Online-Kurse anbieten – das solltest du bedenken

Ein eigener Online-Kurs oder eine Kombination aus mehreren sind großartige Möglichkeiten, dein Fachwissen zu einer weiteren Einnahmequelle zu machen. Du möchtest jetzt also eigene Online-Kurse anbieten und hast die besten Themen identifiziert. Nun musst du dich für das richtige Format entscheiden.

Zuletzt aktualisiert am 08.05.2026

Eigene Online-Kurse erstellen & anbieten: Was du nicht machen solltest

Es gibt ein „populäres“ Format, von dem wir dir gleich abraten möchten. Automatisiert ablaufende Online-Seminare, die technisch so aufgesetzt werden, dass deinem Publikum ein Live-Seminar suggeriert wird. Auch wenn einige Anbieter ganz „schlau“ mit integrierten Publikumsfragen arbeiten, so fällt es doch unweigerlich auf, wenn eine Konserve als frisches Futter verkauft werden soll.

Dabei spricht gar nichts gegen aufgezeichnetes Wissen, im Gegenteil. Hinters Licht geführt möchte sich niemand gern fühlen – und das ist nun mal der Fall, wenn du eine Aufzeichnung so wirken lassen willst, als würde die Präsentation gerade online stattfinden.

Das ist sehr häufig bei kostenlosen Schnupperangeboten der Fall, die dazu führen sollen, dass die Interessierten anschließend das kostenpflichtige Programm buchen. Was wiederum eine sehr kontraproduktive Methode ist, denn in Werbung zeigst du idealerweise deine besten Seiten. 

Tipp

Live-Fragerunde

Biete stattdessen lieber nach dem aufgezeichneten Seminar eine Live-Fragerunde an.

Du kannst sie auf eine andere Plattform legen, damit der Medienbruch nicht so auffällt: zum Beispiel als Audio-Talk auf LinkedIn. So ist dann auch sichergestellt, dass dort nur Menschen teilnehmen, die auch großes Interesse haben. 

Welches Format möchtest du für deinen Kurs verwenden?

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, einen Online-Kurs zu erstellen und anzubieten. Du fragst dich jetzt sicherlich, welche am einfachsten für dich sind oder welche Spaß machen werden. Vielleicht fragst du dich auch, welche Formate aus welchem Grund beliebt sind und ob das dann auch bei dir passt: Live-Seminare, Video-Downloads, Kurse mit sowohl Unterlagen als auch Lektionen?

Eine gute Möglichkeit, deine eigenen Präferenzen kennenzulernen, ist Udemy. Hier kannst du nicht nur in der App in Tausenden von Fortbildungsangeboten stöbern, du kannst auch einen eigenen Kurs anbieten und dadurch Erfahrungen in der Wissensvermittlung sammeln.

Das kannst du auf Udemy machen:

  • Kursunterlagen zum Download anbieten
  • Videos hochladen  
  • Community aufbauen

Mehr Geld verdienst du aber naturgemäß, wenn du alleine eigene Online-Kurse anbieten kannst.

Was will deine Zielgruppe?

Wenn du die Inhalte, Frequenz und Formate für deinen Online-Kurs und eventuelle Nachfolgeseminare planst, geht es nicht um dich. Es geht um die Menschen, die bei dir kaufen sollen, weshalb eine Zielgruppenanalyse sinnvoll ist.

Was genau möchten deine Käufer und wie möchten sie es bekommen? Nur wenn du das weißt, bist du auf dem besten Weg, erfolgreich eigene Online-Kurse anbieten zu können.

Unkompliziert und bezahlbar: E-Mail-Kurse

Du kannst einen Online-Kurs auch in Form eines E-Mail-Kurses anbieten – also E-Mail-Marketing betreiben. Einen E-Mail-Kurs aufzusetzen, ist verhältnismäßig einfach. Du benötigst nur ein E-Mail-Marketingwerkzeug, das nach einem von dir festgelegten Zeitplan deine Nachrichten mit Wissen und Schulungsunterlagen verschickt. Die Mails können natürlich auch Links zu Videos und Downloads enthalten, die nur zahlenden Abonnenten zur Verfügung stehen.

Digitale Produkte: Schriftliche Kurse

Bei einem schriftlichen oder ansonsten eher kleinen Fortbildungsangebot kannst du den Download einer Datei oder einer Zip-Datei über ein Warenkorbsystem anbieten, zum Beispiel, wenn du ein Workbook, E-Book oder einzelne Lektionen verkaufst. Wenn du keine Videos oder Audios aufnimmst und kein Membership-System befüllen musst, geht es auch besonders schnell.

Experten-Communities mit Membership-Sites

Eine anspruchsvollere Option, einen Online-Kurs anzubieten, ist die Einrichtung einer sogenannten Membership Community, auf der sich deine Käufer anmelden können, um ihr Material abzurufen: Video-, Audio- oder schriftliche Inhalte oder auch eine Mischung aus allem, um mehr Abwechslung zu bieten. Du kannst alles auf einmal freischalten oder einen Zeitplan verfolgen, eine Lektion wöchentlich beispielsweise.

Window-Shopping und Wettbewerbsanalyse

Schau dich um und probiere erst Angebote aus, bevor du dich entscheidest. Drei grundsätzliche Entscheidungen sollten deine Strategie steuern, wenn du eigene Online-Kurse anbieten möchtest:

1. dein Kurs-Content

Auch wenn du dich in ein bestimmtes Format schon vorher verliebt hast, bedenke bitte, dass nicht jede Art von Wissensvermittlung zu jedem Format passt. Manche Dinge werden nur mit Videos greifbar, andere nur mit interaktiven Formaten zielführend und zu manchen passt nur ein Workbook. Prüfe also, ob dein Vorhaben zum angedachten Format passt – denn du möchtest sicherlich nicht ellenlange Monologe in Videos bringen, die sich deine Kundschaft zum Beispiel mitschreiben muss.

2. deine eigenen Präferenzen

Wenn du nur mit größtem Unbehagen ein Video erstellst, wirst du keinen guten Kurs anbieten, der aus Videos besteht. Dann solltest du zunächst selbst ein Video-Training absolvieren oder die Aufgabe outsourcen, denn auch das geht natürlich jederzeit. Wähle ein Format, das du planen und bezahlen kannst, aber auch umsetzen möchtest. Ein Format, bei dem dein Bauchgefühl jubelt und nicht grummelt, sonst wird dein Online-Kurs, den du anbieten möchtest, nicht gut.

3. deine Käufer

Manche Menschen sehen sich gerne Videos an, während andere lieber schriftliche Anleitungen überfliegen. Manche Menschen lernen am besten, wenn sie schon aktiv werden, zum Beispiel mit einem Arbeitsblatt zum Ausfüllen, einer Checkliste oder einem Fragebogen. Andere wollen ihre Informationen im Audio-Format oder möchten alles in Ruhe lesen. Je mehr du über deine Zielgruppe weißt und je intensiver du sie befragen kannst, desto passgenauer wird dein Format am Ende sein.

Lässt sich dein Kursinhalt mehrfach aufbereiten?

Es ist immer eine gute Idee, mehrere Kurse und diese dann in verschiedenen Formaten anzubieten. Jeder Mensch lernt anders. Wenn du eigene Online-Kurse anbieten möchtest, entscheidest du dich also zunächst für das Hauptformat, das von deiner Zielgruppe bevorzugt wird. Im zweiten Schritt entscheidest du dann, welche weiteren Formate du für den bereits entwickelten Kurs-Content erstellen kannst. So steigen deine Chancen auf einen Volltreffer.