiches SERP-Marketing zu betreiben.

Zuletzt aktualisiert am 25.02.2026
© Yevhenii - stock.adobe.com

Definition

Was bedeutet SERP?

SERP steht im Englischen für „Search Engine Result Pages“, die deutsche Bedeutung von SERP ist „Suchmaschinenergebnisseiten“. Diese Ergebnisse werden Nutzern zum Beispiel von Google angezeigt, nachdem Sie Keywords (Suchbegriffe) ins Suchfeld der jeweiligen Suchmaschine eingegeben haben. Die Auflistung der Treffer erfolgt in einer bestimmten Reihenfolge. Diese wird von der Relevanz zur Suchanfrage beeinflusst und anhand verschiedener Kriterien von den jeweiligen Suchmaschinen erstellt. Jeder Betreiber hat dabei seinen eigenen Algorithmus für das Suchmaschinen-Ranking.

Im Online-Marketing unterscheidet man zwischen bezahlten und organischen (unbezahlten) Suchergebnissen. Bezahlte Ergebnisse werden über Werbeanzeigen – etwa Google Ads – geschaltet und sind entsprechend gekennzeichnet. Organische Ergebnisse hingegen verdanken ihre Platzierung ausschließlich der inhaltlichen Relevanz und technischen Qualität der jeweiligen Website.

Für Unternehmer ist das Thema SERP deshalb so wichtig, weil die Suchergebnisseite in den meisten Fällen der erste Kontaktpunkt zwischen Ihrem Unternehmen und potenziellen Kunden ist. Wie Ihr Eintrag dort aussieht – und ob er überhaupt sichtbar ist – wirkt sich direkt auf Klickzahlen, Website-Besucher und letztlich auf Ihren Umsatz aus. Genau hier setzt SERP-Marketing an: die gezielte Optimierung Ihrer Suchergebnisse, um möglichst prominent und ansprechend in den SERPs zu erscheinen.

Aufbau der Google-Suchergebnisse

Die Google-Suchergebnisseite hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Für erfolgreiches SERP-Marketing sollten Sie die wichtigsten Elemente kennen.

  • Organische Suchergebnisse sind die unbezahlten Treffer, bestehend aus URL, Meta Title und Meta Description. Google zeigt pro Seite meist acht bis zehn davon an. Entscheidend: Die ersten drei Positionen erhalten zusammen rund zwei Drittel aller Klicks – ab Position fünf sinkt die Klickrate auf unter 5 Prozent.
  • Bezahlte Ergebnisse (Google Ads) erscheinen ober- und unterhalb der organischen Treffer, gekennzeichnet mit „Gesponsert". Sie werden über Google Ads geschaltet und bieten sofortige Sichtbarkeit auf den Top-Positionen.
  • SERP Features sind Sonderfunktionen, mit denen Google Nutzern schneller Antworten liefert. Dazu gehören Featured Snippets (Antwortboxen über den organischen Ergebnissen), Knowledge Panels (Infoboxen zu Unternehmen oder Themen), das Local Pack (Kartenansicht mit drei lokalen Ergebnissen – besonders relevant für KMU mit lokalem Einzugsgebiet), „Ähnliche Fragen"-Boxen sowie Bild- und Videokarussells.
  • AI Overviews sind die größte Neuerung: Seit März 2025 zeigt Google in Deutschland KI-generierte Zusammenfassungen direkt am Anfang der Suchergebnisse. Nutzer erhalten damit eine ausformulierte Antwort, oft ohne ein Ergebnis anzuklicken. Für Unternehmer bedeutet das: Bei manchen Suchanfragen sinken die Klicks auf organische Ergebnisse, gleichzeitig entstehen neue Chancen – denn Google zitiert Quellen in den AI Overviews. Wer als Quelle referenziert wird, gewinnt Sichtbarkeit und Vertrauen.

Warum ist SERP-Marketing wichtig?

Die Suchergebnisseite ist für die meisten Unternehmen der wichtigste digitale Erstkontakt mit potenziellen Kunden. Wer dort nicht sichtbar ist, existiert für einen Großteil der Zielgruppe schlicht nicht. Dabei gilt: Der erste Treffer auf Google erhält rund ein Drittel aller Klicks, auf den letzten Platz der ersten Seite entfallen nur noch etwa 3 Prozent. Auf Seite zwei klickt so gut wie niemand.

Doch ein gutes Ranking allein reicht nicht mehr aus. Durch Featured Snippets, AI Overviews und andere SERP Features werden immer mehr Suchanfragen direkt in den Ergebnissen beantwortet – ohne dass der Nutzer überhaupt eine Website besucht. Schätzungen zufolge enden inzwischen über die Hälfte aller Google-Suchen als sogenannte Zero-Click-Searches. Für Unternehmer heißt das: Sie müssen nicht nur auf der ersten Seite erscheinen, sondern auch dafür sorgen, dass Ihr Snippet – also die Vorschau Ihres Ergebnisses – so überzeugend formuliert ist, dass Nutzer den Klick tatsächlich ausführen.

SERP-Marketing verfolgt deshalb zwei Ziele gleichzeitig: 

  • eine möglichst hohe Platzierung durch gezielte Suchmaschinenoptimierung,  
  • ein ansprechendes, klickstarkes Snippet durch optimierte Meta-Daten.

Beides zusammen entscheidet darüber, ob aus Sichtbarkeit tatsächlich Website-Besucher und am Ende Kunden werden.

Rankingfaktoren: Was Google bewertet

Welche Websites ganz oben in den SERPs erscheinen, bestimmt Google anhand von hunderten bis tausenden Signalen, die in verschiedenen Systemen zusammenwirken. Einen offiziellen, vollständigen Kriterienkatalog gibt es nicht – doch durch Googles eigene Dokumentation, Statements von Google-Mitarbeitern und den großen Algorithmus-Leak von 2024 sind die wichtigsten Faktoren gut bekannt.

  • Content-Qualität und Helpful Content: Ihre Inhalte müssen einen echten Mehrwert für den Nutzer bieten. Google bewertet systematisch, ob Inhalte primär für Menschen oder für Suchmaschinen erstellt wurden. Seiten, die lediglich Keywords aneinanderreihen, ohne Fragen wirklich zu beantworten, werden abgestraft. Guter Content ist gründlich recherchiert, verständlich formuliert und beantwortet die Suchintention des Nutzers besser als die Konkurrenz.
  • E-E-A-T: Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauen: Google bewertet die Qualität von Inhalten anhand des E-E-A-T-Rahmenwerks (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness). Besonders bei sensiblen Themen wie Finanzen, Gesundheit oder Recht prüft Google streng, ob der Autor tatsächlich Expertise mitbringt und ob die Website als vertrauenswürdige Quelle gilt. Für Unternehmer bedeutet das: Zeigen Sie auf Ihrer Website, wer hinter den Inhalten steht, und belegen Sie Ihre Kompetenz – etwa durch Autorenprofile, Referenzen oder Branchenzertifizierungen.
  • Backlinks und Link-Autorität: Links von anderen Websites auf Ihre Seite gelten weiterhin als eines der stärksten Rankingsignale. Google wertet diese Verlinkungen als Empfehlungen – je vertrauenswürdiger und themenrelevanter die verlinkende Seite, desto wertvoller der Backlink. Qualität schlägt hier klar Quantität: Ein einziger Link von einer angesehenen Branchenseite kann mehr bewirken als dutzende Links von belanglosen Websites.
  • Technische Faktoren und Nutzererfahrung: Google indexiert seit 2023 ausnahmslos alle Websites nach dem Mobile-First-Prinzip – die mobile Version Ihrer Seite ist also die primäre Bewertungsgrundlage. Daneben spielen die Core Web Vitals eine zentrale Rolle: Diese Metriken messen Ladegeschwindigkeit, Interaktivität und visuelle Stabilität Ihrer Website. Eine langsame oder schlecht bedienbare Seite wird im Ranking benachteiligt, selbst wenn der Inhalt gut ist.
  • Nutzersignale: Wie Nutzer mit Ihren Suchergebnissen und Ihrer Website interagieren, fließt ebenfalls in die Bewertung ein. Klickrate in den SERPs, Verweildauer auf der Seite und ob Nutzer schnell zur Google-Suche zurückkehren (sogenanntes Pogo-Sticking) – all das gibt Google Hinweise darauf, ob Ihre Seite die Suchintention tatsächlich erfüllt.

Onpage-Optimierung

Onpage-Optimierungen zählen zu Maßnahmen für ein erfolgreiches SERP-Marketing. Sie können diese ganz einfach auf Ihrer Website selbst durchführen. Folgendes sollten Sie dazu wissen:

<b>PageRank</b>
PageRank Als Faktor PageRank wird die Linkpopularität einer Website bezeichnet. Diese wird davon bestimmt, wie viele qualitativ hochwertige und relevante Websites auf diese verlinken. Je mehr Sie von solchen sogenannten Backlinks sammeln können, desto höher wird Ihr PageRank eingestuft.
Nutzerintention Damit Sie auf der ersten Suchergebnisseite gelistet werden, muss Ihre Website beziehungsweise eine Ihrer Unterseiten der Suchintention des jeweiligen Nutzers entsprechen. Google erkennt anhand der gewählten Suchbegriffe, mit denen eine Suchanfrage gestartet wurde, ob der Nutzer zu Ihrer potenziellen Zielgruppe gehört.
Websitequalität Google erkennt qualitativ hochwertige Websites anhand von relevantem Content, der mit ansprechendem Bild- und Videomaterial veranschaulicht ist. Zwar gibt es diverse Wege, eine Seite qualitativ zu gestalten, jedoch sollte sie in jedem Fall einen Mehrwert für den Leser darstellen und Antworten auf gängige Fragen sowie ein angenehmes Nutzererlebnis (User Experience) bieten.
TrustRank Ähnlich wie beim Faktor PageRank unterstreicht der Faktor TrustRank die Qualität und insbesondere die Vertrauenswürdigkeit einer Website. Dieser Faktor soll außerdem Spam-Seiten abgrenzen.

Offpage-Optimierung

Die Offpage-Optimierung beschreibt wiederum Maßnahmen, die nicht direkt auf der eigenen Website umgesetzt werden.

<b>Linkbuilding</b>
Linkbuilding Sogenannte Backlinks sind Verweise von anderen Websites auf Ihre eigene. Diese spielen innerhalb des SERP-Marketings eine wichtige Rolle. Im Rahmen einer Suchmaschinenoptimierung sieht Google diese Verlinkungen als Empfehlung und stuft Ihre Seite somit als relevant ein. Hochwertige Backlinks können Sie beispielsweise durch Gastbeiträge auf anderen Blogs oder durch Öffentlichkeitsarbeit bekommen.
Social Signals Zu Social Signals gehören unter anderem Verlinkungen von sozialen Netzwerken auf Ihre Website, Kommentare und Likes. Zwar sind diese kein direkter oder offizieller Einflussfaktor auf Ihre SERP-Platzierung, jedoch nutzt Google mit großer Wahrscheinlichkeit die Präsenz Ihres Unternehmens in den sozialen Medien dazu, um Ihre Websitequalität zu bewerten.

Tipp

Für die SERP-Analyse einen kostenfreien SERP-Checker ausprobieren

Im Netz gibt es zahlreiche kostenfreie SERP-Checker, mit denen Sie analysieren können, wie viele Besucher auf Ihre Website kommen und auf welcher Position in den SERPs Sie mit bestimmten Keywords zu finden sind. Neben Analyse-Tools wie Google Analytics sind solche SERP-Checker eine hilfreiche Ergänzung für Ihre Optimierungen.

Beachten Sie beim Erstellen Ihrer Metadaten, dass der Google Algorithmus inzwischen mit dem Mobile First Index arbeitet. Das wirkt sich vor allem auf die Meta Description und deren Lesbarkeit auf dem mobilen Endgerät aus. Dort werden die SERP-Snippets auf andere Weise präsentiert als die Ergebnisse auf Ihrem Desktop-Gerät. Das bedeutet: Sie sollten unter Berücksichtigung der Mobilversion den ersten Punkt Ihrer Description zwischen 749 und 758 Pixeln setzen, um ein gutes SERP-Snippet Ergebnis zu erreichen.

KI-Suche und die Zukunft der SERPs

Die Google-Suchergebnisseite verändert sich gerade grundlegend – und der Treiber ist künstliche Intelligenz. Wer SERP-Marketing betreibt, sollte diese Entwicklung im Blick haben.

Seit März 2025 zeigt Google in Deutschland AI Overviews: KI-generierte Zusammenfassungen, die direkt über den klassischen Suchergebnissen erscheinen. Bei vielen informationalen Anfragen erhält der Nutzer damit eine fertige Antwort, ohne eine Website besuchen zu müssen. Gleichzeitig gewinnen KI-Suchmaschinen wie ChatGPT Search, Perplexity und Microsoft Copilot an Nutzern – auch sie greifen auf Webinhalte zu und zitieren Quellen.

Für Unternehmer hat das konkrete Auswirkungen: Bei bestimmten Suchanfragen sinkt die Klickrate auf organische Ergebnisse, weil die Antwort bereits in der SERP steht. Gleichzeitig werden Websites, die als Quelle in AI Overviews zitiert werden, mit Sichtbarkeit und Vertrauen belohnt. Um dafür in Frage zu kommen, sollten Ihre Inhalte faktisch korrekt, klar strukturiert und als vertrauenswürdige Quelle erkennbar sein – genau das, was Google auch jenseits der KI-Funktionen mit E-E-A-T belohnt.

In der SEO-Branche hat sich dafür der Begriff Generative Engine Optimization (GEO) etabliert: die gezielte Optimierung von Inhalten, damit sie nicht nur in klassischen Suchergebnissen, sondern auch in KI-generierten Antworten berücksichtigt werden. Die Grundprinzipien bleiben dabei dieselben – hochwertiger Content, klare Struktur, fachliche Autorität –, aber ihre Bedeutung nimmt weiter zu.