Outsourcing

Ab einem bestimmten Zeitpunkt kann es für Unternehmen sinnvoll sein, Aufgaben, Teilbereiche oder ganze Abteilungen auszulagern. Das Outsourcing ermöglicht es Betrieben, den Fokus wieder verstärkt auf die Kernkompetenzen der Firma zu richten. Zudem geht mit dem Outsourcing eine Kosten- und Zeitersparnis einher. Das Outsourcing bringt gewisse Chancen und Risiken mit sich, die abzuwägen sind.

Zuletzt aktualisiert am 25.02.2025

Zusammenfassung

Outsourcing im Überblick

  • Mit Outsourcing ist eine Unternehmensstrategie gemeint, bei der es um das Auslagern bestimmter Aufgaben und Geschäftsprozesse an externe Dienstleister geht. Werden diese nur teilweise ausgelagert, spricht man von Outtasking.
  • Du kannst fast alle Tätigkeiten in deinem Unternehmen auslagern. Von Geschäftsprozessen bis zum Kundendienst ist Outsourcing möglich. Klassische Beispiele sind die Buchhaltung und IT-Abteilung, aber auch das Outsourcing bietet sich für die Produktion oder Konstruktion an.
  • Möchtest du Aufgaben, Prozesse und Abteilungen auslagern, geht das mit vielen Vorteilen einher. Zum einen kannst du dich auf deine Kernkompetenzen fokussieren und zum anderen sparst du Zeit und Kosten.
  • Du solltest Leistungen nicht auslagern, wenn du in eine gefährliche Abhängigkeit gegenüber deinem Dienstleister gerätst. Auch Kernkompetenzen und Schlüsseltechnologien solltest du aus Sicherheitsgründen nicht outsourcen.

Definition

Was bedeutet Outsourcing?

Der Begriff Outsourcing kommt aus dem Englischen und beinhaltet die beiden Wörter „out“ und „source“. Dies lässt sich mit der Abgabe an externe Quellen bzw. der Nutzung von externen Quellen übersetzen. Die Bedeutung von Outsourcen bezieht sich im Unternehmenskontext auf eine Auslagerung von Aufgaben, Arbeitsschritten oder komplette Bereiche an externe Dienstleister. Diese kannst du komplett oder teilweise auslagern. Der gegenteilige Vorgang zum Outsourcing wird als Insourcing bezeichnet und meint, dass alle Geschäftsbereiche unternehmensintern abgedeckt und bearbeitet werden. Das Ziel von Outsourcing ist neben der Kostenreduktion auch die Qualitätssteigerung und ein stärkerer Fokus auf das Kerngeschäft.

Einsatzmöglichkeiten von Outsourcing: Wofür sind Outsourcing-Maßnahmen gut?

Grundsätzlich gilt es, zu klären, wann Outsourcing sinnvoll ist. Es gibt mehrere Gründe, warum sich Outsourcing lohnt und bestimmte Prozesse deines Unternehmens auszulagern vorteilhaft sein kann. Outsourcing hat vor allem in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Der Grund: Der erhöhte Kostendruck. Somit lässt sich der Bedarf an Outsourcing unter anderem durch die Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft erklären.

Du kannst dich durch die Fremdvergabe von Aufgaben wieder auf dein Kerngeschäft konzentrieren und dich beispielsweise der Weiterentwicklung deiner Produkte und der Strategie zuwenden. Du brauchst keine Zeit mehr in die Bewältigung administrativer Tätigkeiten zu stecken. Hier bietet sich ein Outsourcen der Buchhaltung oder die Auslagerung des Backoffice an. Auf längere Sicht trägt dies auch zur Umsatzsteigerung bei.

Im nächsten Schritt hilft dir das Outsourcing, Kosten zu sparen. Das funktioniert auf mehreren Wegen und lässt sich am Beispiel des Lager- und Logistik-Outsourcings verdeutlichen:

  • Kosten für Logistik sparen: Durch den Aufbau eines externen Lagers bei einem Dienstleister kannst du oftmals auch gleich den Versand deiner Produkte dort abwickeln. So sparst du dir erneut Kosten für Verpackungsmaterial, Mitarbeiter und Räumlichkeiten, in denen deine Produkte versandfertig gemacht werden. Da große Dienstleister viele Kunden betreuen, können diese zu günstigeren Konditionen verpacken und versenden.
  • Lagerkosten sparen: Durch den Aufbau eines Lagers direkt bei deinem Dienstleister, musst du selbst keine Lagerfläche oder eine neue Infrastruktur errichten und unterhalten. So sparst du nicht nur Lagerhaltungskosten und Kosten für den Bau etc., sondern ebenfalls Personalkosten.

Gleichzeitig können sich deine Unternehmensleistung bzw. deine Produkte durch das Auslagern verbessern. Outsourcing erlaubt dir, trotz erhöhtem Kostendruck weiterhin deine Qualitätsstandards einhalten zu können. Wenn du für die Weiterentwicklung und Produktion Spezialisten beauftragst, erhältst du bei Problemen Zugang zu innovativen und optimierten Lösungen im Rahmen des Outsourcing-Prozesses.

Würdest du diese Aufgabenbereiche nicht auslagern, kämest du nicht in den Genuss dieser Ressourcen. Zudem können diese Anbieter die Aufgaben schneller und effizienter bearbeiten, sodass du deine Ziele durch das Outsourcing mit einem Partner in kürzerer Zeit erreichst.

Tipp

Dienstleister flexibel einsetzbar

Nicht zuletzt kannst du das Outsourcing an Dienstleister flexibel planen. Beispielsweise lassen sich saisonal- oder projektbedingte Personalengpässe gut überbrücken. Für zeitlich begrenzte Projekte brauchst du keine neuen Mitarbeiter rekrutieren und einarbeiten.

Vor- und Nachteile des Outsourcing

Das Outsourcing geht mit Pro und Contra einher. Der Fremdbezug kann Vorteile und Nachteile für dein Unternehmen bringen, über die du dir zu Beginn im Klaren werden musst. Die genannten Vorteile klingen bereits sehr überzeugend. Wenn du Aufgaben auslagern möchtest, ergeben sich weitere Vorzüge:

  • Abhängigkeit von Fachkräften verringern, höhere Flexibilität: Du bist nicht auf Arbeitskräfte angewiesen, die du in deinem Unternehmen anstellst. Expertise findet sich auch in anderen Dienstleistern.
  • Höhere Produktivität: Die Dienstleister sind Spezialisten auf ihrem Gebiet. Durch ihr Wissen und die Erfahrung erledigen sie die Arbeit schneller und sorgfältiger.
  • Weniger Fixkosten: Im Vergleich zu Mitarbeitern, die du Monat für Monat bezahlen musst, nimmst du die Leistungen von externen Partnern nur dann in Anspruch, wenn du diese benötigst und Budget vorhanden ist. Hierfür solltest du darauf achten, keine langfristigen Verträge abzuschließen. Die Personal-, Sach- und Kapitalkosten verringern sich dadurch und es entstehen variable Kosten.
  • Reduktion der Komplexität: Durch das Auslagern von Aufgaben verlieren die unternehmerischen Tätigkeiten an ihrer Komplexität und du kannst deine Arbeitsleistung auf wenige Bereiche fokussieren.
  • Geringere unternehmerischen Risiken: Sollte es zu finanziellen Engpässen kommen, kannst du bei der Zusammenarbeit mit externen Firmen und Dienstleistern Kosten einsparen. Du brauchst nicht deine eigenen Mitarbeiter zu entlassen.

Neben den Vorteilen entstehen auch einige Nachteile, die Gründe gegen das Outsourcing liefern:

  • Du machst dich zwar weniger abhängig von Fachkräften, aber es entsteht eine Abhängigkeit gegenüber deinem Dienstleister.
  • Diese Abhängigkeit kann sich negativ auswirken, da du weder die Qualität der Weiterentwicklung der Drittanbieter bewerten kannst noch dich vor schlechten Leistungen schützen kannst. Diese können schwerwiegende Folgen für dein Unternehmen haben.
  • Nachteile können sich auch auf deine Mitarbeiter auswirken. Diese können durch das Outsourcing demotiviert werden und gleichzeitig geht das interne Know-how verloren. Mitarbeiter werden ggf. versetzt oder entlassen.
  • Unterschätze zudem nicht den Aufwand bei der Kommunikation und Koordination. Besonders zu Beginn der Zusammenarbeit sind öfter Absprachen nötig.
  • Ein sehr wichtiger Aspekt der Probleme bei Outsourcing betrifft die Datensicherheit. Möglicherweise hat dein externer Dienstleister Einblicke in interne Informationen. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko der Weitergabe von Betriebsgeheimnissen bzw. Betriebsspionage. Du solltest in jedem Fall eine Geheimhaltungsvereinbarung treffen, um den Datenschutz zu gewährleisten.

Info

Verantwortung liegt beim Unternehmen

Outsourcing bedeutet nicht, dass du die Verantwortung für die Leistungserbringung gegenüber deinen Kunden an externe Dienstleister überträgst. Am Ende bist du als Unternehmen für die Qualität deiner Produkte und Dienstleistungen verantwortlich. Wenn dein Dienstleister schlechte Arbeit leistet, fällt das auch auf deine Firma zurück. Vor allem beim Umgang mit Kunden im Service kann dies äußerst fatal werden.

Info

Aufgaben, die du nicht auslagern solltest

Es gibt zwei Tätigkeitsfelder, die du nicht auslagern solltest: Kernkompetenzen und Schlüsseltechnologien. Letztere solltest du aus Sicherheitsgründen nie an Dritte auslagern.

Arten von Outsourcing: Formen und Beispiele der Auslagerung

Du kannst praktisch alle Leistungen deines Unternehmens abgeben. Von kleinen Aufgaben bis zu kompletten Prozessen und ganzen Abteilungen ist alles möglich. Bevor du in die Planung deines Outsourcings gehst, solltest du dir die unterschiedlichen Varianten vor Augen halten.

Tipp

Outsourcing vs. Outtasking

Lagerst du nur einzelne Aufträge aus, ist damit das Outtasking gemeint. Auch Begriffe, wie selektive oder partielles Outsourcing, sind hierfür gebräuchlich. Wenn du Prozesse oder ganze Abteilungen auslagerst, lässt sich das unter dem Begriff Outsourcing zusammenfassen.

Es gibt unterschiedliche Varianten des Outsourcings, die in einem Unternehmen anfallen können. Die folgende Übersicht zeigt, welche Formen das sind und was du dir darunter vorstellen kannst.

  • Business-Process-Outsourcing: Auslagerung von Geschäftsprozessen
  • Unternehmensinternes Outsourcing: Auslagerung in Tochterunternehmen
  • Knowledge-Process-Outsourcing: Auslagerung von komplexen Prozessen an Spezialisten
  • Business Transformation Outsourcing: Die Prozessneuentwicklung von gesamten Unternehmenszweigen wird an externe Dienstleister abgegeben.
  • Application Service Providing: Bei dieser Variante geht es meistens um Anwendungsdienstleister. Hierbei stellen externe Unternehmen Softwareapplikationen bereit.
  • Offshore-Outsourcing: Auslagerung an meist kostengünstigere Dienstleister im Ausland
  • Outservicing: Auslagerung des Kundendienstes
  • Online-Outsourcing: Die Auslagerung von Diensten oder Aufgaben, die sich über das Internet durchführen lassen. 

So werden Kostenvorteile berechnet

Beispiel: Ein Unternehmen möchte prüfen, ob es vorteilhaft ist, die EDV auszulagern und IT-Leistungen nicht mehr selbst zu erbringen. Um dies zu ermitteln, wird ein Kostenvergleich erstellt.
Hierfür werden im ersten Schritt alle Ausgaben aufgelistet, die anfallen, wen die interne EDV-Abteilung die Leistungen weiterhin übernimmt. Dazu zählen neben den Personalkosten auch Ausgaben für Räumlichkeiten, Abschreibungen, Energie, Wartung und Versicherung. Da das Unternehmen für die EDV eine eigene Kostenstelle eingerichtet hat, lassen sich diese Ist-Kosten des aktuellen Jahres gut ermitteln und für das Gesamtjahr hochrechnen. Auch die Kosten für Versicherungen und Verträge lassen sich genau bestimmen. Schätzungen hingegen sind für Material oder Reparaturen nötig. Hier können Durchschnittswerte aus den Vorjahren hilfreich sein.

Um die Kosten realistisch zu vergleichen, wird durch Gespräche mit mehreren Anbietern ein Katalog mit den gewünschten Leistungen und Anforderungen erstellt. Die möglichen Kooperationspartner für das Outsourcing können daraufhin Angebote erstellen und das günstigste wird im Anschluss mit den aktuellen Kosten verglichen. 
Das Ergebnis: Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Auslagerung lohnenswert.

Outsourcing Kostenvergleich Eigenfertigung/Fremdbezug für EDV

*Alle Angaben in Euro pro Jahr

KostenartenBemerkungen/KommentierungenEigenleistung* Fremdbezug*
Personal Gehälter Sozialkosten für aktuell 5 Mitarbeiter, bei Fremdbezug 1 Mitarbeiter für Koordination, Organisation, Kommunikation usw. 302.000 75.000
Räume Miete, Reinigung 18.000 4.000
Abschreibungen Übernahme Anlagegüten durch Dienstleister sowie Bereitstellung notwendiger Hard-/Software, keine eigenen Investitionen, AfA nur für allg. Büroausstattung 46.000 2.500
Zinsen wie Abschreibungen 5.000 600
Energien Strom, Heizung (Gas) 9.000 1.000
Aus- und Fortbildung Aktuell 5 Mitarbeiter im Schnitt 2 Fortbildungen pro Jahr, ab Übernahme 2 Fortbildungen 6.000 1.200
Fremdwartung 4 Wartungen pro Jahr, ab Übernahme beim Dienstleister 5.000 0
Leitungen Datenleitungen, Kommunikation 12.000 1.800
Sicherheit Kosten f. Firewall, Virenschutz etc., ab Übernahme Dienstleister 3.500 0
Material z. B. Datenträger, Kabel 2.000 0
Reparaturen Durchschnittswert aus 4 Jahren 4.500 500
Versicherungen z. B. Unterbrechung, Verlust, Versicherung über Dienstleister, verbleiben nur Gebäude- und Haftpflicht 2.200 600
Hosting, laufender Betrieb Kosten lt. Vertrag 5.700 0
Lizenzen z. B. ERP, CRM, CAD, Vertrieb, Einkauf, Office, ab Übernahme nur noch Office-Lizenzen 15.000 2.800
Fremdleistungen Outsourcing Angebot IT-Dienstleister 0 304.000
Sonstiges z. B. Büromaterial, Klein- und Verbrauchsartikel (Schätzung, Pauschalansatz) 1.800 600
Summen 437.700394.600
Geplante Ersparnis/Mehrkosten/Jahr/Euro bei Fremdbezug43.100

Beispiele für Outsourcing: Wo ist es möglich?

Für Unternehmen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Aufgaben und Abteilungen auszulagern. In den Fokus des Outsourcings gelangen auch zunehmend die Bereiche, die früher als kritisch und sensibel eingestuft wurden. Die Abbildung zeigt, welche Bereiche mit einem hohen Risiko einhergehen und wo sich der Nutzen der Auslagerung vorteilhaft auswirkt. Zu betonen ist, dass du stets eine genaue Abwägung vornehmen solltest, ob das Outsourcing nötig ist. Überlege dir, welche Kernbereiche dein Unternehmen definieren und welche nicht ausgelagert werden sollten. 
Bevor du mit dem Outsourcing von sensiblen Bereichen beginnst, ist eine Erfahrung mit weniger kritischen Abteilungen essenziell. 

Viele Selbstständige möchten zu Beginn die Buchhaltung outsourcen. Von einem Buchhaltungsbüro kannst du zum Beispiel die Debitoren- bzw. Kreditorenbuchhaltung ausführen lassen.

Möglich ist es auch, diese Tätigkeiten an den Steuerberater abzugeben. Für die Lohnabrechnung ist das Outsourcing ebenso möglich, wie für den Jahresabschluss und die Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben.

Neben dem finanziellen Sektor sind noch weitere Bereiche denkbar, die du auslagern kannst. Die folgende Übersicht gibt dir ein paar Beispiele, in welchen Geschäftsbereichen das Outsourcing möglich ist:

IT-Outsourcing

  • Software-Entwicklung
  • IT-Sicherheit
  • Hosting und Cloudservices

Logistik-Outsourcing

  • Produktlagerung
  • Kommissionierung
  • Abfallentsorgung
  • Retourenbearbeitung
  • Transport an Kunden

Vertriebs-Outsourcing

  • Telefonische Akquise
  • Terminservice für Beratungen
  • Tele-Sales

Callcenter-Outsourcing

  • Reklamationsbearbeitung
  • Kundenservice und -beratung

 

Abgesehen davon gibt es noch weitere Unternehmensprozesse, die outgesourct werden können:

  • Marketing
  • Eventmanagement
  • Personalvermittlung
  • Redaktionelle Aufgaben wie Texterstellung von Webseitentexten
  • Designaufgaben 

Wie funktioniert Outsourcing?

Um bestimmte Aufgaben und Prozesse effizient auslagern zu können, empfiehlt es sich, strukturiert zu agieren. Für ein erfolgreiches Outsourcing ist das richtige Vorgehen erforderlich. Halte dich daher an folgende Schritte:

  • Auslagerung planen: Erörtere den Aktuellen Status-quo. Wo kannst du Schwachstellen definieren? Welche Tätigkeiten möchtest du an Dienstleister abgeben? Sollten mehrere eine Option sein, kann eine Liste mit Priorisierungen helfen. Auch Vor- und Nachteile der Auslagerung können in diesem Schritt erörtert werden. Darüber musst du dir im Klaren sein, bevor du diese anfragst.
  • Erwartungen: Kläre, was du dir von der Auslagerung erhoffst. Lege Ziele fest, die du erreichen willst. Mit Hilfe welcher Parameter willst du den Erfolg messen?
  • Budgetkalkulation: Welche finanziellen Mittel hast du zur Umsetzung des Outsourcings zur Verfügung? Rechne sämtliche Kostenpunkte genau durch.
  • Interner Verantwortlicher: Die Bestimmung eines Mitarbeiters, der für die Planung und spätere Begleitung zuständig ist, kann sinnvoll sein. Zu den Aufgaben gehört auch die Regelung der Verträge sowie ein aktiver Austausch mit späteren Zuständigen.
  • Angebote einholen: Sind die Aufgaben für das Outsourcing festgelegt, kontaktiere verschiedene Dienstleister. Nach dem Recruiting  bewertest du die Angebote, indem du alle Parameter darstellst und dir über die Vor- und Nachteile bewusst wirst.
  • Entscheidung treffen: Die Entscheidung wird stets in Anwesenheit der Geschäftsleitung getroffen. Eine wichtige Frage ist hier, ob es eine Alternative zum Outsourcing gibt oder dies die beste Lösung ist. Prüfe zuvor zudem, wie lange der Anbieter seine Leistung bereits praktiziert, ob es eine Kostenaufstellung gibt und wie die Kommunikationsabläufe gestaltet sind. Hier lassen sich bereits erste Rückschlüsse auf die Qualität der späteren Zusammenarbeit treffen.
  • Vertragliches regeln: Definiere in einem Vertrag, welche Konditionen für das Outsourcing sowohl für dein Unternehmen als auch für die Dienstleister erforderlich sind. Formuliere ein Dokument, in dem die Arbeitsabläufe, die Ziele, der Umfang, die Dauer und die Kosten des Auslagerns geregelt sind. Im Rahmen der Vertragsbindung sollten zudem der Umgang mit Geschäftsgeheimnissen sowie Datenschutz geklärt sein.
  • Briefing: In den ersten Wochen geht es um eine genaue sowie kontrolliere Einarbeitung. Je deutlicher du Projektabläufe vermittelst, Anforderungen erklärst und Anfangsschwierigkeiten beseitigst, desto besser wird die Zusammenarbeit laufen. Hierzu gehört auch der Transfer von Mitarbeitern und anderen Ressourcen zu dem Anbieter. In der Anfangszeit solltest du die Tätigkeiten stetig überwachen, um den Nutzen bewerten zu können.
  • Tagesgeschäft: Im Idealfall besteht in der Anfangszeit eine Art Parallelbetrieb zwischen dir und dem Anbieter. So kann ein mögliches Scheitern direkt abgefangen werden, ohne dass dein Unternehmen Schäden davonträgt.
  • Überprüfung der Anforderungen: Nach dem Outsourcing der Aufgaben solltest du als Auftraggeber eine regelmäßige (im Idealfall jährliche) Qualitätskontrolle durchführen. Die ausgelagerte Arbeit muss kontinuierlich den Erwartungen und der Zufriedenheit deines Unternehmens entsprechen. Wichtige Fragen sind beispielsweise: Sollte das Outsourcing dieser Aufgabe weiterhin bestehen? Haben sich Rahmenbedingungen geändert? Wie ist die Leistungsqualität? Überwiegen weiterhin die Vorteile der Auslagerung? 

Kontrolle im Outsourcing behalten

Versuche, die Verantwortung, Koordination und Steuerung für den Bereich, den du auslagerst, im eigenen Unternehmen zu behalten. Handle mit dem Anbieter eine Vereinbarung aus, die dir jederzeit einen umfassenden Einblick in die Arbeitsprozesse ermöglicht. Dies soll auch ohne vorherige Ankündigung möglich sein. Achte hierbei besonders auf Aspekte wie Qualifikationen und Fortbildungen des Anbieters und stelle einen kontinuierlichen Know-how-Transfer zwischen dir und dem Anbieter sicher.