Stress-Management für Einsteiger

Als selbständiger Unternehmer bist du immer einem Mix aus anstrengenden Faktoren ausgesetzt, nicht nur im vierten Quartal. Hohe Arbeitsbelastung, finanzielle Herausforderungen und Erfolgsdruck, die Balance zwischen Privatleben, Zukunftsplänen und Arbeitsalltag: Irgendetwas ist immer. Bewusstes Stress-Management ist die Lösung – und die kann auch richtig Spaß machen.

Zuletzt aktualisiert am 26.09.2025
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Stress-Management im Geschäftsalltag und darüber hinaus

Erfolgreiche Menschen sind meist auch entspannt – oder wirken zumindest so. Das liegt daran, dass ein gutes Stress-Management eine Basis für Erfolge ist. Stress beziehungsweise stressige Phasen (oder Tätigkeiten) hemmen die Produktivität und Kreativität bis hin zur Beeinträchtigung deiner Gesundheit.  

Das heißt nicht, dass du Stress durch Planung durchgehend ausweichen kannst. Es bedeutet aber, dass du ihm einiges entgegensetzen kannst, damit du nicht so gestresst bist. 

90 Sekunden, um Stressgefühle zu bändigen

Stress kann positiv sein und Leistung fördern, aber auch negativ wirken und Leistungsdruck auslösen. Laut der Hirnforscherin Jill Bolte Taylor bleibt jedes starke Gefühl, das in uns ausgelöst wird, uns zunächst als eine körper-chemische Reaktion von etwa 90 Sekunden erhalten.

Fühlen wir die Angst, den Kummer oder die gestresste Anspannung des Moments länger, dann haben wir uns (unbewusst) dafür entschieden, diese Emotion in einen Loop zu nehmen und weiter mit uns zu tragen. Ein interessanter Gedanke in Bezug auf Stress-Management – denn so kann man auch üben, eine starke Reaktion wie Panik wegen stressiger Momente „wegzuatmen“ und loszulassen, statt einen ganzen Tag so zu verbringen. 

10 Tipps, um deinen Stresspegel im Arbeitsalltag zu senken

1. Automatisierung und KI

Alle Aufgaben, die du automatisieren kannst, darf KI für dich erledigen, statt dass du deine kostbare Zeit mit manueller Erledigung verschwendest. Belege buchen in deiner Buchhaltung, zum Beispiel. Das ist ein wichtiger Teil beim Stress-Management, schont die Nerven und spart Zeit.

2. Zeitmanagement

Mit realistischen Zeitplänen und überschaubaren To-do-Listen kannst du deine Aufgaben priorisieren und auch wirklich bewältigen. Apps wie digitale Kalender und Terminbuchungs-Tools für deinen Komfort sind auch hier wertvolle Werkzeuge, wenn du gestresst bist. 

3. Finanzieller Überblick

Nichts stresst Unternehmer mehr als das Gefühl, die finanzielle Situation könnte ihnen entgleisen, weshalb genau hierbei das Thema Stress-Management wichtig wird. Mit einer Unternehmenslösung wie Lexware Office hast du den tagesaktuellen Überblick und weißt immer, wie viele Steuerrücklagen du brauchst. 

4. Pausenmanagement

Dir fällt es schwer, regelmäßige, kleine Pausen einzulegen? Dagegen helfen drei Tricks: Trage Pausen in deinem Terminkalender ein. Verpasse dir ein Ziel, zum Beispiel „Spaziergang“ oder „Stretching“. Erzähle anderen davon oder nimm sie einfach mit.

5. Outsourcing

Was du nicht automatisieren kannst, lässt sich vielleicht dokumentieren, strukturieren und danach an jemand anderen delegieren. Wenn diese Form des Stress-Managements im Job nicht klappt, dann vielleicht im Haushalt. Lass andere erledigen, was dich stresst – vielleicht im Tausch?

6. Bewegung am Arbeitsplatz

Sport ist nicht nur gesund, sondern fördert auch die mentale Entspannung und hilft dir beim gründlichen Abschalten. Kannst du dreimal in der Woche eine Stunde einplanen? Nein, das stresst dich? Dann machst du eben fünfmal in der Woche eine Viertelstunde Sport – alles geht.

7. Entspannungstechniken erlernen

Deine bewussten Auszeiten für Regeneration und Entspannung kannst du auch mit verschiedenen Entspannungstechniken gegen den Stress kombinieren. Tägliche Meditation oder Atemübungen bieten sich an. 

8. Nein sagen lernen

Familie, Kunden oder dein Team profitieren von Klarheit: Transparenz und Absprachen verhindern Missverständnisse. Im Zuge des Stress-Managements kannst du realistische Erwartungen gelassen kommunizieren und die anderen dabei über deine Belastungsgrenzen informieren. 

9. Digitale Auszeiten

Beschränke deine beruflichen digitalen Aktivitäten komplett auf die Arbeitszeiten, auf die du dich mit dir selbst geeinigt hast. Hilfreich sind rein berufliche mobile Endgeräte oder – ironischerweise – Kinderschutz-Apps, die für gesperrte Nutzungszeiträume sorgen. 

10. Mindset Shift

Einige Untersuchungen über Stress, seine Auslöser und Auswirkungen lassen sich so interpretieren, dass stressige Angelegenheiten und Phasen uns nur schaden, wenn wir sie als eine Strafe empfinden. Manchmal hilft also bereits Umdenken ein wenig. 

Tipp

10 Schritte zum entspannten Stress-Management

Wenn du gestresst bist und darunter leidest, ist Stress-Management keine Option, sondern dringend nötig. Auch wenn du aber nur gelegentlich unter Druck arbeitest, hilft dir jeder unserer 10 Tipps dabei, deinen Arbeitsalltag angenehmer zu gestalten.

Nicht jede Idee wird zu dir passen – umso wichtiger, dass du einige probierst und einen Weg findest, dich auch in den arbeitsreichsten Phasen zu entspannen.