- Einfach: Für ein Ergebnis brauchst du nur wenige Daten anzugeben.
- Schnell: Die Skontoberechnung erfolgt in Echtzeit.
- Übersichtlich: du siehst den Rechnungsbetrag, Skontobetrag und ermäßigten Rechnungsbetrag auf einen Blick.
Definition
Was ist Skonto?
Das Skonto (auch „der“ Skonto) ist eine Belohnung dafür, dass ein Kunde eine Rechnung schnell bezahlt hat. Es ist also ein Rabatt, von dem Kunden profitieren.
Wie funktioniert Skonto?
Für die Gewährung des Rabatts in Form von Skonto gibt es eine bestimmte Frist. Wird die Rechnung innerhalb dieser Frist bezahlt, wird das Skonto gewährt. Die Zahlungsfrist umfasst dabei nur um wenige Tage, da das Ziel von Skonto ist, dass die Kunden schneller zahlen.
In Bezug auf die Einhaltung der Zahlungsfrist gilt:
- Fällt das Datum für das Ende der Zahlungsfrist auf ein Wochenende, muss spätestens am folgenden Werktag die Rechnung beglichen werden, um das Skonto in Anspruch nehmen zu können.
- Bei einer Überweisung zählt der Tag der Überweisung, nicht der des Zahlungseingangs. Wenn die Bank also langsamer ist, hat das keine Auswirkungen auf den Skontoanspruch.
- Bei einer Barzahlung muss der Betrag spätestens am letzten Tag der Frist übergeben werden.
Der Skontorechner – Skonto richtig berechnen
Du als Unternehmer kannst mit dem Skontorechner in erster Linie die Höhe des Preisnachlasses berechnen und damit auch, welchen Betrag du abschließend erhältst. Für die Skontoberechnung benötigst du nur wenige Angaben:
- Rechnungsbetrag: Das ist der vollständige Betrag, den du in Rechnung stellst. Dieser Geldbetrag ist innerhalb der von dir vorgegebenen Frist zu zahlen.
- Skontosatz: Wie hoch der Preisnachlass für deinen Kunden ausfällt, regelst du mit dem Skontosatz. Gib an, wie viel Prozent er beträgt.
- Zahlungsfrist bei Skontogewährung: Sie wird auch als Skontofrist bezeichnet. Wie viele Tage hat dein Kunde Zeit, um die Rechnung zu begleichen und das Skonto zu erhalten? Diesen Wert trägst du an dieser Stelle ein. Es geht um die Zeitspanne zwischen Lieferung und Zahlung. Entscheidend ist, wann du als Unternehmen die Zahlung erhältst.
- Zahlungsfrist normal: Zum Schluss gibst du noch das allgemeine Zahlungsziel in Tagen an. Das ist unabhängig vom Skonto und bezieht sich auf die Zeit zwischen Lieferung und Zahlung.
Info
Skonto auf Rechnung angeben
Wenn du ein Skonto anbieten willst, musst du auf jeder Rechnung Angaben dazu machen. Vermerke unbedingt Skontosatz, Skontofrist und Zahlungsziel ohne Skonto. Das kannst du beispielsweise so formulieren:
3 % Skonto bei Zahlungseingang innerhalb von 5 Tagen nach Rechnungseingang; Zahlung innerhalb von 14 Tagen ohne Skonto.
Außerdem sollten auf der Rechnung sowohl der genaue Skontobetrag als auch der reduzierte Gesamtbetrag stehen, der bei fristgerechter Zahlung zu zahlen ist.
Lohnt sich die Skontogewährung?
Ein Skonto zu gewähren, ist zwar keine Pflicht, aber du als Unternehmer hast selbst auch Vorteile, wenn du deinen Kunden Skonto anbietest:
- Zahlungsmoral fördern: Wenn Kunden einen Preisnachlass bei schneller Zahlung erhalten, stehen die Chancen gut, dass deine Rechnungen immer schnell beglichen werden. Zudem förderst du so die Kundenbindung.
- Liquidität sichern: Als Selbstständige und Unternehmer bist du darauf angewiesen, dass Kunden deine Rechnungen pünktlich bezahlen. So kannst du deine Forderungen fristgerecht begleichen und gerätst nicht in Zahlungsschwierigkeiten.
Ein Nachteil der Skontogewährung ist, dass dir ein Teil des Umsatzes entgeht. Daher solltest du gut überlegen, ob du deinen Kunden Skonto gewährst oder nicht. Falls du dich dafür entscheidest, solltest du diesen Preisnachlass bei deiner Finanzplanung immer bedenken – der Skontorechner hilft dir dabei, eine korrekte Rechnung zu erstellen.
Skonto in der Kalkulation berücksichtigen
Wenn du Skonto gewähren möchtest, musst du dieses in der Kalkulation berücksichtigen. Ansonsten geht der gewährte Skontobetrag vollständig zu Lasten deines Gewinns. Allerdings führt der Ansatz von Skonto zu einem höheren Bruttopreis.
Beispiel: Die Selbstkosten eines Produktes betragen 100 Euro. Der Gewinnzuschlag beläuft sich auf 10 %. Damit beträgt der Barverkaufspreis ohne Mehrwertsteuer 110 Euro, brutto sind es 130,90 Euro. Es sollen 2 % Skonto gewährt werden.
Wird das Skonto kalkuliert, beläuft es sich auf 2,24 Euro und muss auf den Barverkaufspreis aufgeschlagen werden. Dieser beträgt dann 112,24 Euro netto, brutto sind es 133,57 Euro. Probe: 133,57 Euro – 2 % Skonto = 130,90 Euro.
Wird das Skonto in der Kalkulation nicht angesetzt, beträgt der kalkulierte Bruttoverkaufspreis wie gezeigt 130,90 Euro. Zieht sich der Kunde jetzt 2% Skonto von diesem Wert ab, sinkt der Gewinn auf nur noch 7,80 Euro (130,90 Euro – 19 % Mehrwertsteuer – 2 % Skonto – 100 Euro Selbstkosten).
Achtung: Bei der Kalkulation muss Skonto im Hundert, nicht wie der Gewinn vom Hundert, berechnet werden.
Tipp
Skonto meist vom Bruttopreis
Das Skonto wird mit dem kostenlosen Skontorechner immer vom gesamten Rechnungsbetrag ermittelt. Damit handelt es sich stets um den Bruttopreis inklusive Mehrwertsteuer. Du kannst selbstverständlich auch den Nettobetrag eingeben und mit diesem das Skonto online berechnen.
Beispiel: So kann die Skonto-Rechnung aussehen
Wie die Skontoberechnung mit unserem Online-Skontorechner genau aussehen kann, lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen:
Nehmen wir an, du stellst eine Gesamtrechnung von 500 Euro und gewährst deinem Kunden 3 % Skonto, wenn er innerhalb von 5 Tagen die Rechnung begleicht. Daraus ergibt sich folgende Berechnung:
Rechnungsbetrag = 500 Euro
Skontobetrag = 500 Euro x 0,03 = 15 Euro
Rechnungsbetrag nach Skonto = 485 Euro
Achtung
Tatsächliche Skonto-Berechnung oft schwierig
In der Praxis ist es eher selten, dass ein Bruttobetrag so rund ausfällt. In bestimmten Branchen ist es ohnehin schwierig, einen festen Betrag im Vorfeld festzulegen. Hast du beispielsweise einen Handwerksbetrieb, kannst du Skonto auf bestimmte Teile eines Auftrags gewähren, beispielsweise auf die Materialkosten. Diese fallen jedoch je nach Bedarf höher oder niedriger aus und können vorher nur geschätzt werden. Aus diesem Grund ist es recht schwierig, im Vorfeld festzulegen, wie viel ein Kunde am Ende durch den Rabatt sparen wird.
Tipp
Welche Skontofrist ist angemessen?
Es ist wichtig eine angemessene Skontofrist festzulegen. Entscheidend ist, dass sie unter der gesetzlichen Zahlungsfrist liegt. In der Praxis ist es üblich, ein Zahlungsziel von 5 bis 14 Tagen zu wählen, um einen Skonto zu gewähren. Weit verbreitet sind Fristen von 7-10 Tagen.
Skonto mit Formel berechnen
Du hast auch die Möglichkeit, das Skonto anhand einer Formel zu ermitteln. Diese lautet:
Skontobetrag = Rechnungsbetrag x Skontosatz
Dabei ist es wichtig, den Skontosatz als Dezimalzahl anzugeben, um ein korrektes Ergebnis zu erhalten. Bei 2 % wäre das ein Wert von 0,02.
Um den Restbetrag zu erhalten, ziehst du den Skontobetrag vom Rechnungsbetrag ab.
Restbetrag = Rechnungsbetrag – Skontobetrag
Achtung
Skonto und Rabatt berechnen
Wenn bei einer Rechnung sowohl ein Rabatt als auch Skonto gewährt wird, werden die beiden Preisnachlässe nacheinander berechnet – und zwar in einer festen Reihenfolge:
- Zuerst wird der Rabatt vom ursprünglichen Preis abgezogen.
- Anschließend wird das Skonto auf den so reduzierten Betrag berechnet, sofern die Zahlung fristgerecht erfolgt.
Dadurch ergibt sich ein doppelter Preisvorteil für den Käufer, wobei der Skonto sich nicht auf den Ursprungspreis, sondern auf den bereits rabattierten Preis bezieht.
Als Unternehmen selbst Skonto nutzen
Wenn du als Unternehmen selbst Rechnungen bezahlen musst, kann sich der Preisnachlass ebenfalls lohnen. Das gilt auch für den Fall, dass du dafür einen kurzfristigen Firmenkredit aufnehmen musst. Besonders üblich ist dies in der Zusammenarbeit mit Lieferanten. Gewähren diese den Unternehmen, die sie beliefern Skonto, spricht man von einem Lieferantenkredit. Der Begriff „Kredit“ wird in dem Fall verwendet, weil bei Lieferanten laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) Schulden direkt beglichen werden müssen. Durch eine vertraglich selbst festgelegte Frist gewähren Lieferanten einen Aufschub der Zahlung und somit einen Kredit.
Ob sich das Skonto in solch einem Fall lohnt, findest du heraus, indem du den Zinssatz eines Lieferantenkredits berechnest und mit dem Zinssatz eines Bankkredits vergleichst.
Mit dieser Formel berechnest du den Jahreszinssatz eines Lieferantenkredits:
Jahreszinssatz = (Skontosatz × 360) ÷ (Zahlungsziel – Skontofrist)
Lieferantenkredite haben oft recht hohe Zinssätze, deshalb lohnt es sich fast immer, das Skonto in Anspruch zu nehmen. Das kann bei hohen Rechnungen schwierig sein, weshalb es bei einem guten Zinssatz eine Überlegung wert ist, einen kurzfristigen Bankkredit aufzunehmen, um den Lieferantenkredit und somit das Skonto nutzen zu können.
Tipp
Mit dem Online-Rechner Zinsen für Skonto berechnen
Unser kostenloser Skontorechner berechnet automatisch, wie hoch die Verzinsung für einen bestimmten Betrag wäre. Liegen die Zinsen für einen Kredit unter diesem Wert, lohnt sich die Skontonutzung.
Skonto richtig buchen
Skonti werden generell erst nach der Rechnungsstellung gebucht, weil erst mit dem Zeitpunkt der Zahlung feststeht, ob Skonto bezogen wurde. Das unterscheidet diesen Preisnachlass von allen anderen Rabatten, die du Kunden gewährst. Gebucht wird das Skonto als Teilstornierung – entweder als Brutto- oder Nettobuchung.
Bei der Bruttobuchung wird der volle Skontobetrag gebucht. Bleiben wir beim obigen Beispiel sind das 15 Euro. Das ist das gewährte Skonto. Allerdings ist darin noch die Vorsteuer enthalten. Diese musst du mit einer zweiten Korrekturbuchung ausweisen. In diesem Beispiel wäre das bei einer Umsatzsteuer von 19 % ein Betrag von 2,85 Euro.
Tipp
Skonto als Käufer buchen
Als Käufer gehst du bei der Buchung der Skonti genauso vor. Es ändern sich lediglich die Begrifflichkeiten. Es handelt sich dann um erhaltene Skonti.
Die Nettobuchung bedeutet für Unternehmen weniger Aufwand. Wenn du diese anwendest, brauchst du die Vorsteuer nicht in einem zusätzlichen Schritt zu buchen. Das kannst du in einem Buchungsschritt erledigen. Neben dem Skonto gibt es weitere Möglichkeiten, wie du deinen Kunden Rabatte gewähren kannst.