Fake-Rechnungen, die täuschend echt aussehen
Wer sich heute ins Handelsregister eintragen lässt, ist nicht nur einzelnen Betrugsversuchen ausgesetzt. Eine ganze Welle von gefälschten Rechnungen beziehungsweise Täuschungsversuchen schwappt in die Posteingangskörbe von Gründern, die jeden Schriftverkehr darauf prüfen sollten, ob es sich um Fake-Rechnungen handelt.
Obwohl Handelskammern, Steuerberater und Fachmedien nämlich seit Jahren vor der Betrugswelle warnen, werden jährlich Hunderttausende von Fake-Rechnungen verschickt: für Registereinträge, Markenanmeldungen, regionale Handelsverzeichnisse und gefälschte Gebührenrechnungen von Ämtern.
Die Briefe wirken täuschend echt und sind meist mit ähnlichen Schriftarten, Wappen und Formatierungen von Ämtern versehen. Dadurch sehen sie wie offiziellen Schreiben aus. Besonders perfide: Die Betrüger verwenden deine tatsächlichen Daten.
Jedes Jahr fallen sehr viele Menschen auf diese Fake-Rechnungen herein - damit dir das nicht passiert, erklären wir dir, woran du Fake-Rechnungen erkennen kannst.
Daran erkennst du Fake-Rechnungen
Gründer erhalten derzeit wieder besonders häufig gefälschte Rechnungen zu Handelsregistereinträgen und lokalen Anbieterverzeichnissen. Auch Handwerkskammern warnen vor dem Betrug.
Die schlimmsten der betrügerischen Briefe drohen direkt mit Inkasso, um noch mehr Druck auszuüben und spontane Überweisungen zu erwirken.
Das heißt für dich: Wenn eine Rechnung bei dir eintrifft, die du nicht erwartet hast, solltest du sie ganz in Ruhe prüfen. Aber auch bei erwarteten Schreiben ist Vorsicht geboten – oft sind die Betrüger schneller als die offiziellen Stellen.
Auf diese Warnhinweise solltest du achten:
- Kurze Zahlungsfristen: Du sollst in weniger als 14 Tagen zahlen.
- Inkasso-Androhung: Bereits beim Eintreffen wird die Zahlung angemahnt.
- Hoher Betrag: Echte Registrierungsgebühren sind selten über 100 bis 150 Euro.
- Ausländische Bankverbindung: Kommt nie von deutschen Behörden.
- Vorausgefüllte Überweisungsträger: Sie sollen zum schnellen Überweisen verführen.
Wenn du auf eine der Fake-Rechnungen hereingefallen bist, solltest du dich sofort an deine Bank wenden und versuchen, den Geldtransfer noch zu stoppen. Wenn das nicht mehr klappt, musst du dich aber auch nicht mit Schuldgefühlen plagen. Die Betrugsmasche ist so gut durchdacht, dass viele Menschen jedes Jahr Lehrgeld zahlen – und zukünftig jede Zahlungsaufforderung sorgfältig prüfen.
Online Anzeige erstatten
Häufig treffen die gefälschten Behördenbriefe per Briefpost ein, aber auch Mails nehmen immer weiter zu, warnt die Verbraucherzentrale.
Im Falle von Fake-Rechnungen per Mail kommt dann leider auch noch das Risiko eines Computervirus hinzu, der sich im Anhang verstecken kann. Wenn du einen Mailanhang versehentlich geöffnet hast, solltest du also alle Daten sichern, von einem anderen Gerät aus alle Passwörter ändern und einen umfassenden Virenscan durchführen.
Wenn eine betrügerische Zahlungsaufforderung bei dir landet, kannst du über die Onlinewachen der Polizei der Länder Anzeige erstatten.